SpOn 20.02.2026
11:05 Uhr

Warner Bros.: James Cameron will Übernahme durch Netflix verhindern


James Cameron sorgt sich um die Kinobranche. Der Regisseur sieht diese offenbar durch die geplante Warner-Übernahme von Netflix gefährdet. In einem Brief an einen US-Senator warnt Cameron vor »katastrophalen Folgen«.

Warner Bros.: James Cameron will Übernahme durch Netflix verhindern

James Cameron, 71, hat aus seiner Abneigung gegenüber Streamingdiensten nie ein Geheimnis gemacht. Auch die geplante Übernahme von Hollywood-Urgestein Warner Bros. durch Netflix sieht Cameron äußerst kritisch. Der Starregisseur hat nun in einem Brief an den Vorsitzenden des Unterausschusses des Senats für Kartellrecht, US-Senator Mike Lee, dargelegt , warum er dem Deal so kritisch gegenübersteht.

Eine Übernahme durch Netflix würde laut Cameron nicht nur zu dem Verlust von Arbeitsplätzen führen, sondern sich auch negativ auf die Kinolandschaft und das Filmgeschäft generell auswirken. »Ich bin fest davon überzeugt, dass der geplante Verkauf von Warner Brothers Discovery an Netflix katastrophale Folgen für das Kinogeschäft haben wird, dem ich mein Leben gewidmet habe«, schrieb Cameron.

Eine Übernahme von Warner Bros. durch Netflix werde dazu führen, dass weniger Filme produziert werden, darunter auch große Produktionen. Das werde laut Cameron zur Schließung von Kinos und zum Verlust von Arbeitsplätzen führen.

Mehr zum Thema

Das Geschäftsmodell von Netflix stehe »in direktem Widerspruch zum Kino- und Filmproduktionsgeschäft, das Hunderttausende Amerikaner beschäftigt«, schrieb er. »Es steht daher in direktem Widerspruch zum Geschäftsmodell der Filmabteilung von Warner Brothers, einem der wenigen verbliebenen großen Filmstudios.« Auch die Exporte von Hollywoodfilmen würden durch den Deal zurückgehen, behauptet Cameron. »Die USA sind vielleicht nicht mehr führend in der Automobil- oder Stahlproduktion, aber sie sind immer noch weltweit führend im Bereich Filme. Das wird sich zum Schlechten wenden.«

Senator Lee antwortete laut US-Medienberichten mit einer Erklärung, in der er sagte: »Wir haben Anfragen von Schauspielern, Regisseuren und anderen interessierten Parteien bezüglich der geplanten Fusion von Netflix und Warner Brothers erhalten, und ich teile viele ihrer Bedenken.« Er freue sich darauf, eine weitere Anhörung zu dem Thema abzuhalten.

Es ist nicht das erste Mal, dass Cameron sich negativ über Streamingplattformen äußert. Auf diesen gebe es »eine Menge mittelmäßiger Inhalte«, sagte Cameron im vergangenen Dezember. Im Kino gehe es im Gegensatz dazu »um die einzigartige Vision eines Künstlers«.

Das Hollywood-Urgestein Warner Bros. verhandelt aktuell sowohl mit Netflix als auch mit Paramount über eine Übernahme. Netflix gilt allerdings als Favorit. Warner Bros. und Netflix waren Anfang Dezember eine verbindliche Übernahmevereinbarung eingegangen. Wenige Tage später schmiss Paramount seinen Hut in den Ring.

David Ellison will den Kampf um Warner Bros. Discovery nicht aufgeben. Der CEO des US-Entertainmentriesen Paramount wendet sich nun sogar mit einem offenen Brief an deutsche Medienschaffende und das Publikum. Hier erfahren Sie mehr .

svs