Rheinland-Pfalz gilt seit den Neunzigerjahren als Bastion der SPD. Zuletzt hatte Ministerpräsidentin Malu Dreyer das Land mehr als zehn Jahre regiert, 2024 übernahm nach ihrem gesundheitsbedingten Rücktritt ihr Sozialminister Alexander Schweitzer. Nun will Schweitzer die Landtagswahl gewinnen, um in der Staatskanzlei zu bleiben.
Dafür muss er bis zuletzt um Stimmen werben: In den Umfragen liegt die SPD seit Monaten zwischen drei und sechs Prozentpunkten hinter der CDU und holt nur mühsam auf. Zuletzt kamen die Sozialdemokraten auf 26, die Christdemokraten auf 29 Prozent.
Amtsbonus für Schweitzer
Immerhin hilft der Amtsbonus Schweitzer. Laut einer SWR-Umfrage würden sich 34 Prozent der Wählerinnen und Wähler für den 52-Jährigen entscheiden, wenn sie ihn direkt wählen könnten. Nur 14 Prozent würden sich für den CDU-Herausforderer Gordon Schnieder entscheiden.
Hinter CDU und SPD liegen die AfD bei etwa 18 und die Grünen bei zehn Prozent. Die Linke liegt knapp über der Fünfprozenthürde bei sechs Prozent.
Die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz findet am 22. März 2026 statt. Insgesamt sind zwölf Parteien zugelassen. Im Wahlkampf dominieren die Themen Bildung, Gesundheit und Zuwanderung. Vor allem die fehlende Chancengleichheit im Schulwesen treibt die Menschen in dem Bundesland laut einer SWR-Befragung um.
38 Thesen für den Wahlentscheid
Der Wahl-O-Mat hat insgesamt 38 Thesen aufgestellt, zu denen Sie sich positionieren können. Stimmen Sie per Klick zu, lehnen Sie die These ab oder passen Sie. Am Ende können Sie Antworten zudem gewichten, wenn Ihnen ein Thema besonders wichtig ist. Dann zeigt der Wahl-O-Mat, welche Parteien Ihren Positionen am nächsten stehen.
Die Thesen werden vor jeder Wahl von einem Team aus Jung- und Erstwählern, Politikwissenschaftlern, Statistikern und Pädagogen erarbeitet. Sie beruhen auf den Partei- und Wahlprogrammen der Parteien sowie deren Wahlaussagen.
Machen Sie den Test und vergleichen Sie Ihre Standpunkte mit den Antworten der Parteien.
