SpOn 18.07.2026
02:43 Uhr

WM 2026: Aufgehobene Rotsperre für Balogun – Trump lobt Infantino


Dass die Rote Karte für den US-Nationalspieler Folarin Balogun keine direkten Folgen hatte, ist einer der großen Aufreger dieser WM. Nun äußert sich Donald Trump zu Details – und bedankt sich explizit bei Fifa-Präsident Infantino.

WM 2026: Aufgehobene Rotsperre für Balogun – Trump lobt Infantino

US-Präsident Donald Trump hat sich bei Gianni Infantino für die umstrittene Entscheidung zur aufgehobenen Rotsperre des amerikanischen Nationalspielers Folarin Balogun bedankt und sie dem FIFA-Chef persönlich zugeschrieben.

Er habe den Präsidenten des Fußball-Weltverbands angerufen und eine Empfehlung ausgesprochen, sagte Trump bei einem FIFA-Empfang in New York – und wandte sich dann direkt an Infantino, der neben ihm stand: »Du hast eine großartige, großartige, großartige Entscheidung getroffen.«

Der US-Stürmer Balogun hatte beim 2:0 im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina die Rote Karte gesehen und war damit eigentlich automatisch für die Achtelfinalpartie gegen Belgien gesperrt. Die Fifa hob die Sperre aber überraschend wieder auf – nach Darstellung des Weltverbands traf die formal unabhängige Disziplinarkommission diese Entscheidung.

Sperre wurde für ein Jahr zur Bewährung ausgesetzt

Als Begründung verwies die Fifa auf Artikel 27 des Disziplinarreglements, wonach die Durchführung einer Disziplinarmaßnahme ganz oder teilweise ausgesetzt werden kann. Baloguns Sperre werde für ein Jahr zur Bewährung ausgesetzt. Sollte sich der Angreifer in dieser Zeit »einen weiteren Verstoß gleicher Art und Schwere« erlauben, werde die Sanktion vollstreckt.

Trumps Worte klangen aber nach einer persönlichen Intervention Infantinos. Das US-Team unterlag den Belgiern letztlich trotz Baloguns Einsatz mit 1:4. 

»Ich weiß, dass du niemals dafür die Anerkennung bekommst«

Trumps Anruf und die Entscheidung zur Aufhebung der Sperre hatten weltweit, vor allem aber in Europa große Empörung ausgelöst und wurden als unzulässige Einmischung der Politik in den Sport kritisiert.

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»Sie haben das Spiel gewonnen und unser Team hatte alle Spieler«, sagte Trump im Trump Tower und schob dann an Infantino gerichtet nach: »Ich weiß, dass du niemals dafür die Anerkennung bekommst.« Infantino habe eine seiner vielen guten Entscheidungen getroffen.

Fifa-Präsident Infantino suchte über Jahre die Nähe zu Donald Trump – und andersherum. Die Bromance mündet nun in den Fall Balogun bei dieser WM. Lesen Sie hier die Chronologie einer Männerfreundschaft, die den Fußball missbraucht .

jon/dpa