SpOn 12.12.2025
15:50 Uhr

Vogelgrippe: Zoo Leipzig tötet alle Krauskopfpelikane


In der vergangenen Woche ist ein Pelikan im Leipziger Zoo an der Vogelgrippe gestorben, jetzt gibt es weitere Fälle. Zum Schutz anderer Tiere hat das Veterinäramt nun die Tötung aller Pelikane angeordnet.

Vogelgrippe: Zoo Leipzig tötet alle Krauskopfpelikane

Die Vogelgrippe ist zurück im Zoo Leipzig: Der Tierpark muss wegen des Virus alle seine Krauskopfpelikane töten. Mit der Maßnahme solle verhindert werden, dass sich das Virus ausbreite, teilte Direktor Jörg Junhold mit . »Der Verlust der Pelikane ist bitter, aber notwendig. Wir werden weiterhin alles tun, um unseren Bestand und den Zoo zu schützen.«

Am vergangenen Wochenende hatte der Zoo den Tod eines ersten Pelikans gemeldet. Daraufhin waren Proben von rund 350 weiteren Vögeln genommen und untersucht worden. Mitte der Woche war eigentlich Entwarnung gegeben worden. Doch nun sei noch ein Pelikan gestorben und ein weiteres Tier der Gruppe erkrankt, teilte der Zoo mit.

Das Veterinäramt habe die Tötung der sieben übrigen Pelikane angeordnet. Dass nicht noch mehr Vögel vorsorglich getötet werden, liege daran, dass versucht werden soll, bedrohte Arten zu erhalten.

Der Zoo sei in verschiedene Hygienebereiche eingeteilt, die anderen Vögel in Ställen untergebracht worden. An Ein- und Ausgängen müssen Besucherinnen und Besucher über Desinfektionsmatten gehen, damit Viren nicht über das Schuhwerk in die Tierhäuser gelangen. Der Teich, an dem die Pelikane bislang gelebt haben, werde geleert. Der Schlamm werde entsorgt.

Die Tierrechtsorganisation Peta forderte den Zoo auf, die Vogelhaltung vollständig zu beenden. Das Friedrich-Loeffler-Institut habe schon vor Jahren vor einem hohen Infektionsrisiko in Zoos und Tierparks gewarnt. Krankheiten und Viren könnten sich schnell ausbreiten, wenn Tiere auf relativ engem Raum gehalten werden. »Solange Tierparks und Zoos empfindsame Lebewesen einsperren und zur Schau stellen, wird es auch Risiken für Tiere und Menschen geben«, so eine Referentin. Peta spricht sich generell gegen die Zucht und Haltung von Tieren in Zoos aus.

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Im August hatte Peta den Zoo Leipzig wegen getöteter Tiere scharf kritisiert: Der Zoo hatte drei Tigerbabys eingeschläfert. Die Mutter habe sich nicht um die Jungtiere gekümmert, teilte der Zoo damals mit.

esk/dpa