SpOn 13.12.2025
16:33 Uhr

Virginia: Trunksüchtigem Waschbär werden mehrfache Einbrüche vorgeworfen


Eine durchzechte Nacht in einem US-Schnapsladen machte das Tier weltberühmt. Nun stellt sich heraus: Der Einbruch war wohl kein Einzelfall.

Virginia: Trunksüchtigem Waschbär werden mehrfache Einbrüche vorgeworfen

Sein Einbruch in einen Schnapsladen machte ihn weltberühmt: In der Nacht zum ersten Adventswochenende war ein Waschbär im Hanover County, rund 150 Kilometer südlich von Washington, in den Ashland ABC Store, einen Sprituosenladen, eingedrungen. Der Übeltäter sei wahrscheinlich durch eine der Deckenplatten in den Laden hineingefallen, sagt Samantha Martin, eine Mitarbeiterin des örtlichen Tierschutzes. Dort angekommen, habe er »eine ordentliche Randale hingelegt. Und dabei offenbar alles probiert, was er finden konnte.« Schwer alkoholisiert schlief der Trunkenbär auf dem Badezimmerboden seinen Rausch aus. Genau dort wurde er am nächsten Tag von Mitarbeitern des Geschäfts regungslos aufgefunden.

Im Regional-Podcast »Hear in Hanover « – man beachte das Wortspiel – gab Martin nun ausführlich Auskunft über den Vorfall und darüber, welche Taten dem längst auf freie Pfoten gesetzten Vierbeiner mittlerweile noch vorgeworfen werden.

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Snacks von der Zulassungsstelle

Demnach war der Waschbär offenbar ein Serientäter. »Möglicherweise war das bereits der dritte Einbruch, den er durchgeführt hat«, sagt Martin im Podcast. Zuvor sei er demnach schon in ein Karatestudio eingedrungen und hatte bei einem Raubzug durch die Zulassungsstelle (Department of Motor Vehicles) mehrere Snacks erbeutet.

Waschbär nahe einer Stadt: Einer Studie zufolge verlieren die Tiere ihre Scheu vor Menschen

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Foto: Martin Bernetti / AFP

Als sie im Ashland ABC Store ankam, sei der Boden des Geschäfts mit zerbrochenen Flaschen übersät gewesen, schildert die Beamtin ihren ersten Eindruck vom Tatort. »Der Boden war klatschnass, als ich eintraf«, sagt sie. Den Waschbär habe sie ohnmächtig im Waschraum vorgefunden. »Er wusste, was er tat«, scherzt sie der Moderatorin des Podcasts gegenüber.

Jedes Mal, nachdem sie den tierischen Täter zunächst festgenommen und anschließend in die freie Wildbahn entlassen hatten, habe er es irgendwie geschafft, wieder in die Shopping Mall zurückzufinden, sagt die Mitarbeiterin der Tierschutzbehörde. Sie bezeichnet das Tier als »schlaue kleine Kreatur«. Weit muss der vierbeinige Säuger dafür aber auch nicht laufen. »Wir versetzen ihn nicht aus seiner gewohnten Umgebung. Das wäre für einen Waschbären die Todesstrafe«, erklärt Martin. Rund eine Meile vom Tatort entfernt, das sind rund eineinhalb Kilometer, wurde er in die Natur entlassen. Der Weg zurück in die Stadt dürfte für das Tier, das mittlerweile »Trashed Panda« genannt wird, nur ein längerer Spaziergang sein.

Doch dem trunkenen Tier könne man nichts vorwerfen, sagt Officer Martin: »Er hat nicht Falsches getan, er hatte bloß eine gute Zeit«.

mak