SpOn 09.12.2025
18:55 Uhr

Viktor Orbán und Donald Trump: Ungarn erhält nun doch keine Finanzhilfen aus den USA in Höhe von 20 Milliarden Dollar


Beim Geld hört die Freundschaft auf: US-Präsident Trump kann sich nicht mehr daran erinnern, Ungarns Ministerpräsidenten Orbán bis zu 20 Milliarden Dollar zugesagt zu haben. Doch die Regierung in Budapest hofft weiter.

Viktor Orbán und Donald Trump: Ungarn erhält nun doch keine Finanzhilfen aus den USA in Höhe von 20 Milliarden Dollar

Ungarn erhält doch keine Finanzhilfen aus den USA. Beide Seiten hätten vielmehr vereinbart, Gespräche über eine neue Form der finanziellen Zusammenarbeit aufzunehmen, teilte Ungarns Außenminister Péter Szijjártó mit.

Er reagierte damit auf ein Interview von US-Präsident Donald Trump mit dem Magazin »Politico« , in dem dieser eine angebliche Zusage von 20 Milliarden Dollar dementiert hatte. Mit Blick auf den ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán und die Zahlung sagte Trump, er »habe es ihm nicht versprochen, aber er hat mit Sicherheit danach gefragt«. Szijjártó schrieb dazu auf Facebook, bei dem Treffen sei »tatsächlich keine Einigung über 20 Milliarden Dollar erzielt worden, so wie es auch niemand behauptet hatte«.

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Orbán selbst hatte allerdings im November nach einem Treffen mit Trump in Washington gesagt, sein Land könne im Rahmen einer Vereinbarung mit den USA auf bis zu 20 Milliarden Dollar zurückgreifen.

Die Regierung des nationalkonservativen Politikers steht vor einer schwierigen Wahl im kommenden Jahr. Mit Steuererleichterungen und Lohnerhöhungen versucht sie derzeit, die Unterstützung in der Bevölkerung zu stärken.

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Ungarische Regierungsvertreter hatten erklärt, eine mögliche finanzielle Unterstützung durch die USA solle zeigen, dass Ungarn Alternativen zu EU-Geldern habe. Diese bleiben wegen eines Streits über Orbáns Rechtsstaatsreformen, die nach Ansicht von Kritikern die Demokratie untergraben, eingefroren. Trump gilt als Unterstützer von Orbáns Politik.

esw/Reuters