SpOn 12.12.2025
08:06 Uhr

Videobeweis: Abschied vom »Kölner Keller« ab 2027 in der Bundesliga


Wenn in deutschen Bundesliga-Stadien der Videobeweis zum Einsatz kommt, wird im »Kölner Keller« über Platzverweise, Elfmeter und Abseitsstellungen entschieden. Das wird sich ab 2027 ändern.

Videobeweis: Abschied vom »Kölner Keller« ab 2027 in der Bundesliga

Die Schalte in den berühmten »Kölner Keller« wird es im deutschen Profifußball bald nicht mehr geben. Den absehbaren Wechsel des Videoschiedsrichters von Köln in den DFB-Campus in Frankfurt am Main für den Sommer 2027 haben der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) auf Vorschlag der DFB Schiri GmbH bestätigt.

Ab der Bundesliga-Spielzeit 2027/2028 sollen kritische Szenen vom Video-Assist-Center (VAC) in Frankfurt überwacht werden. Bereits in der Rückrunde der Saison 2026/2027 ist ein Testbetrieb vor der offiziellen Inbetriebnahme vorgesehen. Als Begründung für den Ortswechsel nannte der DFB unter anderem die wachsenden Anforderungen sowie eine größere Fläche, die benötigt werde.

DFB erhofft sich »deutlich mehr Transparenz«

»Mit dem Umzug von Köln an den DFB-Campus wird eine vor langer Zeit geplante Idee in die Tat umgesetzt. Endlich mehr Raum, mehr Einsatz- und Schulungsmöglichkeiten, deutlich mehr Transparenz, um nur die wichtigsten Dinge zu nennen«, sagte DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann. Der VAR komme »vom Keller ans Tageslicht«.

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Seit der Saison 2017/2018 wird der Video Assistant Referee (VAR) in der Bundesliga eingesetzt, die Zweite Bundesliga folgte zwei Jahre später. Als Arbeitsplatz für Videoassistenten hatten sich die DFL und DFB von Beginn an für eine zentrale Einrichtung im Video-Assist-Center (VAC) entschieden, welches aktuell noch in Köln-Deutz stationiert ist.

Auch die Nähe zur Schiri GmbH nannte der DFB als Bonus für den Wechsel nach Frankfurt. Man erhoffe sich »vor allem einen operativen Vorsprung – mehr Parallelleistung und ein professionelleres Umfeld«. Ursprünglich hatte der DFB den Umzug von Köln nach Frankfurt schon im Sommer 2026 geplant.

bka/dpa