Nach zahlreichen Explosionen in der Hauptstadt Caracas hat Venezuela den USA einen »schweren militärischen Angriff« vorgeworfen. Der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro habe den Ausnahmezustand ausgerufen und die Mobilisierung der Bevölkerung angeordnet, hieß es am Samstag in einer Mitteilung der Regierung.
»Eine solche Aggression bedroht den Frieden und die internationale Stabilität« und bringe »das Leben von Millionen Menschen schwerwiegend in Gefahr«, hieß es in der Erklärung weiter. Ziel der USA sei »nichts anderes, als sich Venezuelas strategischer Ressourcen zu bemächtigen, insbesondere seines Erdöls und seiner Mineralien«. Die Regierung in Caracas rief den Ausnahmezustand aus und ordnete eine Mobilisierung des ganzen Landes zur Abwehr »diesen imperialistischen Angriffs« auf.
Vorausgegangen waren nächtliche Explosionen in Venezuelas Hauptstadt Caracas. Reporter berichteten von Flugzeugeinsätzen über der Stadt, in sozialen Medien kursieren Aufnahmen von Anwohnern, die Helikopter im Tiefflug zeigen. Laut der Regierung in Caracas wurden »zivle und militärische Ziele« in den Regionen Miranda, Aragua und La Guaira im Umland der Hauptstadt getroffen.
Kolumbien will Uno einschalten
Eine Reporterin des US-Senders CBS schrieb unter Berufung auf namentlich nicht genannte US-Quellen, Präsident Donald Trump habe den Angriff auf Venezuela angeordnet. Auch laut »Fox News« soll die US-Führung den Schlag autorisiert haben. Allerdings stand eine offizielle Stellungnahme des Weißen Hauses und des US-Militärs weiter aus. Trump hatte Maduro kürzlich gedroht, dass dessen Tage »gezählt« seien.
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Der Präsident des Nachbarlandes Kolumbien zeigte sich alarmiert. »In diesem Moment wird Caracas bombardiert. Alarm an alle: Venezuela wurde angegriffen. Sie beschießen es mit Raketen«, schrieb Staatschef Gustavo Petro auf der Plattform X. »Die Organisation Amerikanischer Staaten und die Vereinten Nationen sollten sofort zusammentreten», forderte er.
Der Konflikt zwischen den USA und Venezuela war zuletzt eskaliert. Venezuelas autoritärer Staatschef Nicolás Maduro wirft US-Präsident Donald Trump vor, einen Machtwechsel in Caracas erzwingen zu wollen.

