Caracas, Venezuela
Fahrt vorbei am Flughafen La Carlota in der venezolanischen Hauptstadt Caracas. Wenige Stunden nach dem nächtlichen Luftangriff des US-Militärs sind hier nur noch Trümmer übrig. Die Stimmung im Land nach der gewaltsamen Festnahme des Machthabers Nicolas Maduro durch US-Spezialtruppen ist ambivalent.
Ronald Galuee, Einwohner Caracas
»Es sollte eine positive Veränderung für alle Venezolaner geben.
Nach 28 Jahren dieser Politik ist es jetzt Zeit für einen Wandel in diesem Land. Jetzt müssen wir abwarten, was unsere Regierung zu sagen hat. Alles sollte jetzt schnell geschehen, um aus dieser Situation herauszukommen.«
Juan Carlos Rincon, Einwohner Caracas
»Wir sind in Gottes Hand, denn Gott ist derjenige, der alles unter Kontrolle hat. Nur er weiß, was in Venezuela passieren wird. Die Wahrheit ist, dass hinter all dem viel Manipulation steckt. Es geht nicht um eine politische Position.Wir wollendas Beste für unser Land. Wir wollen Frieden, wir wollen vorankommen, und wir wollen, dass Venezuela wie jedes andere Land das Recht hat, über sein eigenes Schicksal und seine eigene Führung zu entscheiden.«
Franklin Jimenez, Einwohner Caracas
»Wenn sie tatsächlich Maduro weggebracht haben, finde ich, dass sie das nicht hätten tun dürfen. Denn das wird einen noch schlimmeren Konflikt auslösen als den, den wir jetzt haben. Und was die Luftangriffe angeht, müssen wir tun, was die Regierungsbehörden gesagt haben. Wir müssen alle auf die Straße gehen, um unser Heimatland zu verteidigen, um uns selbst zu verteidigen.«
Doral, Florida/USA
Eindeutig positiv ist die Stimmung bei der venezolanischen Exilcommunity in Doral, Florida: Hier wird gejubelt:
Kirvin Suarez, Exil-Venezolanerin
»Heute geschieht Gerechtigkeit. Gerechtigkeit für alle Venezolaner, die unser Land verlassen haben, um zu zeigen, wer wir sind. Wir sind Kämpfer, wir sind Unternehmer, wir sind gute Menschen, aber wir wollen in unser Land zurückkehren und es wieder aufbauen, vorankommen und weiterhin die Kraft sein, die wir immer waren. Es lebe Venezuela.«
Daniel Victorio, Exil-Venezolaner
»Dies ist der Anfang vom Ende der Diktatur in Venezuela. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um Präsident Donald Trump zu danken, der sich die ganze Zeit über dafür eingesetzt hat, meinem Land Venezuela zu helfen, Hand in Hand mit Maria Corina (Machado) – um Freiheit zu erlangen.«
Wie es politisch in Venezuela weitergeht, ist völlig offen. Die US-Regierung hat bereits angekündigt, Maduro in den USA vor Gericht zu stellen.