Seit Wochen gehen US-Einheiten offensiv gegen Öltanker in der Karibik vor. Nun haben sie offenbar erneut einen Tanker in der Region geentert.
Marineinfanteristen und Matrosen hätten vor Tagesanbruch den Tanker »Veronica« beschlagnahmt, teilte das für die Region zuständige Südkommando des US-Militärs (Southcom) auf der Plattform X mit . US-Heimatschutzministerin Kristi Noem schrieb auf X, dass es sich dabei um einen sanktionierten Tanker handele, der zuvor venezolanische Gewässer durchquert und gegen eine von US-Präsident Donald Trump verhängte Blockade verstoßen habe. Laut Southcom verlief der Einsatz »ohne Zwischenfälle«.
Through #OpSouthernSpear, the Department of War is unwavering in its mission to crush illicit activity in the Western Hemisphere in partnership with @USCG through @DHSgov and @TheJusticeDept.
— U.S. Southern Command (@Southcom) January 15, 2026
In another pre-dawn action, Marines and Sailors from Joint Task Force Southern Spear,… pic.twitter.com/brxO9xXUu3
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Die USA haben in den vergangenen Wochen bereits mehrere Tanker unter ihre Kontrolle gebracht. Zuvor hatte Trump angekündigt, eine »vollständige und komplette Blockade aller sanktionierten Öltanker auf dem Weg von und nach Venezuela« zu verhängen. Seine Begründung: Das südamerikanische Land habe Öl, Land und andere Vermögenswerte von den USA gestohlen – diese müssten zurückgegeben werden.
In dem Post des Südkommandos des US-Militärs zu der jüngsten Beschlagnahmung hieß es nun: »Das einzige Öl, das Venezuela verlässt, wird Öl sein, das ordnungsgemäß und rechtmäßig koordiniert wird.«
Erst am Mittwoch hatte sich Trump zufrieden mit der aktuellen Führung Venezuelas gezeigt. Er habe ein langes Telefonat mit der geschäftsführenden Präsidentin Delcy Rodríguez gehabt, sagte der US-Präsident und nannte sie eine großartige Person.
Die US-Regierung hatte bereits zuvor deutlich gemacht, dass sie das venezolanische Ölgeschäft kontrollieren und dadurch auch Druck auf die Regierung in Caracas ausüben will. Die Blockade von Öltankern sei ein »enormer Hebel«, um politische Veränderungen in Venezuela herbeizuführen, sagte US-Außenminister Marco Rubio. Die USA hatten Anfang Januar bei einem Militäreinsatz in Caracas den autoritär regierenden Staatschef Nicolás Maduro entmachtet und gefangen genommen .
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