SpOn 14.12.2025
18:46 Uhr

Venezuela: María Corina Machado nennt Donald Trump »Champion der Freiheit«


Die US-Regierung half der venezolanischen Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado, aus Venezuela zu fliehen. Nun ist sie voll des Lobes für Präsident Trump.

Venezuela: María Corina Machado nennt Donald Trump »Champion der Freiheit«

Die venezolanische Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado hat US-Präsident Donald Trump für den harten Kurs gegen ihr Land Rückendeckung gegeben. »Ich unterstütze Präsident Trumps Strategie voll und ganz, und wir, das venezolanische Volk, sind ihm und seiner Regierung sehr dankbar«, sagte sie in der CBS-Sendung »Face the Nation« . Sie nannte Trump einen »Champion der Freiheit« der westlichen Welt.

Trumps Regierung hatte in den vergangenen Wochen und Monaten den Druck auf Venezuela und die autoritäre Regierung von Präsident Nicolás Maduro massiv erhöht.

Bislang hatten die Amerikaner vor allem Jagd auf angebliche Drogenboote gemacht. Am Mittwoch beschlagnahmte die US-Küstenwache vor der Küste Venezuelas jedoch einen Öltanker . Der autoritär regierende Präsident des südamerikanischen Landes, Nicolás Maduro, wirft den USA vor, es bei der Eskalation des Konflikts vor allem auf dieses Öl abgesehen zu haben und einen Machtwechsel in Caracas erzwingen zu wollen.

Eskalation des Konflikts

Trump rechtfertigt den Einsatz militärischer Gewalt als notwendiges Mittel im Kampf gegen organisierte Drogenkriminalität und Rauschgift schmuggelnde »Terroristen«, die eine Gefahr für die Bevölkerung der USA darstellten. Aus Sicht von Uno-Menschenrechtsexperten verstößt Trumps Regierung damit gegen das Völkerrecht.

Mehr zum Thema

Auf die Frage, ob sie weitere Blockaden oder Beschlagnahmen befürworte, sagte die Oppositionsführerin: »Wir wollen, dass alle rechtlichen Schritte durch die Strafverfolgungsbehörden unternommen werden«, nicht nur durch die USA. In dem Interview, das am Freitag in Oslo aufgezeichnet wurde, erklärte sie auch: »Maduro war derjenige, der dem venezolanischen Volk den Krieg erklärt hat.«

Gefragt danach, ob sie US-Militäraktionen begrüßen würde, sagte sie, »ich würde immer mehr Druck begrüßen, damit Maduro versteht, dass er gehen muss, dass seine Zeit abgelaufen ist«.

Trump sagte unlängst, Maduros Tage als Präsident seien gezählt. Zuletzt hatte er erneut baldige Einsätze des US-Militärs in Venezuela angedeutet.

Spektakuläre Flucht nach Oslo

Machado war kürzlich auf spektakuläre Weise aus Venezuela geflohen und nach Oslo gebracht worden: Sie soll mit einer Perücke getarnt ihr Versteck verlassen haben, zehn Stunden mit dem Auto zur Küste gefahren worden und anschließend in ein Holzboot gestiegen sein. Dieses soll sie zu einem anderen Boot gebracht haben, das sie bei hohem Wellengang 13 bis 14 Stunden zu einem geheimen Ort gefahren haben soll, von wo aus sie in ein Flugzeug nach Oslo stieg. Machado hatte danach gesagt, die US-Regierung habe ihr bei der Flucht geholfen.

Machado war nach der umstrittenen Wiederwahl des linksnationalistischen Präsidenten Nicolás Maduro im Juli 2024 untergetaucht. Zur Nobelpreisverleihung in Oslo kam sie zu spät: Ihre Tochter vertrat sie bei der Zeremonie.

Mehr zu einer möglichen Invasion der USA in Venezuela lesen Sie hier .