Donald Trump hat eine Armada in der Karibik zusammengezogen. Nun schließt er die Entsendung von Bodentruppen nach Venezuela nicht mehr aus, das berichtet unter anderem die »Washington Post«. Vor diesem Hintergrund sagte John Bolton, sein ehemaliger Sicherheitsberater, dem TV-Sender CNN: »Präsident Trump hat den Revolver auf den Tisch gelegt.«
US-Kriegsschiffe in der Karibik
Foto: US Navy / REUTERSSeit September greifen US-Streitkräfte immer wieder Boote angeblicher Drogenschmuggler in der Karibik und im Ostpazifik an. Dabei wurden bislang mindestens 83 Menschen getötet.
Die USA werfen Venezuela vor, den Drogenschmuggel in die Vereinigten Staaten zu fördern und damit die Sicherheit der Vereinigten Staaten und ihrer Bürger zu gefährden. Venezuelas linksnationalistischer Präsident Maduro vermutet dagegen US-Pläne zu seinem Sturz. Die US-Regierung sieht Maduro nicht als rechtmäßigen Präsidenten Venezuelas an.
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In Ecuador haben sich die Wähler derweil in einem Referendum gegen die Wiedereinrichtung ausländischer Militärstützpunkte in dem südamerikanischen Land ausgesprochen. Das gab Ecuadors Wahlbehörde am Sonntag bekannt. Damit verhindern die Wähler, dass die US-Streitkräfte zu einem früher von ihr genutzten Stützpunkt in der Stadt Manta an der Pazifikküste zurückkehren können. Von dort waren früher Anti-Drogen-Einsätze gestartet.
In der Stadt Manta waren ein Jahrzehnt lang US-Flugzeuge für Maßnahmen zur Drogenbekämpfung stationiert, bevor Ecuador 2008 eine neue Verfassung verabschiedete, die ausländische Stützpunkte auf seinem Territorium verbot.
Der Ausgang des Referendums ist ein herber Rückschlag für den ecuadorianischen Präsidenten Daniel Noboa, einen Unterstützer von US-Präsident Donald Trump. »Wir respektieren den Willen des ecuadorianischen Volkes«, schrieb Noboa nach Bekanntgabe der Ergebnisse im Kurzbotschaftendienst X.
Das ehemals als relativ sicher geltende Ecuador hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Drehscheibe des internationalen Drogenhandels entwickelt. Kartelle und Banden kämpfen um Reviere und um Schmuggelrouten, über die Kokain und andere Drogen aus den Nachbarländern Kolumbien und Peru unter anderem in die USA gelangen.
