US-Präsident Donald Trump hat sich offen dafür gezeigt, dass die venezolanische Friedensnobelpreisträgerin und Oppositionspolitikerin María Corina Machado eine Rolle in ihrem Land übernimmt. »Vielleicht können wir sie in irgendeiner Weise beteiligen«, sagte Trump. »Ich würde das liebend gern tun.«
Anfang Januar hatten US-Einsatzkräfte den venezolanischen Diktator Nicolás Maduro gefangengenommen und in den USA inhaftiert. Die frühere Stellvertreterin des Präsidenten, Delcy Rodríguez, übernahm die Führung des südamerikanischen Landes. Auch Oppositionsführerin Machado hatte Ansprüche auf das Präsidentenamt formuliert.
Vor Journalisten nannte Trump Machado eine »unglaublich nette Frau«, die vor einigen Tagen eine »unglaubliche Sache gemacht« habe. Damit verwies er auf den Besuch Machados im Weißen Haus am Donnerstag. Sie hatte ihre Medaille als Friedensnobelpreisträgerin an Trump überreicht. Die Nobelstiftung hatte betont, dass eine Weitergabe der Auszeichnung nicht möglich sei.
Zuvor hatte Trump betont, dass Machado nicht die nötige Unterstützung habe, um Venezuela zu führen. »Sie ist eine sehr nette Frau, aber sie flößt keinen Respekt ein«, sagte Trump und setzte bislang auf Übergangspräsidentin Rodríguez.
Möglicherweise führte die Übergabe der Friedensnobelpreismedaille zu einem Sinneswandel bei Trump. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, hatte gesagt, dass auch Machados Geste nicht zu einer anderen Einschätzung führe.
Seit einem Jahr ist Donald Trump zurück im Weißen Haus. Er regiert durch Spektakel, Geschwindigkeit und Gewalt. Doch warum er nur für ein Drittel der Bevölkerung wirklich liefert, lesen Sie in seiner Bilanz .
