Donald Trump soll mit dem venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro telefoniert haben. Dies berichtet die »New York Times« . Thema des Gesprächs sei ein mögliches Treffen gewesen.
Laut der amerikanischen Zeitung habe an dem Gespräch Ende vergangener Woche auch US-Außenminister Marco Rubio teilgenommen. Eine offizielle Bestätigung des Telefonats gab es weder vonseiten der US-Regierung noch aus Venezuela. Die »New York Times« beruft sich jedoch auch auf Personen aus Maduros Umfeld.
US-Schläge in der Karibik
Zuletzt hatten sich die Spannungen zwischen den USA und Venezuela immer weiter verschärft. Das US-Militär zieht derzeit Kräfte in der Karibik zusammen. Unter anderem kreuzt dort der größte Flugzeugträger der Welt, die »USS Gerald R. Ford«. Zahlreiche angebliche Drogenboote wurden bereits vor Lateinamerikas Küsten aus der Luft zerstört. Dabei wurden nach US-Angaben mehr als 80 Menschen getötet.
Trump wirft Maduro vor, in den illegalen Drogenhandel verwickelt zu sein, der zum Tod von US-Bürgern geführt haben soll. Laut Experten gilt Venezuela aber nicht als Produktionsland von Drogen, sondern als Transitland – vor allem für den europäischen Markt. In die USA gelangen die Drogen meist auf anderen Wegen: Das synthetische Opioid Fentanyl, das zu massiven Problemen geführt hat, wird mit Rohstoffen aus China vor allem in Mexiko hergestellt und von dort in die Vereinigten Staaten geschmuggelt.
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Venezuela und andere Länder sehen in der starken Militärpräsenz der Vereinigten Staaten eine Drohgebärde. Die autoritäre Regierung von Präsident Maduro wirft Washington vor, einen Regimewechsel in dem ölreichen Land erzwingen zu wollen. Uno-Menschenrechtsexperten sehen in dem Vorgehen der USA eine Verletzung des humanitären Völkerrechts.
