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Rainer, Anton
stv. Ressortleiter Kultur

Das Wichtigste in Kürze
- Die USA haben Venezuela angegriffen und den venezolanischen Machthaber Nicolás Maduro sowie seine Ehefrau Cilia Flores gefangen genommen.
- Beide wurden inzwischen nach New York gebracht und sollen dort wegen Drogenhandels und Terrorismus vor Gericht gestellt werden.
- US-Präsident Trump kündigte an, dass die USA nun Venezuela regieren wollten (»run the country«) und US-Firmen in die Ölindustrie des Landes einsteigen würden. Irgendwann solle es eine geordnete Machtübergabe geben.
- Örtlichen Medienberichten zufolge übernimmt Vizepräsidentin Delcy Rodríguez geschäftsführend die Führung des Landes. Der Oberste Gerichtshof in Venezuela hat sie zur Interimspräsidentin ernannt.
- Präsident Donald Trump hat in einem Interview erklärt, dass keine US-Truppen in Venezuela stationiert werden, solange die neue Übergangspräsidentin Rodríguez nach der Festnahme von Maduro »macht, was wir wollen«. Kolumbien verlegt Truppen an die Grenze zu Venezuela.
- Trump betonte außerdem die Bereitschaft zu weiteren Schritten: »Wir sind vorbereitet. Wir haben eine zweite Welle, die viel größer ist als die erste.«
- Mehrere US-Parlamentarier äußern Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Vorgehens der USA gegen Venezuela. Trump äußerte sich in einem Interview ausweichend zu der Frage, ob er vor dem Angriff die Zustimmung des US-Kongresses eingeholt hatte.
So berichtet der SPIEGEL über die Angriffe und die Folgen:
Die Bewertung: Mitten in der Nacht nehmen die USA Nicolás Maduro gefangen. Militärisch präzise, politisch riskant.
Die Chronologie: Brennende Militärstützpunkte, Hafenanlagen, Flugabwehr: Die Nacht des US-Angriffs in Videos und Karten.
Die Militäraktion: Venezuela verfügt über eine moderne Flugabwehr, dennoch war die Aktion der USA in Caracas erfolgreich. Zwei Faktoren dürften dafür entscheidend gewesen sein.
Der Hintergrund: Donald Trump hat den US-Imperialismus mit Wucht nach Lateinamerika zurückgebracht. Die große Frage ist nun, wie die Kräfte in Venezuela reagieren.
Die Reaktionen in Venezuela: Maduro ist gestürzt, sein Regime steht aber noch. Hoffnung mischt sich vor Ort mit Ungewissheit und Sorge. Die alte Regierung gibt sich kampfbereit.
Das Porträt: Wie aus dem ehemaligen Busfahrer Nicolás Maduro ein gefürchteter Autokrat wurde, der am Ende in den Fängen seines Erzfeindes USA landete.
Die Zahlen: Wie stark ist die Armee des lateinamerikanischen Landes und könnte es sich wehren? Ein Vergleich in Grafiken.
Die Chronologie: Brennende Militärstützpunkte, Hafenanlagen, Flugabwehr: Die Nacht des US-Angriffs in Videos und Karten.
Die Militäraktion: Venezuela verfügt über eine moderne Flugabwehr, dennoch war die Aktion der USA in Caracas erfolgreich. Zwei Faktoren dürften dafür entscheidend gewesen sein.
Der Hintergrund: Donald Trump hat den US-Imperialismus mit Wucht nach Lateinamerika zurückgebracht. Die große Frage ist nun, wie die Kräfte in Venezuela reagieren.
Die Reaktionen in Venezuela: Maduro ist gestürzt, sein Regime steht aber noch. Hoffnung mischt sich vor Ort mit Ungewissheit und Sorge. Die alte Regierung gibt sich kampfbereit.
Das Porträt: Wie aus dem ehemaligen Busfahrer Nicolás Maduro ein gefürchteter Autokrat wurde, der am Ende in den Fängen seines Erzfeindes USA landete.
Die Zahlen: Wie stark ist die Armee des lateinamerikanischen Landes und könnte es sich wehren? Ein Vergleich in Grafiken.
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Elisa Schwarze
Nachrichtenressort

SPD-Politiker kritisiert Merz für Venezuela-Äußerung
Dass der Bundeskanzler sich bislang nur zurückhaltend äußert, sorgt auch in den eigenen Reihen für Kritik. »Die völkerrechtliche Lage ist nicht komplex. Die Bundesregierung und die Europäische Kommission müssen diesen Völkerrechtsbruch klar benennen«, sagt der EU-Abgeordnete und SPD-Rechtsexperte René Repasi dem SPIEGEL. Wenn man es hinnehme, dass die Starken über dem Völkerrecht stehen, »ist das das Ende der regelbasierten Weltordnung und der Rückfall in das 19. Jahrhundert«. Dabei könne die Rechtsgemeinschaft Europa nicht schweigend zuschauen.
Merz hatte am Samstagabend auf X geschrieben, die »rechtliche Einordnung des US-Einsatzes« sei »komplex«. Man nehme sich Zeit, den Vorfall zu bewerten. »Zu groß ist derzeit offenbar die Sorge, man könnte den US-Präsidenten verprellen«, schreiben meine Kollegen Timo Lehmann und Christoph Schult. Ihre Analyse zu Merz' Dilemma lesen Sie hier.
Foto: Hendrik Schmidt / dpa
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Nina Ulrich
Faktencheckerin

Hintergrund: Was steckt hinter den Kokain-Schmuggel-Vorwürfen gegen Maduro?
Die US-Regierung klagt Venezuelas Machthaber Nicolás Maduro und sein Umfeld unter anderem wegen Drogenschmuggels an und bezichtigt ihn, mitverantwortlich für den Transport von »Tausenden von Tonnen« Kokain in die USA zu sein. Es ist dies bereits seit Monaten ein zentrales Argument der US-Amerikaner, um den Angriff auf die venezolanische Führung zu legitimieren. Präsident Trump rechtfertigte damit auch den Abschuss sogenannter Drogenboote vor der venezolanischen Küste.
Daten aus dem aktuellen Drogenbericht der Vereinten Nationen sowie der US-Antidrogenbehörde bestätigen diese Vorwürfe jedoch nicht. Während zuletzt Fentanyl und andere synthetische Opioide mit Abstand die meisten Drogentoten in den USA forderten – mehr als 70.000 in 2023 – starben nur etwa halb so viele Amerikaner an einer Überdosis Kokain. Zudem ist Venezuela zwar eines der Transitländer im weltweiten Kokainhandel. Der allergrößte Teil des von dort über Karibikhäfen weiterverschifften Kokains geht allerdings nicht in die USA – sondern nach Europa.
In die USA gelangt das Kokain von den produzierenden Andenländern aus hauptsächlich über Land durch Mittelamerika, wo mexikanische Drogenkartelle den Handel dominieren, sowie über den pazifischen Küstenweg. Venezuela spielt als Transitland für Kokain Richtung USA nur eine untergeordnete Rolle. Fentanyl wird hier noch weniger gehandelt: Der Großteil davon wird mit Bestandteilen aus China und Ostasien in Mexiko produziert und dann Richtung Norden transportiert.
Daten aus dem aktuellen Drogenbericht der Vereinten Nationen sowie der US-Antidrogenbehörde bestätigen diese Vorwürfe jedoch nicht. Während zuletzt Fentanyl und andere synthetische Opioide mit Abstand die meisten Drogentoten in den USA forderten – mehr als 70.000 in 2023 – starben nur etwa halb so viele Amerikaner an einer Überdosis Kokain. Zudem ist Venezuela zwar eines der Transitländer im weltweiten Kokainhandel. Der allergrößte Teil des von dort über Karibikhäfen weiterverschifften Kokains geht allerdings nicht in die USA – sondern nach Europa.
In die USA gelangt das Kokain von den produzierenden Andenländern aus hauptsächlich über Land durch Mittelamerika, wo mexikanische Drogenkartelle den Handel dominieren, sowie über den pazifischen Küstenweg. Venezuela spielt als Transitland für Kokain Richtung USA nur eine untergeordnete Rolle. Fentanyl wird hier noch weniger gehandelt: Der Großteil davon wird mit Bestandteilen aus China und Ostasien in Mexiko produziert und dann Richtung Norden transportiert.
Caracas am Morgen nach der Gefangennahme Maduros. Foto: Federico Parra / AFP
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Hallmann, Jakob

Rubio: USA zu Zusammenarbeit mit Führung Venezuelas bereit
Die USA haben sich grundsätzlich bereit erklärt, mit der verbleibenden Führung des südamerikanischen Landes zusammenzuarbeiten. Allerdings unter den Bedingungen der USA: »Wir werden alles anhand ihrer Taten beurteilen und wir werden sehen, was sie tun«, sagte US-Außenminister Marco Rubio am Sonntag dem TV-Sender CBS News. »Wenn sie nicht die richtige Entscheidung treffen, werden die Vereinigten Staaten weiterhin über mehrere Einflussmöglichkeiten verfügen.«
US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag angekündigt, die USA würden Venezuela zunächst selbst führen. Wie eine US-Verwaltung Venezuelas konkret aussehen könnte, ließ er allerdings offen.
US-Präsident Donald Trump hatte am Samstag angekündigt, die USA würden Venezuela zunächst selbst führen. Wie eine US-Verwaltung Venezuelas konkret aussehen könnte, ließ er allerdings offen.
Foto: White House Press Office / EPA
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Hallmann, Jakob

US-Verteidigungsminister lehnt Vergleich zu Irak-Invasion ab
Pete Hegseth, Verteidigungsminister unter US-Präsident Donald Trump, sieht bei dem US-Angriff auf Venezuela samt Festnahme des Staatschefs Nicolás Maduro keine Parallelen zum US-Einsatz im Irak. Auf die Frage, ob der Einsatz tatsächlich anders war als beim Intervenieren der US-Streitkräfte im Irak, sagte er beim Sender CBS News: »Es ist genau das Gegenteil. Wir haben jahrzehntelang Unsummen ausgegeben und mit Blut bezahlt, ohne wirtschaftlich etwas dafür zu erhalten.« Präsident Donald Trump habe die Spielregeln geändert.
Hegseth, der sich seit einiger Zeit als Kriegsminister bezeichnet, machte keinen Hehl aus den wirtschaftlichen Absichten der USA in Venezuela. »Wir können ihnen helfen und gleichzeitig die Vereinigten Staaten in der westlichen Hemisphäre stärken«, sagte er. Er rechtfertigte den Einsatz damit, dass Venezuela eine lange Geschichte als reiches und wohlhabendes Land gehabt habe. »Dies wurde seinen Bürgern durch eine schreckliche Führung gestohlen.«
Pete Hegseth. Foto: Alex Brandon / AP
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Rainer, Anton
stv. Ressortleiter Kultur

Europarat vergleicht Venezuela mit der Ukraine
Nach dem Sturz von Machthaber Nicolás Maduro durch die USA zeigt sich der Europarat in einer Stellungnahme besorgt. »Der Europarat weiß aus seinem Engagement in der Ukraine, wie fragil das Völkerrecht wird, sobald die Anwendung von Gewalt normalisiert wird«, erklärte Generalsekretär Alain Berset, langjähriger Schweizer Bundespräsident. Allzu oft würden »unterschiedliche Maßstäbe angelegt, die eher von strategischen Interessen oder ideologischer Nähe als von gemeinsamen und einheitlichen Rechtsgrundsätzen geprägt sind«.
»Das Völkerrecht ist universell oder es ist bedeutungslos«, betonte Berset. »Eine Welt, die von Ausnahmen, Doppelmoral oder konkurrierenden Einflusssphären geprägt ist, ist eine gefährlichere Welt«. Demokratie könne sich in Venezuela nur durchsetzen, »wenn sie von den Venezolanern selbst zurückerobert wird«. Berset ist als Generalsekretär des Europarats die Spitze einer Organisation von 46 Staaten, die sich für Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit einsetzt. Der Europarat ist nicht zu verwechseln mit den EU-Institutionen Europäischer Rat und Rat der Europäischen Union.
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Hallmann, Jakob
Nachrichtenressort

Grüne kritisieren Reaktion von Merz auf US-Angriff
Grünenfraktionschefin Katharina Dröge hat Bundeskanzler Friedrich Merz wegen seiner Reaktion auf den US-Angriff auf Venezuela scharf kritisiert. »Der Einsatz der USA ist völkerrechtswidrig. Was hindert den Bundeskanzler daran, dies klar zu benennen?«, sagte Dröge. Dass Merz sich nach langem Zögern letztlich nur zu wenigen, relativierenden Sätzen habe durchringen können, sei ein großes Problem. »Abtauchen ist in dieser Situation eine fatale Strategie, Herr Merz«, so Dröge.
Merz hatte am Samstagabend deutlich gemacht, dass er den US-Angriff auf Venezuela noch nicht rechtlich bewerten will. »Die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes ist komplex. Dazu nehmen wir uns Zeit«, teilte er mit. Grundsätzlich müssten im Umgang zwischen Staaten die Prinzipien des Völkerrechts gelten. »Jetzt darf in Venezuela keine politische Instabilität entstehen. Es gilt, einen geordneten Übergang hin zu einer durch Wahlen legitimierten Regierung zu gewährleisten.«
Merz hatte am Samstagabend deutlich gemacht, dass er den US-Angriff auf Venezuela noch nicht rechtlich bewerten will. »Die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes ist komplex. Dazu nehmen wir uns Zeit«, teilte er mit. Grundsätzlich müssten im Umgang zwischen Staaten die Prinzipien des Völkerrechts gelten. »Jetzt darf in Venezuela keine politische Instabilität entstehen. Es gilt, einen geordneten Übergang hin zu einer durch Wahlen legitimierten Regierung zu gewährleisten.«
Katharina Dröge. Foto: Lorenz Mehrlich / SZ Photo / picture alliance
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Rainer, Anton
stv. Ressortleiter Kultur

CDU-Außenpolitiker Röttgen warnt vor Trump-Aktion in Grönland
Auf welches Territorium wird US-Präsident Donald Trump als Nächstes ein Auge werfen? Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen warnt im Gespräch mit der »Rheinischen Post« vor möglichen Folgen für Grönland. »Für Europa heißt das, dass nichts dafür spricht, dass Präsident Trump seine Ankündigung, Grönland als Teil des Staatsterritoriums von Dänemark den USA einzugliedern, nicht verwirklicht«, sagte Röttgen.
»Selbst in diesem Fall verfügt Europa kaum über Machthebel. Das Wenige, was uns dann zur Seite stünde, wäre das Völkerrecht. Die Autorität des Völkerrechts im Fall Venezuela zu relativieren, liegt schon deshalb nicht im europäischen Interesse«, sagte der CDU-Politiker. »Das gilt unbeschadet der Tatsache, dass Maduro ein illegaler Präsident, Diktator und Chef eines kriminellen Kartells war.« Es sind Sätze, die auch manchen CDU-Vertretern gelten dürften: Bundeskanzler Friedrich Merz hatte den Angriff in einer ersten Stellungnahme nicht verurteilt, sondern von einer »komplexen« rechtlichen Einordnung gesprochen. Röttgen weiter: »So wie in ihrer Nationalen Sicherheitsstrategie dargelegt, betrachten die USA den amerikanischen Kontinent als ihre Domäne. Die Durchsetzung ihrer Interessen dort ist für die Regierung Trump keine Frage des Völkerrechts. Die Europäer spielen für die Regierung Trump hier keine Rolle.«
»Selbst in diesem Fall verfügt Europa kaum über Machthebel. Das Wenige, was uns dann zur Seite stünde, wäre das Völkerrecht. Die Autorität des Völkerrechts im Fall Venezuela zu relativieren, liegt schon deshalb nicht im europäischen Interesse«, sagte der CDU-Politiker. »Das gilt unbeschadet der Tatsache, dass Maduro ein illegaler Präsident, Diktator und Chef eines kriminellen Kartells war.« Es sind Sätze, die auch manchen CDU-Vertretern gelten dürften: Bundeskanzler Friedrich Merz hatte den Angriff in einer ersten Stellungnahme nicht verurteilt, sondern von einer »komplexen« rechtlichen Einordnung gesprochen. Röttgen weiter: »So wie in ihrer Nationalen Sicherheitsstrategie dargelegt, betrachten die USA den amerikanischen Kontinent als ihre Domäne. Die Durchsetzung ihrer Interessen dort ist für die Regierung Trump keine Frage des Völkerrechts. Die Europäer spielen für die Regierung Trump hier keine Rolle.«
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Hallmann, Jakob
Nachrichtenressort

Kolumbien verlegt Truppen an venezolanische Grenze
Übereinstimmenden Medienberichten zufolge hat Kolumbien seine Grenze zu Venezuela militärisch verstärkt. Die venezolanische Zeitung »El Nacional« spricht von 30.000 Soldaten entlang der mehr als 2200 Kilometer langen Grenze. Der umfangreiche Militäreinsatz soll laut kolumbianischem Verteidigungsminister Pedro Sánchez Suárez eine »koordinierte Reaktion auf die Bedrohungen in der Region« ermöglichen.
Die Bedrohung für Kolumbien gehe nicht von anderen Nationen aus, sondern vom »transnationalen Verbrechen«, das versuche, Drogen zu verbreiten und die Region zu destabilisieren, so Suárez. Er befürchte, dass Kartelle die Situation in Venezuela ausnutzen könnten. Besonders erwähnte er die kolumbianische Nationale Befreiungsarmee (ELN) sowie die venezolanische Gruppierung Tren de Aragua. Beide werden auch in den USA als Terrororganisationen eingestuft.
Das kolumbianische Militär teilte auf der Plattform X mit, dass seine Truppen eine permanente Präsenz in der nordöstlichen Gemeinde Paraguachón aufrechterhalten würden.
Die Bedrohung für Kolumbien gehe nicht von anderen Nationen aus, sondern vom »transnationalen Verbrechen«, das versuche, Drogen zu verbreiten und die Region zu destabilisieren, so Suárez. Er befürchte, dass Kartelle die Situation in Venezuela ausnutzen könnten. Besonders erwähnte er die kolumbianische Nationale Befreiungsarmee (ELN) sowie die venezolanische Gruppierung Tren de Aragua. Beide werden auch in den USA als Terrororganisationen eingestuft.
Das kolumbianische Militär teilte auf der Plattform X mit, dass seine Truppen eine permanente Präsenz in der nordöstlichen Gemeinde Paraguachón aufrechterhalten würden.
Der Grenzübergang in Paraguachón ist einer der Hauptverbindungspunkte zwischen Kolumbien und Venezuela. Das kolumbianische Militär war wegen Drogenschmuggels, illegaler Migration und Guerilla-Aktivitäten immer wieder dort präsent, nicht allerdings in dieser militärischen Stärke.
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Rainer, Anton
stv. Ressortleiter Kultur

Mehr als 40 Menschen sollen bei US-Angriffen getötet worden sein
Für die Vereinigten Staaten war der Angriff auf Venezuela aus militärischer Sicht ein Erfolg: Keine US-Streitkräfte starben, lediglich rund ein halbes Dutzend Soldaten wurden in der gesamten Operation verletzt, wie die »New York Times« berichtet. Anders sieht es jedoch auf venezolanischer Seite aus: Laut einem hochrangigen Beamten des Landes, der im selben Bericht zitiert wird, seien mindestens 40 Menschen getötet worden, darunter Militärangehörige und Zivilisten.
So wurden am Sonntag etwa Details über einen Luftangriff in Catia La Mar bekannt, westlich des Flughafens von Caracas. Dort trafen US-Streitkräfte offenbar die Außenwand eines dreistöckigen Wohngebäudes, wodurch die 80-jährige Rosa González ums Leben kam. Eine zweite Person wurde demnach schwer verletzt.
So wurden am Sonntag etwa Details über einen Luftangriff in Catia La Mar bekannt, westlich des Flughafens von Caracas. Dort trafen US-Streitkräfte offenbar die Außenwand eines dreistöckigen Wohngebäudes, wodurch die 80-jährige Rosa González ums Leben kam. Eine zweite Person wurde demnach schwer verletzt.
Zerstörte Außenwand in Catia La Mar: Tote und Schwerverletzte. Foto: Matias Delacroix / AP
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Hallmann, Jakob
Newsressort

Papst Leo XIV. fordert unabhängiges Venezuela
Der Papst hat sich besorgt über die Entwicklungen in Venezuela geäußert. Er verfolge die Lage nach dem Sturz von Präsident Nicolás Maduro durch die USA mit großer Sorge, so das katholische Kirchenoberhaupt nach dem traditionellen Angelus-Gebet auf dem Petersplatz am Sonntag. Das Wohl der Bevölkerung müsse »über jeder anderen Erwägung« stehen.
Leo XIV. forderte, die »Gewalt zu überwinden und Wege der Gerechtigkeit und des Friedens einzuschlagen«. Außerdem müssten die »Souveränität des Landes gewährleistet, der in der Verfassung verankerte Rechtsstaat gesichert und die Menschen- und Bürgerrechte eines jeden und aller respektiert« werden. Papst Leo betonte zudem, es müsse nun daran gearbeitet werden, eine »ruhige Zukunft der Zusammenarbeit, der Stabilität und der Eintracht« aufzubauen. Leo XIV. ist der erste Papst aus den USA.
Leo XIV. forderte, die »Gewalt zu überwinden und Wege der Gerechtigkeit und des Friedens einzuschlagen«. Außerdem müssten die »Souveränität des Landes gewährleistet, der in der Verfassung verankerte Rechtsstaat gesichert und die Menschen- und Bürgerrechte eines jeden und aller respektiert« werden. Papst Leo betonte zudem, es müsse nun daran gearbeitet werden, eine »ruhige Zukunft der Zusammenarbeit, der Stabilität und der Eintracht« aufzubauen. Leo XIV. ist der erste Papst aus den USA.
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Timo Schober
Wirtschaftsressort

Training in originalgetreuer Nachbildung von Maduros Unterkunft, Sprengstoff und ein Geiselvermittler des FBI – Details zum Ablauf des Einsatzes
Während sich die politischen Deutungen des US-Angriffs auf Venezuela und der Gefangennahme von Nicolás Maduro stark unterscheiden, sind sich Beobachter in einem Punkt meistens einig: Rein operativ war die Attacke höchst effizient.
Nun werden Details über die Vorbereitung und den Ablauf des US-Einsatzes in Venezuela bekannt, und wie sich die US-Spezialkräfte auf den komplexen Einsatz vorbereitet haben sollen.
Wie die »New York Times« berichtet, sollen sie den Zugriff in einem originalgetreuen Modell von Maduros Anwesen in Kentucky geübt haben. Dabei soll etwa im Fokus gestanden haben, Stahltüren in immer schnellerem Tempo zu sprengen.
Laut dem Bericht soll Maduro angesichts der sich verschärfenden Lage zwischen sechs und acht Standorten gewechselt haben. Um die Operation durchzuführen, benötigte das US-Militär die Bestätigung, dass Maduro sich tatsächlich in jenem Anwesen befand, das sie nachgebaut hatten.
Die Soldaten benutzten laut der »New York Times« Sprengstoff, um in das Gebäude zu gelangen. Das Medium zitiert einen US-Beamten, der sagte, dass die Spezialeinheiten anschließend drei Minuten benötigten, um sich durch das Gebäude zu Maduros Aufenthaltsort vorzuarbeiten. Nach insgesamt fünf Minuten meldete die Einheit Delta Force, dass sie Maduro in Gewahrsam genommen habe.
Das Militär sei auch von einem Geiselvermittler des FBI begleitet worden. Er habe bereitgestanden für den Fall, dass Maduro sich in einen Sicherheitsraum eingeschlossen oder geweigert hätte, sich zu ergeben.
Satellitenbilder von Fuerte Tiuna vor... Foto: VANTOR / REUTERS
...und nach US-Angriff: Nach fünf Minuten soll Maduro in Gewahrsam gewesen sein. Foto: VANTOR / REUTERS
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Timo Schober
Wirtschaftsressort

Bedrohlicher Grönland-Post von Ehefrau eines wichtigen Trump-Beraters
Die Menschen in Grönland dürften die Entwicklungen derzeit ganz genau verfolgen. US-Präsident Donald Trump hatte in der Vergangenheit mehrfach von seinem Interesse an der dänischen Insel gesprochen. Er stellte dabei auch eine Annexion in den Raum.
Nun hat Katie Miller in diesem Zusammenhang ein brisantes Foto auf der Plattform X gepostet. Sie ist die Frau von Stephen Miller, dem stellvertretenden Stabschef im Weißen Haus und einer der wichtigsten politischen Berater Trumps. Er soll eine treibende Kraft hinter den Grönland-Fantasien Trumps sein.
Das Bild zeigt die Umrisse Grönlands in den Farben der US-Flagge. Über dem Bild steht in Großbuchstaben geschrieben »SOON« (zu deutsch: bald). Grönland und Dänemark lehnen eine Annexion entschieden ab. Mehr dazu erfahren Sie hier.
Nun hat Katie Miller in diesem Zusammenhang ein brisantes Foto auf der Plattform X gepostet. Sie ist die Frau von Stephen Miller, dem stellvertretenden Stabschef im Weißen Haus und einer der wichtigsten politischen Berater Trumps. Er soll eine treibende Kraft hinter den Grönland-Fantasien Trumps sein.
Das Bild zeigt die Umrisse Grönlands in den Farben der US-Flagge. Über dem Bild steht in Großbuchstaben geschrieben »SOON« (zu deutsch: bald). Grönland und Dänemark lehnen eine Annexion entschieden ab. Mehr dazu erfahren Sie hier.
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Kim Staudt
Newsressort
US-Einsatz sei monatelang geplant worden
Nach Angaben von Dan Caine, des Vorsitzenden des Generalstabs des US-Militärs, seien der Operation Monate der Vorbereitung vorausgegangen: Nachrichtendienste hätten über Monate daran gearbeitet, »Maduro zu finden und nachzuvollziehen, wie er sich bewegte, wo er lebte, was er aß, was er trug und welche Haustiere er hatte«.
Seit Weihnachten hätten die Streitkräfte auf den Einsatz gewartet. »Entscheidend war es, den richtigen Tag zu wählen, um das Risiko für Zivilisten zu minimieren, den Überraschungsmoment zu maximieren und den Schaden für die angeklagten Personen gering zu halten, damit sie vor Gericht gestellt werden können«, so Caine. Mehr dazu lesen Sie hier.
Seit Weihnachten hätten die Streitkräfte auf den Einsatz gewartet. »Entscheidend war es, den richtigen Tag zu wählen, um das Risiko für Zivilisten zu minimieren, den Überraschungsmoment zu maximieren und den Schaden für die angeklagten Personen gering zu halten, damit sie vor Gericht gestellt werden können«, so Caine. Mehr dazu lesen Sie hier.
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Kim Staudt
Newsressort
Leseempfehlung: Wilde Weltpolitik – Die Lage am Sonntag
In seiner »Lage am Sonntag« schreibt Chefredakteur Dirk Kurbjuweit zum US-Angriff auf Caracas:
»Auch wenn das für die verarmte Bevölkerung Venezuelas wahrscheinlich besser wäre, ist es nicht Sache der USA, militärisch für einen Wechsel zu sorgen. Damit wird nun endgültig das Recht des Stärkeren in der Weltordnung etabliert, ganz sicher zur Freude von Wladimir Putin, der sich nun in gewisser Weise bestätigt fühlen darf: Warum soll er die Ukraine nicht überfallen dürfen, wenn die USA Venezuela überfallen?« Den ganzen Text lesen Sie hier.
»Auch wenn das für die verarmte Bevölkerung Venezuelas wahrscheinlich besser wäre, ist es nicht Sache der USA, militärisch für einen Wechsel zu sorgen. Damit wird nun endgültig das Recht des Stärkeren in der Weltordnung etabliert, ganz sicher zur Freude von Wladimir Putin, der sich nun in gewisser Weise bestätigt fühlen darf: Warum soll er die Ukraine nicht überfallen dürfen, wenn die USA Venezuela überfallen?« Den ganzen Text lesen Sie hier.
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Kim Staudt
Newsressort
Das ist Maduros Nachfolgerin Delcy Rodríguez
Nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch US-Spezialkräfte rückt seine Stellvertreterin Delcy Rodríguez an der Spitze der Regierung. Der Oberste Gerichtshof ernannte sie am Samstagabend zur Interimspräsidentin. Ein paar Fakten zur 56-jährigen Politikerin:
- Rodríguez wurde am 18. Mai 1969 in Caracas geboren. Sie ist die Tochter des linksgerichteten Guerillakämpfers Jorge Antonio Rodríguez. Dieser gründete in den Siebzigerjahren die revolutionäre Partei Liga Socialista.
- Die Juristin ist Absolventin der Universidad Central de Venezuela.
- Maduro bezeichnete Rodríguez wegen ihrer unnachgiebigen Verteidigung seiner Regierung als »Tigerin«.
- Sie arbeitet eng mit ihrem Bruder Jorge Rodríguez zusammen, dem Präsidenten der Nationalversammlung.
Delcy Rodríguez. Foto: Juan Barreto / AFP
Rodríguez stieg im vergangenen Jahrzehnt politisch schnell auf.
- 2013 bis 2014 war sie Kommunikations- und Informationsministerin.
- Von 2014 bis 2017 war sie Außenministerin. In dieser Zeit versuchte sie, sich nach dem Ausschluss Venezuelas aus dem Handelsblock Mercosur Zutritt zu einem Gipfeltreffen in Buenos Aires zu verschaffen. Dabei soll sie von Polizisten geschlagen worden sein.
- Im Jahr 2017 leitete sie die verfassungsgebende Versammlung, die Maduros Machtbefugnisse erweiterte.
- Im Juni 2018 wurde sie zur Vizepräsidentin ernannt. Maduro beschrieb sie bei der Bekanntgabe auf der Plattform X als »eine junge, mutige, erfahrene Frau, Tochter eines Märtyrers, Revolutionärin und in tausend Schlachten erprobt«.
- Sie wurde 2024 zudem zur Finanz- und Ölministerin ernannt. Das machte sie zu einer Schlüsselfigur in der venezolanischen Wirtschaftspolitik und verschaffte ihr großen Einfluss auf den geschwächten Privatsektor des Landes. Mit wirtschaftspolitischen Maßnahmen versuchte sie, die Hyperinflation zu bekämpfen.
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Kim Staudt
Newsressort
Leseempfehlung: Militärisch präzise, politisch riskant – die Analyse zur US-Operation
Mitten in der Nacht nehmen die USA Nicolás Maduro gefangen. Doch statt eines Plans für eine geordnete Machtübernahme präsentiert Donald Trump eine Überraschung – und brüskiert Friedensnobelpreisträgerin Machado. Die ganze Analyse von US-Korrespondentin Britta Kollenbroich lesen Sie hier.
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Kim Staudt
Newsressort
Brasilien: USA haben »inakzeptable Grenze« überschritten
Der linksgerichtete brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat am Samstag den US-Angriff und die Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro als »ernsthafte Verletzung der Souveränität Venezuelas« angeprangert. »Die Bombenangriffe auf venezolanisches Staatsgebiet und die Gefangennahme seines Präsidenten überschreiten eine inakzeptable Grenze« und bedrohten »den Erhalt der Region als Friedensgebiet«, erklärte Lula auf der Plattform X.
Lula forderte die internationale Gemeinschaft auf, über die Vereinten Nationen »energisch« auf die Angriffe zu antworten. Die US-Bombardements »erinnern an die schlimmsten Momente der Einmischung in die Politik Lateinamerikas und der Karibik«, kritisierte der brasilianische Staatschef.
Luiz Inácio Lula da Silva. Foto: Adriano Machado / REUTERS
Lula war während seiner ersten Amtszeit von 2003 bis 2010 ein wichtiger Verbündeter des damaligen venezolanischen Staatschefs Hugo Chávez (1999-2013), dem Mentor Maduros. Die Beziehung Lulas zu Maduro, der nach dem Tod von Chávez 2013 Präsident wurde, verschlechterte sich in den vergangenen Jahren aufgrund der international umstrittenen Wahlen in Venezuela. Die Wiederwahl Maduros 2024 erkannte Lula nicht an.
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Kim Staudt
Newsressort
Leseempfehlung: Die Nacht des US-Angriffs in Videos und Karten
In der Nacht zu Samstag haben die USA Venezuela angegriffen und Nicolás Maduro sowie seine Ehefrau Cilia Flores gefangen genommen.
Laut Videos in den sozialen Medien und Augenzeugenberichten konzentrierten sich die Luftangriffe auf strategisch wichtige Ziele in der Nähe der Hauptstadt Caracas: den wichtigsten Militärstützpunkt des Landes, einen Luftwaffenstützpunkt sowie den wichtigsten Seehafen Venezuelas. Lesen Sie hier die Chronologie.
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Kim Staudt
Newsressort
China verurteilt Gefangennahme und verlangt Freilassung von Maduro und Ehefrau
China fordert die USA auf, Nicolás Maduro und dessen Frau Cilia Flores umgehend freizulassen. Die Lage in Venezuela solle durch Dialog und Verhandlungen gelöst werden, erklärt das Außenministerium in Peking in einer Stellungnahme auf seiner Website. Es verurteilt die Gefangennahme des Ehepaars als Verstoß gegen das Völkerrecht und fordert die USA dazu auf, die persönliche Sicherheit von Maduro und seiner Frau zu gewährleisten.
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Leppin, Jonas
Newsdesk

Keine Truppen, wenn Rodríguez »macht, was wir wollen«
Präsident Donald Trump hat in einem Interview mit der »New York Post« erklärt, dass keine US-Truppen in Venezuela stationiert werden, solange die Vizepräsidentin – und inzwischen neue Übergangspräsidentin – Delcy Rodríguez nach der Festnahme von Maduro »macht, was wir wollen«. Trump präzisierte dies unmittelbar nach einer Pressekonferenz, auf der er angekündigt hatte, die USA würden das Land bis zum demokratischen Übergang »führen«.
Diese Aussage hatte zu Spekulationen über eine Besatzung geführt. Auf Nachfrage, ob US-Soldaten das Land mitverwalten würden, sagte Trump: »Nein, wenn die Vizepräsidentin tut, was wir wollen, müssen wir das nicht.« Der US-Präsident betonte außerdem die Bereitschaft zu weiteren Schritten: »Wir sind vorbereitet. Wir haben eine zweite Welle, die viel größer ist als die erste.«
Diese Aussage hatte zu Spekulationen über eine Besatzung geführt. Auf Nachfrage, ob US-Soldaten das Land mitverwalten würden, sagte Trump: »Nein, wenn die Vizepräsidentin tut, was wir wollen, müssen wir das nicht.« Der US-Präsident betonte außerdem die Bereitschaft zu weiteren Schritten: »Wir sind vorbereitet. Wir haben eine zweite Welle, die viel größer ist als die erste.«
Donald Trump. Foto: Nicole Combeau / EPA
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Leppin, Jonas
Newsdesk

Starlink versorgt Venezuela kostenlos mit Internet
Der Satelliten-Internetanbieter Starlink von Elon Musk hat angekündigt, dass er den Menschen in Venezuela bis zum 3. Februar kostenlosen Breitband-Internetzugang bereitstellt. Diese Initiative erinnert an Starlinks Rolle im Ukrainekrieg, wo das Satellitennetz seit 2022 entscheidend für die Kommunikation der ukrainischen Streitkräfte und Zivilisten ist. Und es unterstreicht die strategische Bedeutung des Unternehmens in Krisenregionen.
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Leppin, Jonas
Newsdesk

US-Luftraumsperre über Karibik endet
Der amerikanische Verkehrsminister Sean Duffy hat auf Social Media angekündigt, dass die Einschränkungen im von den USA kontrollierten Luftraum über der Karibik um Mitternacht US-Zeit (z. B. EST, also sechs Uhr morgens deutscher Zeit) auslaufen. Diese Regelung war nach dem Einschreiten des US-Militärs in Venezuela in Kraft getreten und zwang Fluggesellschaften zu Anpassungen sowie Stornierungen von Verbindungen nach Puerto Rico, St. Lucia und Barbados.
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Leppin, Jonas
Newsdesk

Trump brüskiert Nobelpreisträgerin Machado
Venezuelas Oppositionsführerin María Corina Machado hatte nach dem US-Angriff in Venezuela von einer »Stunde der Freiheit« gesprochen. Doch US-Präsident Trump sorgte für eine politische Überraschung, indem er eine Zusammenarbeit mit der Friedensnobelpreisträgerin ausschloss. Machado sei zwar »eine nette Frau«, sie habe aber »weder die Unterstützung noch den Respekt innerhalb des Landes«, sagte Trump auf einer Pressekonferenz. Weder er selbst noch Vertreter seiner Regierung hätten seit dem Umsturz mit Machado gesprochen.
Die Äußerung löste umgehend Empörung bei Unterstützern Machados aus, die als aussichtsreichste Gegnerin Maduros galt. Die USA hatten angekündigt, nach der Absetzung Maduros einen »sicheren, ordnungsgemäßen und angemessenen Übergang« in Venezuela zu organisieren.
Die Äußerung löste umgehend Empörung bei Unterstützern Machados aus, die als aussichtsreichste Gegnerin Maduros galt. Die USA hatten angekündigt, nach der Absetzung Maduros einen »sicheren, ordnungsgemäßen und angemessenen Übergang« in Venezuela zu organisieren.
Foto: Juan Barreto / AFP
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Leppin, Jonas
Newsdesk

Maduro im New Yorker DEA-Büro, Weißes Haus postet Video
Das Weiße Haus hat über seinen offiziellen Rapid »Response«-Account auf Social Media ein Video von Nicolás Maduro veröffentlicht, das seinen Weg ins Büro der US-Drogenbehörde DEA in New York City zeigt. Maduro traf am Samstagabend US-Zeit dort ein und wurde von Beamten durch den Flur des New Yorker DEA-Departments eskortiert. Dabei waren seine Hände gefesselt. Im Video sagt Maduro auf Englisch zu den Anwesenden: »Good night and Happy New Year.« Der Beitrag ist überschrieben mit »Perp Walked« und verweist auf die typische Art, wie in den USA Straftäter abgeführt werden.
Foto: REUTERS
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Leppin, Jonas
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Experten dämpfen Hoffnung auf schnellen Ölboom in Venezuela
Trotz der Versprechen von US-Präsident Donald Trump dürfte es nach Einschätzung von Experten Jahre dauern, bis die Ölförderung in Venezuela wieder nennenswert ansteigt. Auch wenn US-Konzerne die von Trump in Aussicht gestellten Milliarden investieren würden, stünden dem eine marode Infrastruktur, Sicherheitsbedenken und politische Instabilität entgegen.
»Für Amerikas Ölkonzerne gibt es wenig Anreiz, in Venezuela im großen Stil zu bohren«, sagt Robert Kaufmann, Ölmarktforscher und Professor an der Boston University, dem SPIEGEL. »Die internationalen Rohölmärkte sind mehr als ausreichend versorgt, das OPEC-Kartell sitzt auf großen ungenutzten Kapazitäten, und die Preise sind spürbar gefallen. Die Welt braucht kein zusätzliches Öl aus Venezuela.« Zudem müssten erst die Sanktionen aufgehoben und die Gesetze des Landes geändert werden, um ausländische Investitionen zu ermöglichen.
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Leppin, Jonas
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Amerikaner protestieren in Chicago und Washington gegen US-Angriff
Am Samstagabend US-Zeit gingen in Chicago und Washington Hunderte gegen den Venezuela-Einsatz auf die Straße. Die »New York Times« berichtet von Protesten auf der Federal Plaza in Chicago, wo bei Einbruch der Dunkelheit Plakate mit Parolen wie »Kein Blut für Öl« und »Hände weg von Lateinamerika« zu sehen waren. Demonstranten bezeichneten die Operation gegen Präsident Nicolás Maduro als imperialen Akt ohne Kongress-Zustimmung und Wählermandat. Viele misstrauen den wahren Motiven des Weißen Hauses. »Wenn Maduro nicht legitim gewählt wurde, dürfen wir das nicht entscheiden«, sagte die 51-jährige Adela Cruz der Zeitung. »Es wirkt wie ein Vorwand für Öl.«
Foto: Tyronne Siu / REUTERS
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Leppin, Jonas
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Delcy Rodríguez neue Interimspräsidentin von Venezuela
Die Verfassungskammer des Obersten Gerichtshofs von Venezuela hat Vizepräsidentin Delcy Rodríguez zur neuen Interimspräsidentin ernannt. Rodríguez solle das Amt übernehmen, um die »Kontinuität der Verwaltung und die umfassende Verteidigung der Nation« zu gewährleisten, hieß es in der Gerichtsentscheidung. Das Gericht kündigte zudem an, über die »rechtlichen Grundlagen« zu beraten, um die staatliche Kontinuität nach der Gefangennahme des Präsidenten zu sichern.
Foto: Pedro Mattey / AFP
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Leppin, Jonas
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Venezuelas Außenminister sieht Frieden in Lateinamerika gestört
Der venezolanische Außenminister Yvan Gil wirft den USA vor, mit ihrem Einsatz den Frieden in Lateinamerika empfindlich beeinträchtigt zu haben. »Der Frieden in Lateinamerika wurde durch diese Aktion gestört«, erklärte er gegenüber der russischen Nachrichtenagentur Ria Nowosti. Mit der Aussage reagiert Gil direkt auf die Attacke der USA und die Gefangennahme von Nicolás Maduro.
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Leppin, Jonas
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Maduro zunächst zur US-Antidrogenbehörde DEA gebracht
US-Medien berichten, dass Maduro nach seiner Ankunft in New York übergangsweise in die Büros der US-Antidrogenbehörde DEA gebracht wurde. Im Anschluss soll er in die berüchtigte Haftanstalt Metropolitan Detention Center im New Yorker Stadtteil Brooklyn eingeliefert werden. Dort saß auch der wegen zahlreicher sexueller Übergriffe angeklagte US-Rapper Sean »Diddy« Combs in Untersuchungshaft. Nach Angaben des US-Justizministeriums soll Venezuelas Präsident zu einem nicht näher definierten Zeitpunkt vor Gericht gestellt werden.
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Leppin, Jonas
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Peru will nach Maduro-Gefangennahme Rückkehr von Venezolanern erleichtern
Peru will die sofortige Rückkehr von Venezolanern ermöglichen. Dies gelte unabhängig von deren Einwanderungsstatus, teilt Präsident Jose Jeri auf der Plattform X mit. Außerdem kündigte Jeri an, die militärische Präsenz an den Grenzen zu verstärken, um Sicherheit zu gewährleisten. In Nachbarländern wie Ecuador feiern unterdessen Exil-Venezolaner die Entwicklung. Eine Demonstrantin in Quito spricht laut Nachrichtenagentur Reuters von einer »ungeheuren Freude«.
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Leppin, Jonas
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Bei US-Militäreinsatz in Venezuela starben nach Angaben von Trump viele Kubaner
Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump sind bei dem US-Militäreinsatz in Venezuela »viele« kubanische Staatsbürger getötet worden. »Viele Kubaner haben letzte Nacht ihr Leben verloren«, sagte Trump in einem Interview mit der »New York Post«. »Sie haben Maduro beschützt. Das war kein guter Zug«, fügte der US-Präsident hinzu. Bereits im November gab es entsprechende Berichte, dass Maduro seine persönlichen Sicherheitsvorkehrungen verschärft hatte. Die »Financial Times« berichtete, dass der Machthaber demnach seit Langem auf kubanische Leibwächter setzt.
Trump sagte weiter: »Kuba war immer sehr abhängig von Venezuela. Von dort bekamen sie ihr Geld, und sie haben Venezuela beschützt, aber in diesem Fall hat das nicht so gut funktioniert.« Nähere Angaben zur Zahl der mutmaßlich Getöteten machte Trump jedoch nicht. Die USA deuteten zuvor bereits an, dass sie sich im Rahmen ihrer regionalen Strategie als Nächstes mit Kuba beschäftigen könnten. Außenminister Marco Rubio sagte: »Wenn ich die kubanische Regierung in Havanna wäre, wäre ich besorgt.«
Trump sagte weiter: »Kuba war immer sehr abhängig von Venezuela. Von dort bekamen sie ihr Geld, und sie haben Venezuela beschützt, aber in diesem Fall hat das nicht so gut funktioniert.« Nähere Angaben zur Zahl der mutmaßlich Getöteten machte Trump jedoch nicht. Die USA deuteten zuvor bereits an, dass sie sich im Rahmen ihrer regionalen Strategie als Nächstes mit Kuba beschäftigen könnten. Außenminister Marco Rubio sagte: »Wenn ich die kubanische Regierung in Havanna wäre, wäre ich besorgt.«
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Leppin, Jonas
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Selenskyj erklärte, die USA wüssten, wie mit Diktatoren umzugehen ist
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den US-Angriff auf Venezuela und die Festnahme des gestürzten Staatschefs Nicolás Maduro als wegweisend gelobt, wie mit »Diktatoren« umzugehen ist. »Wenn man mit Diktatoren so umgehen kann, dann wissen die Vereinigten Staaten von Amerika, was sie als Nächstes tun müssen«, sagte Selenskyj ukrainischen Medien zufolge in Kyjiw vor Journalisten.
Demnach ließ der Kontext der Äußerung darauf schließen, dass Selenskyj den Kremlchef Wladimir Putin im Blick hatte, ohne ihn namentlich zu erwähnen. Auf einer Pressekonferenz mit US-Präsident Donald Trump in Florida meinte zuvor Außenminister Marco Rubio, dass die Operation gegen Maduro eine Warnung auch für andere in der Welt sei, dass Amerika ernst zu nehmen sei.
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Leppin, Jonas
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Venezuelas Ölexporte offenbar lahmgelegt
Die Ölexporte Venezuelas liegen nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters brach. Bei Hafenkapitänen gehen keine Anträge ein, das Auslaufen beladener Schiffe zu genehmigen, sagen demzufolge vier mit den Vorgängen vertraute Personen. Mehrere für die USA und Asien bestimmte Tanker sind nicht ausgelaufen, während andere, die auf eine Beladung gewartet hatten, die Häfen leer verlassen haben, wie aus Branchendaten hervorgeht. Im wichtigsten Ölhafen Jose werden dem Dienst TankerTrackers.com zufolge keine Schiffe beladen. Ein vollständiger Exportstopp könnte zu Förderkürzungen führen, da die Lager voll sind. Die staatliche Ölgesellschaft PDVSA und ihr Partner Chevron äußern sich zunächst nicht.
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Sabrina Knoll
Newsdesk
Flugzeug mit venezolanischem Präsidenten in New York gelandet
Der gefangengenommene Nicolás Maduro ist Medienberichten zufolge in die USA überführt worden. Mehrere Medien berichteten, dass ein Flugzeug mit Maduro und seiner Ehefrau Cilia Floresan an Bord im US-Bundesstaat New York gelandet sei. Maduro soll dort vor Gericht gestellt werden, unter anderem wegen des Vorwurfs des »Drogenterrorismus«.
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Sabrina Knoll
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Haben die USA gegen das Völkerrecht verstoßen?
Ja, sagt der Jurist Kai Ambos dem WDR: »Es ist völkerrechtswidrig, weil es eigentlich nur zwei Rechtfertigungsgründe für Anwendung militärischer Gewalt gibt.« Dies seien entweder Selbstverteidigung oder ein Mandat der Vereinten Nationen. Venezuela habe aber die USA nicht angegriffen, auch durch Drogenschmuggel sei dies nicht der Fall. Eine Autorisierung durch den Uno-Sicherheitsrat gebe es ebenfalls nicht: »Es gibt keinen erdenklichen Grund, aus völkerrechtlicher Sicht diese Gewaltanwendung zu rechtfertigen.«
Ähnlich äußerte sich die Professorin der Notre Dame Law School im US-Bundesstaat Indiana, Mary Ellen O'Connell. Sie sprach von Kidnapping. »Die Charta der Vereinten Nationen macht sehr deutlich, dass es nur sehr wenige Fälle gibt, in denen ein Land das Recht hat, militärische Gewalt auf dem Territorium eines anderen Landes anzuwenden«, sagte O'Connell dem Sender NBC. »Und es hat niemals das Recht, dies zu tun, um eine Person vor seine Gerichte zu stellen.«
Ähnlich äußerte sich die Professorin der Notre Dame Law School im US-Bundesstaat Indiana, Mary Ellen O'Connell. Sie sprach von Kidnapping. »Die Charta der Vereinten Nationen macht sehr deutlich, dass es nur sehr wenige Fälle gibt, in denen ein Land das Recht hat, militärische Gewalt auf dem Territorium eines anderen Landes anzuwenden«, sagte O'Connell dem Sender NBC. »Und es hat niemals das Recht, dies zu tun, um eine Person vor seine Gerichte zu stellen.«
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Sabrina Knoll
Newsdesk
Uno-Sicherheitsrat setzt US-Angriff auf die Agenda
Der Uno-Sicherheitsrat wird sich am Montag mit dem US-Angriff auf Venezuela befassen. Dessen Nachbarland Kolumbien habe mit Unterstützung von Russland und China das Treffen beantragt, sagten Diplomaten der Nachrichtenagentur Reuters zufolge. Der venezolanische Uno-Botschafter Samuel Moncada schrieb demnach an den Uno-Sicherheitsrat, die USA führten einen »kolonialen Krieg«, der darauf abziele, »eine Marionettenregierung« zu installieren, die die »Plünderung« von Venezuelas Ölreserven und anderer Ressourcen ermögliche.
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Sabrina Knoll
Newsdesk
Netanyahu gratuliert Trump
Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu lobt US-Präsident Trump für den US-Angriff in Venezuela und die Gefangennahme von Präsident Maduro. »Herzlichen Glückwunsch, Präsident Donald Trump, für Ihre mutige und historische Führungsrolle im Namen von Freiheit und Gerechtigkeit«, schreibt Netanyahu auf X. Er sei voller Hochachtung für das entschlossene Handeln der USA und den brillanten Einsatz der mutigen Soldaten, fügte er hinzu. Maduro war ein enger Verbündeter von Israels Erzfeind Iran.
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Malte Göbel
Nachrichtenressort
US-Demokraten kritisieren Trumps »illegalen Krieg für Regimewechsel und Öl« und werfen ihm Lüge vor
Führende Vertreter der oppositionellen US-Demokraten werfen der Regierung von Präsident Donald Trump vor, sie über die Pläne für den Militäreinsatz in Venezuela belogen zu haben.
- In Gesprächen mit Kongressabgeordneten habe Trumps Regierung wiederholt bestritten, einen Regimewechsel in Venezuela anzustreben, erklärt die Senatorin Jeanne Shaheen, die führende Demokratin im Auswärtigen Ausschuss des Senats. Die Regierung habe das Volk und seine gewählten Vertreter in die Irre geführt.
- »Die Regierung hat den Kongress belogen und einen illegalen Krieg für einen Regimewechsel und Öl vom Zaun gebrochen«, erklärt der demokratische Abgeordnete Don Beyer aus Virginia auf X.
- Der demokratische Abgeordnete Seth Moulton aus Massachusetts sagt dem Sender CNN: »Als wir über Venezuela unterrichtet wurden, fragten wir: Werden Sie in das Land einmarschieren? Uns wurde Nein gesagt. Planen Sie, Bodentruppen zu entsenden? Uns wurde Nein gesagt. Beabsichtigen Sie einen Regimewechsel in Venezuela? Uns wurde Nein gesagt. Wir wurden einfach komplett belogen.«
Trump hatte zuvor erklärt, er habe das US-Parlament nicht über den Einsatz informiert, damit die Pläne nicht an die Öffentlichkeit gelangen. »Der Kongress neigt dazu, Informationen durchsickern zu lassen«, sagte Trump.
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Malte Göbel
Nachrichtenressort
Macron plädiert für demokratischen Übergang
Der französische Präsident Emmanuel Macron plädiert für einen von Oppositionsführer Edmundo González Urrutia geführten Machtwechsel in Venezuela. Der bevorstehende Übergang müsse friedlich und demokratisch sein, schreibt Macron auf X. »Wir hoffen, dass Präsident Edmundo González Urrutia, der 2024 gewählt wurde, diesen Übergang so schnell wie möglich sicherstellen kann.« Macron erklärt zudem, er sei mit Partnern in der Region im Gespräch.
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Malte Göbel
Nachrichtenressort
Hunderte protestieren in Berlin gegen US-Einsatz in Venezuela
Mehrere Hundert Menschen haben in Berlin gegen den US-Angriff auf Venezuela protestiert. Die Demonstrantinnen und Demonstranten am Brandenburger Tor forderten, die Bundesregierung und die Vereinten Nationen sollten die Militäraktion offiziell verurteilen und sich für die Freilassung des von US-Kräften entführten venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro einsetzen.
»Hände weg von Venezuela«, stand auf einem Banner. Zu sehen waren vor allem Plakate linker Gruppen. Eine der Teilnehmerinnen sagte, sie »finde es einfach unmöglich, dass jemand ein fremdes Land überfällt und den Präsidenten entführt und bei sich vor Gericht stellt«. Ein Demonstrant sagte, er sei schockiert über die Gewalt, die gerade von den USA gegen andere Staaten ausgehe.
Foto: Sven Kaeuler/dpa
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Malte Göbel
Nachrichtenressort
Vizepräsidentin Rodríguez will Venezuela gegen die USA verteidigen
Die venezolanische Vizepräsidentin Delcy Rodríguez hat die USA aufgefordert, den gefangen genommenen Präsidenten Nicolás Maduro freizulassen. Dieser sei der rechtmäßige Staatschef Venezuelas. Rodriguez sprach im staatlichen Fernsehen aus Caracas zusammen mit ihrem Bruder, dem Präsidenten der Nationalversammlung Jorge Rodriguez, Innenminister Diosdado Cabello und den Außen- und Verteidigungsministern.
Rodriguez rief zur Ruhe und Einheit auf, um das Land angesichts der Entführung Maduros zu verteidigen. Sie erklärte, Venezuela werde niemals die Kolonie einer anderen Nation sein, und wies damit auch Andeutungen von US-Präsident Trump zurück, der zuvor von Kontakten zu ihr berichtet hatte.
Delcy Rodriguez. Foto: PEDRO MATTEY / AFP
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Malte Göbel
Nachrichtenressort
Bundeskanzler Merz: Maduro hat Venezuela »ins Verderben geführt«
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes in Venezuela als »komplex« bezeichnet. Grundsätzlich müssten »im Umgang zwischen Staaten die Prinzipien des Völkerrechts gelten«, betonte Merz. Gleichzeitig sei Nicolas Maduro nicht legitimer Staatschef gewesen. »Die letzte Wahl wurde gefälscht. Die Präsidentschaft haben wir – wie viele andere Staaten auf der Welt – daher nicht anerkannt.«
Zudem habe der Linksnationalist »sein Land ins Verderben geführt«. Mit »unseligen Allianzen weltweit und durch die Verstrickung Venezuelas in das Drogengeschäft« habe Maduro »eine problematische Rolle« gespielt, erklärte Merz. In Venezuela dürfe nun »keine politische Instabilität entstehen«. Merz forderte »einen geordneten Übergang hin zu einer durch Wahlen legitimierten Regierung«.
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Malte Göbel
Nachrichtenressort
US-Präsident Donald Trump hat am späten Nachmittag deutscher Zeit in den sozialen Medien ein Foto gepostet, das laut seiner Aussage Maduro an Bord der U.S.S. Iwo Jima zeigt. Auf dem Bild trägt Maduro ein graues Sweatshirt und eine Jogginghose. Seine Augen sind verbunden, seine Ohren mit Schallschutz-Kopfhörern bedeckt. Die Hände sind gefesselt, und er hat eine geöffnete Plastikflasche in der Hand. Die Botschaft des Fotos ist klar: Es ist eine Demütigung Maduros, der hier als Schwerverbrecher vorgeführt wird. Gleichzeitig ist es aber auch ein Lebenszeichen, das von venezolanischer Seite eingefordert worden war.
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Julia Amalia Heyer
US-Korrespondentin, Washington, D.C.
Trumps Doktrin: Er macht, was er will
So sieht es jetzt also aus: Die US-Regierung tut, mehr oder minder, was sie angekündigt hat. Und sie tut, das sowieso, was sie möchte. Sie verfolgt ihre Interessen – und zwar rücksichtslos. Die Souveränität anderer Staaten, das Völkerrecht oder sonstige Gepflogenheiten internationaler Ordnung spielen dabei für sie keine Rolle.
Ins Bild passt da die Nationale Sicherheitsstrategie, die vor wenigen Wochen veröffentlicht wurde: Die USA kümmern sich verstärkt um ihre direkte Nachbarschaft. Der Fokus liegt auf Lateinamerika. Die »westliche Hemisphäre« wird das genannt. Es bedeutet eine Art Wiederauflage der Monroe-Doktrin von 1823. Kurz zusammengefasst postulierte sie die Teilung der Welt in unterschiedliche Einflusssphären, etwa »Amerika den Amerikanern«, verbunden mit dem Rückzug aus europäischen Angelegenheiten.
Mit seinem Angriff auf Venezuela schreibt Donald Trump jetzt die Monroe-Doktrin mit einem eigenen Zusatz weiter, dem sogenannten Trump-Corollary. Sinngemäß lautet diese Schlussfolgerung: Ich darf machen, was ich will, und ich mache, was ich für gutheiße.
Ins Bild passt da die Nationale Sicherheitsstrategie, die vor wenigen Wochen veröffentlicht wurde: Die USA kümmern sich verstärkt um ihre direkte Nachbarschaft. Der Fokus liegt auf Lateinamerika. Die »westliche Hemisphäre« wird das genannt. Es bedeutet eine Art Wiederauflage der Monroe-Doktrin von 1823. Kurz zusammengefasst postulierte sie die Teilung der Welt in unterschiedliche Einflusssphären, etwa »Amerika den Amerikanern«, verbunden mit dem Rückzug aus europäischen Angelegenheiten.
Mit seinem Angriff auf Venezuela schreibt Donald Trump jetzt die Monroe-Doktrin mit einem eigenen Zusatz weiter, dem sogenannten Trump-Corollary. Sinngemäß lautet diese Schlussfolgerung: Ich darf machen, was ich will, und ich mache, was ich für gutheiße.
Das ist auch die Botschaft, die mit dieser Mini-Invasion einhergeht: Es gibt für diese US-Regierung keine Grenzen. Souveräne Staaten sind nur so lange souverän, wie sie Donald J. Trump und den Seinen nicht im Weg stehen – aus welchen Gründen auch immer. Warum einen missliebigen Diktator nicht einfach bei Nacht und Nebel entführen und ihn in New York vor Gericht stellen?
Außenminister Marco Rubio, der der Architekt dieser Maduro-Entführung sein dürfte, hat es in der Pressekonferenz gesagt: Es gibt hier nur einen strong man, und der heißt Trump. Mit ihm macht man keine Spielchen. Seine Angebote, er selbst nennt sie Deals, muss man annehmen. Sonst wird man am Ende schlicht dazu gezwungen. So scheint es jetzt Maduro ergangen zu sein.
Spannend – und unklar – ist die Frage, wie es weitergeht nach diesem Trumpschen Regimechange. Wer übernimmt in Caracas? Welches Land, welcher Regent, zieht die Unbill Trumps als Nächstes auf sich? Auch diese Unklarheit, um nicht zu sagen: das Chaos, passt ins Bild – mit Detailfragen wie einer Exitstrategie befasst sich die Trump-Regierung nicht ganz so gern wie mit telegenen Großmachtsaktionen. Siehe Gazakrieg oder die mannigfaltigen Ultimaten an Putins Adresse.
Interessant ist auch die Frage, wie die Amerikaner darauf reagieren? Sehen sie das wie ihr Präsident, der sie davon überzeugen will, dass so eine Attacke unabdingbar sei für seine America-First-Strategie? Oder sehen sie das anders und sind, wie schon öfter in den vergangenen Monaten, latent genervt von einem außenpolitischen Überperformer namens Trump?
Außenminister Marco Rubio, der der Architekt dieser Maduro-Entführung sein dürfte, hat es in der Pressekonferenz gesagt: Es gibt hier nur einen strong man, und der heißt Trump. Mit ihm macht man keine Spielchen. Seine Angebote, er selbst nennt sie Deals, muss man annehmen. Sonst wird man am Ende schlicht dazu gezwungen. So scheint es jetzt Maduro ergangen zu sein.
Spannend – und unklar – ist die Frage, wie es weitergeht nach diesem Trumpschen Regimechange. Wer übernimmt in Caracas? Welches Land, welcher Regent, zieht die Unbill Trumps als Nächstes auf sich? Auch diese Unklarheit, um nicht zu sagen: das Chaos, passt ins Bild – mit Detailfragen wie einer Exitstrategie befasst sich die Trump-Regierung nicht ganz so gern wie mit telegenen Großmachtsaktionen. Siehe Gazakrieg oder die mannigfaltigen Ultimaten an Putins Adresse.
Interessant ist auch die Frage, wie die Amerikaner darauf reagieren? Sehen sie das wie ihr Präsident, der sie davon überzeugen will, dass so eine Attacke unabdingbar sei für seine America-First-Strategie? Oder sehen sie das anders und sind, wie schon öfter in den vergangenen Monaten, latent genervt von einem außenpolitischen Überperformer namens Trump?
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Malte Göbel
Nachrichtenressort
Video: Das sagt Trump über seinen Venezuela-Plan
Die USA sind gekommen, um zu bleiben, zumindest, bis eine »ordentliche Übergabe« möglich ist. Das sagte US-Präsident Trump auf einer Pressekonferenz. Er informierte auch darüber, was mit dem festgenommenen Machthaber Nicolás Maduro passieren soll.
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Malte Göbel
Nachrichtenressort
Leseempfehlung: Venezuela nach Maduros Sturz – »Wir sind voller Euphorie aufgewacht, aber auch mit Angst«
Der venezolanische Autokrat Nicolás Maduro ist gestürzt, sein Regime steht aber noch. Hoffnung mischt sich vor Ort mit Ungewissheit und Sorge. Wie geht es für die Menschen im Land weiter? Lesen Sie hier mehr darüber.
Szene aus Caracas. Foto: Ronald Pena / EPA
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Malte Göbel
Nachrichtenressort
Leseempfehlung: So ist Venezuelas Militär aufgestellt
Die USA haben in der Nacht Venezuela angegriffen. Wie stark ist die Armee des lateinamerikanischen Landes? Und könnte es sich wehren? Lesen Sie hier mehr darüber.
Foto: [M] DER SPIEGEL; Fotos: Matias Delacroix / AP, Federico Parra / AFP
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Malte Göbel
Nachrichtenressort
Trump bezweifelt, dass Machado Venezuela führen könnte
Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado soll nicht ihr Heimatland führen, findet US-Präsident Donald Trump. Die Oppositionspolitikerin habe nicht die »Unterstützung oder den Respekt« dafür, sagte Trump in der Pressekonferenz. »Sie ist eine sehr nette Frau, aber sie flößt keinen Respekt ein«, sagte Trump.
Machado hatte in einer ersten Reaktion nach der Entmachtung Maduros gefordert, den Oppositionspolitiker Edmundo González Urrutia zum Staatschef zu machen. Die »Stunde der Freiheit« für Venezuela sei gekommen, erklärte Machado, die im Dezember mit dem Friedensnobelpreis geehrt wurde, in Onlinediensten. Der ins spanische Exil geflohene González Urrutia solle »sofort« die Geschäfte des Staatschefs übernehmen.
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Mathieu von Rohr
Leiter des Auslandsressorts
Was Trump in Venezuela vorhat, bleibt unklar
Am Ende seiner Pressekonferenz bleibt offen, was Trump genau mit seiner Aussage meinte, die USA würden Venezuela vorübergehend »regieren« – bis ein »sicherer, geordneter und besonnener Übergang« möglich sei. (Auf Englisch sagte er: »run the country.«)
Trump nannte kaum Details dazu, sprach lediglich von einer »Gruppe«, die diese Aufgabe übernehmen solle. Er sprach von seinen Kabinettsmitgliedern, die hinter ihm standen und sagte, er scheue auch den Einsatz von Bodentruppen nicht.
Zugleich behauptete Trump, Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodríguez habe gegenüber Außenminister Marco Rubio gesagt, sie sei bereit, alles zu tun, was die USA für nötig hielten. Sie hatte die US-Operation jedoch zuvor im Staatsfernsehen scharf verurteilt. In der Liveübertragung war zu sehen, wie Rubio während Trumps Ausführungen zu diesem angeblichen Gespräch immer wieder zu Boden sah.
Meinte Trump also tatsächlich, dass er ein Marionettenregime einsetzen will? Meinte er, dass das bisherige Maduro-Regime künftig auf den Befehl der USA hören werde? Oder meinte er mit dem Verb »run«, das er verwendete, primär die Ölindustrie, von der er fast ausschließlich sprach?
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Oliver Imhof

Exil-Venezolaner feiern in Madrid
»Wer nicht hüpft, der ist Chavista!« In Madrid versammelten sich Hunderte Venezolaner an der Puerta del Sol, um den Sturz des ungeliebten Machthabers Maduro zu feiern. Die spanische Hauptstadt behaust eine der größten venezolanischen Exilgemeinden. Viele von ihnen stammen aus der Oberschicht des einst wohlhabenden Landes. Sie lehnen die linksnationalistische Politik von Maduro und seinem Vorgänger Hugo Chávez zu großen Teilen ab.
Video: Oliver Imhof
Foto: Oliver Imhof
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Mathieu von Rohr
Leiter des Auslandsressorts
Hat Maduros Vizepräsidentin Trump tatsächlich Gefolgschaft gelobt?
Trump behauptet: Außenminister Rubio habe mit Delcy Rodríguez, der bisherigen Vizepräsidentin Venezuelas, gesprochen. Sie habe Rubio angeblich gesagt, sie werde alles tun, was die USA verlangten.
Das kommt überraschend – denn vor Kurzem war Rodríguez noch im venezolanischen Fernsehen zu hören, wie sie die Militäraktion verurteilte. Sie sagte dort: »Wir verurteilen diese brutale und rohe Gewalt gegen unser Volk, die unschuldigen Menschen das Leben gekostet hat.« Sie sprach davon, dass diese »zu Märtyrern unseres Vaterlandes« geworden seien.
Das kommt überraschend – denn vor Kurzem war Rodríguez noch im venezolanischen Fernsehen zu hören, wie sie die Militäraktion verurteilte. Sie sagte dort: »Wir verurteilen diese brutale und rohe Gewalt gegen unser Volk, die unschuldigen Menschen das Leben gekostet hat.« Sie sprach davon, dass diese »zu Märtyrern unseres Vaterlandes« geworden seien.
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Götze, Susanne
Wissensressort
CIA-Informanten überwachten monatelang das Umfeld von Machthaber Maduro
Der US-Angriff sowie die Gefangennahme Maduros und seiner Frau hatten offenbar ein monatelanges Vorspiel. Laut der »New York Times« überwachte eine Spezialeinheit des US-Geheimdiensts CIA bereits seit August 2025 das Umfeld von Maduro. Die Mission: Informationen über Maduros Lebensgewohnheiten und Bewegungsmuster sammeln. So habe eine Quelle der CIA innerhalb der venezolanischen Regierung den Aufenthaltsort von Nicolás Maduro bis kurz vor seiner Gefangennahme überwacht. Das berichten mit der Operation vertraute Personen der US-Zeitung.
Die US-Geheimdienste lieferten demnach entscheidende Informationen, die zur Festnahme des venezolanischen Machthabers führten. Neben ihrer Quelle vor Ort setzten die US-Amerikaner zudem eine Flotte von Tarnkappendrohnen ein, die eine nahezu lückenlose Überwachung Venezuelas ermöglichten. So konnten Maduros Standort und Bewegungen in Echtzeit verfolgt werden.
Schließlich habe dann die Eliteeinheit Delta Force die Maduros am Samstagmorgen gefangen genommen, berichten mehrere US-Medien übereinstimmend. Die Truppe sorgte bereits wiederholt für Schlagzeilen – etwa 2019, als der damalige Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), Abu Bakr al-Bagdadi, in Syrien getötet wurde. Auch dort sollen Spezialkräfte der Delta Forces im Einsatz gewesen sein.
Die US-Militärpublikation military.com beschreibt die Delta Force als eine »hochselektive, streng geheime Einheit« des US-Militärs. Zusammen mit den Navy Seals zähle die Delta Force zu den am besten ausgebildeten Spezialeinsatzkräften des US-Militärs und der Welt, so die Militärzeitschrift. Laut military.com wurde die Einheit 1977 gegründet. Den Informationen zufolge war sie an einer ganzen Reihe riskanter Einsätze wie beispielsweise der Militäroperation 1993 in Somalia beteiligt, die später durch den Hollywood-Film »Black Hawk Down« bekannt wurde. 1980 sollen Delta-Force-Einheiten auch an dem gescheiterten Versuch mitgewirkt haben, Geiseln aus der US-Botschaft in Iran zu befreien.
In Kolumbien hätten Einsatzkräfte der Delta Force die Suche nach dem Drogenboss Pablo Escobar unterstützt, berichtete die »Washington Post«. Auch am Krieg in Afghanistan und an den beiden Irakkriegen soll die Einheit beteiligt gewesen sein und eine entscheidende Rolle bei der Gefangennahme des früheren irakischen Präsidenten Saddam Hussein gespielt haben, so military.com.
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Malte Göbel
Nachrichtenressort
Vielen Dank, sagt Donald Trump. Das war die letzte Frage, die Pressekonferenz ist nun beendet.
Donald Trump. Foto: Jonathan Ernst / REUTERS
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Malte Göbel
Nachrichtenressort
Und Putin? »Ich bin nicht begeistert von Putin. Er tötet zu viele Menschen«, sagt Trump
Nachfrage nach Wladimir Putin: Trump sagt, er habe den Militäreinsatz nicht mit dem russischen Machthaber besprochen. Und generell: »Ich bin nicht begeistert von Putin. Er tötet zu viele Menschen.« Er habe anfangs gedacht, der Krieg zwischen Russland und der Ukraine würde einer der am einfachsten zu lösenden Konflikte. Aber das sei nicht so. »Im vergangenen Monat wurden 30.000 Soldaten getötet. Ich werde das stoppen.« Und er bekräftigt, dass es nicht »sein« Krieg sei, sondern der von seinem Vorgänger Joe Biden. Tatsächlich hat Biden den Krieg nicht begonnen, sondern Wladimir Putin, als er 2022 in die Ukraine einmarschierte, die sich seitdem verteidigt.
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Malte Göbel
Nachrichtenressort
Ist Kuba das nächste Ziel?
Was kommt nun? Kuba sei eine scheiternde Nation, sagt Trump. Den Menschen dort gehe es sehr schlecht. Marco Rubio ergänzt: Kuba werde durch inkompetente Menschen geführt und habe mit Venezuela zusammengearbeitet und dieses quasi übernommen und kolonialisiert. Rubio sagt: »Wenn ich in Havanna wäre und in der Regierung säße, wäre ich zumindest besorgt ...«
Marco Rubio. Foto: Jonathan Ernst / REUTERS
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Malte Göbel
Nachrichtenressort
Auf die Frage nach von in der Vergangenheit von den USA unterstützten Staatsstreichen in Lateinamerika, die nicht immer positive Folgen hatten, sagt Trump: »Nicht bei mir. Wir haben eine perfekte Bilanz.«
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Mathieu von Rohr
Leiter des Auslandsressorts
Trump bekräftigt: »Eine Gruppe von Leuten« werde Venezuela führen
Auf die Frage, wie genau er seine Ankündigung wahr machen werde, »das Land zu regieren«, spricht Trump von »einer Gruppe Leute, die es regieren werden«. Sie würden »viel Geld machen« und »das Land auf den richtigen Pfad führen«. Er zeigt auf Außenminister Marco Rubio, Verteidigungsminister Pete Hegseth hinter sich und sagt, größtenteils würden »die Leute, die direkt hinter mir stehen«, vorerst Venezuela führen. All das finde gerade jetzt statt, sagt Trump.
Auf die Frage, wie lange die USA Venezuela regieren wollten, sagt Trump: »eine ganze Weile.« Denn zunächst müsse die Infrastruktur wieder aufgebaut werden.
Auf die Frage, wie lange die USA Venezuela regieren wollten, sagt Trump: »eine ganze Weile.« Denn zunächst müsse die Infrastruktur wieder aufgebaut werden.
Trump. Foto: Alex Brandon / AP
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Malte Göbel
Nachrichtenressort
Wurde der Kongress vorab informiert? Außenminister Marco Rubio wehrt ab, eine solche Militäraktion könne man nicht vorher ankündigen. Zudem sei es eine Strafverfolgungsmaßnahme gewesen, eine Festnahme, bei der das Militär die Justiz nur unterstützt habe. Trump schaltet sich ein: »Der Kongress neigt dazu, Informationen durchsickern zu lassen, und das wäre nicht gut gewesen.«
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Malte Göbel
Nachrichtenressort
Trump: »Make Venezuela great again«
Nachfragen an Donald Trump: Wie will er Venezuela nun regieren? Der US-Präsident sagt, er habe keine Angst davor, »boots on the ground« zu haben, also US-Bodentruppen vor Ort. Das sei auch vergangene Nacht so gewesen. Für die Regierung des Landes würde derzeit mit Personen gesprochen, auch mit Militärs und durch Marco Rubio mit der Vizepräsidentin. »In Venezuela gibt es viele schlechte Menschen. Diese dürfen das Land nicht weiter führen.« Trumps Ziel: »Make Venezuela great again.«
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Malte Göbel
Nachrichtenressort
Dann spricht Außenminister Marco Rubio. Maduro habe mehrere Gelegenheiten gehabt, sein Schicksal zu verhindern. Doch Maduro habe die ganze Zeit Spielchen gespielt. Dann lobt er Donald Trump: Dieser sei nun mal kein Mann, mit dem man Spielchen spielen könne. Dies sei nun in aller Welt klar. »Die Lektion sollte nach vergangener Nacht gelernt sein.«
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Malte Göbel
Nachrichtenressort
An der Operation seien 150 Fluggeräte beteiligt gewesen, sagt Caine. Die Hubschrauber seien bei ihrem Anflug beschossen worden, es habe einen Treffer gegeben, aber der Helikopter sei flugfähig geblieben. Der Zugriff, also die Gefangennahme von Nicolás Maduro und seiner Ehefrau, sei mit Drohnen und Flugzeugen überwacht worden und sehr gut verlaufen.
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Mathieu von Rohr
Leiter des Auslandsressorts
Wie will Trump Venezuela künftig »regieren«?
In seiner Pressekonferenz sagte Trump: »Wir werden das Land regieren.« Details dazu bleibt er schuldig. Wie stellt der US-Präsident sich das konkret vor?
Derzeit scheint kein US-Militär in Venezuela mehr präsent zu sein. Um das Land zu »regieren«, bräuchten die USA wohl eine Besatzungstruppe. Es ist unklar, was damit konkret gemeint ist – nach einer selbstbestimmten Demokratie klingt es jedenfalls nicht.
Wollen die USA im Land ein Marionettenregime installieren, um die Maduro-Diktatur abzulösen? Wollen sie die immensen Ölreserven des Landes unter ihre direkte Kontrolle bringen? Oder wollen sie doch freie und faire Wahlen garantieren? Und wie wollen sie das schaffen, außer mit fortgesetzter Waffengewalt?
All diese Fragen bleiben offen. Sicher ist nur: All das wäre das genaue Gegenteil dessen, was Trump stets versprochen hatte – die amerikanische Tradition der »regime changes« zu beenden. Stattdessen scheint er Gefallen am unverstellten Imperialismus gefunden zu haben.
Derzeit scheint kein US-Militär in Venezuela mehr präsent zu sein. Um das Land zu »regieren«, bräuchten die USA wohl eine Besatzungstruppe. Es ist unklar, was damit konkret gemeint ist – nach einer selbstbestimmten Demokratie klingt es jedenfalls nicht.
Wollen die USA im Land ein Marionettenregime installieren, um die Maduro-Diktatur abzulösen? Wollen sie die immensen Ölreserven des Landes unter ihre direkte Kontrolle bringen? Oder wollen sie doch freie und faire Wahlen garantieren? Und wie wollen sie das schaffen, außer mit fortgesetzter Waffengewalt?
All diese Fragen bleiben offen. Sicher ist nur: All das wäre das genaue Gegenteil dessen, was Trump stets versprochen hatte – die amerikanische Tradition der »regime changes« zu beenden. Stattdessen scheint er Gefallen am unverstellten Imperialismus gefunden zu haben.
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Malte Göbel
Nachrichtenressort
General Dan Caine, Vorsitzender des Generalstabs des US-Militärs, erklärte, die Militäroperation in Venezuela sei auf Ersuchen des Justizministeriums gestartet worden. Für die Operation »Absolute Resolve« (Absolute Entschlossenheit) habe das US-Militär den venezolanischen Machthaber Nicolás Maduro monatelang beobachtet, wo er sich aufhalte, wie er sich bewege, alles. Seit Anfang Dezember habe man auf eine Gelegenheit gewartet, den Einsatz zu starten, ohne zu viele zivile Opfer dabei zu haben. Am Vortag seien nun die Wetterverhältnisse perfekt gewesen. Auch Drohnen seien im Einsatz gewesen.
General Dan Caine. Foto: Jim Watson / AFP
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Julia Amalia Heyer
US-Korrespondentin, Washington, D.C.
Kurzer Auftritt von Verteidigungsminister Pete Hegseth, wahrscheinlich einer der am wenigsten profilierten Minister dieser Regierung. Fällt nicht aus der Rolle: wie gewohnt keinen weiteren Gedanken, rhetorisch ausschließlich tiefe Verbeugungen vor seinem Chef. Es gibt seit längerem Gerüchte, dass er seinen Posten wohl nicht halten wird können. Andererseits: jemand, der Trump so ergeben ist wie Hegseth, der hat wahrscheinlich doch Zukunft an der Seite dieses Präsidenten.
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Malte Göbel
Nachrichtenressort
»Die USA sind zurück«, sagt Verteidigungsminister Pete Hegseth. Er lobt überschwänglich US-Präsident Trump für dessen Führung und das US-Militär. Dieses sei das einzige Militär der Welt, das zu einem derartigen Einsatz fähig sei, sagt Hegseth.
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Malte Göbel
Nachrichtenressort
Die USA, eine »sicherere und stolzere Nation«
Die USA seien eine sicherere Nation und auch eine stolzere Nation als am Vortag, sagt Trump. »Oh Mann, ich habe mit so vielen Generälen zu tun gehabt!«, sagt Trump. »Mit manchen, die ich mag und mit anderen, die ich nicht so mag.« Dann ist Trump fertig.
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Malte Göbel
Nachrichtenressort
Trump erinnert an die Monroe-Doktrin, die vergessen worden sei, aber in der neuen Sicherheitsstrategie sei das anders, der »Donroe«-Doktrin. Die Monroe-Doktrin beinhaltete die Nichteinmischung der USA in Europa, aber auch den Anspruch, dass der gesamte amerikanische Kontinent Einflusssphäre der USA sei.
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Heyer, Amalia
US-Korrespondentin, Washington, D.C.
Jetzt hat Trump, der früher gern mal als Isolationist bezeichnet wurde, seinen eigenen Regime-Change fabriziert: »Wir werden das Land regieren«, bis auf Weiteres, sagt Donald Trump. Die Venezolaner will er »reich« machen, sagt er. Man darf davon ausgehen, dass Trump und sein Land, für ihn verläuft die Grenze da öfters fließend, ihren Teil vom Kuchen abbekommen wollen. Stichwort: Öl.
Hinter ihm steht Marco Rubio, sein Außenminister, wie so oft mit Pokerface. Aber er dürfte eine treibende Kraft für diesen Angriff auf Maduro gewesen sein. Und der Regime-Change in Venezuela dürfte für den Mann, Sohn kubanischer Exilanten, eine persönliche Genugtuung bedeuten.
Hinter ihm steht Marco Rubio, sein Außenminister, wie so oft mit Pokerface. Aber er dürfte eine treibende Kraft für diesen Angriff auf Maduro gewesen sein. Und der Regime-Change in Venezuela dürfte für den Mann, Sohn kubanischer Exilanten, eine persönliche Genugtuung bedeuten.
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Malte Göbel
Nachrichtenressort
Trump mäandert in gewohnter Weise von Maduro und Venezuela zur Gewalt von Gangs in US-amerikanischen Städten, wegen der er in diversen Städten einen Einsatz der Nationalgarde befohlen habe. (Tatsächlich war in den meisten betroffenen Städten die Kriminalität bereits am Sinken.) »Tiere« seien das, sagt Trump. Sie hätten Drogenhändler, Straffällige und Menschen aus psychiatrischen Einrichtungen in die USA geschleust, aber das sei jetzt vorbei, er habe die Grenze im Süden geschlossen, rühmt sich Trump. Er driftet also in gewohnte Talking Points ab und lobt sich selbst.
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Malte Göbel
Nachrichtenressort
Bezüglich des nächtlichen Angriffs auf Militäreinrichtungen in Venezuela spricht Trump von einer ersten Welle, der eine zweite Welle folgen würde, falls dies notwendig sei. Die erste Welle sei aber so stark gewesen, dass möglicherweise keine zweite Welle notwendig sei. Das US-Militär ist also weiter in Einsatzbereitschaft.
Foto: Alex Brandon / AP
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Malte Göbel
Nachrichtenressort
Maduro sei für Gewalt und Terror verantwortlich, für Unsicherheit nicht nur in den USA, sondern auch in der gesamten Region, sagt Trump. Er könne nur dem US-Militär gratulieren, dass es diese Bedrohung eliminiert habe.
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Malte Göbel
Nachrichtenressort
Maduro sei mit seiner Frau Oberhaupt eines kriminellen Netzwerks gewesen, das Drogenhandel in die USA organisiert habe, sagt Trump. Nun seien die beiden auf einem US-Kriegsschiff und würden nach New York gebracht, um ihnen den Prozess zu machen.
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Malte Göbel
Nachrichtenressort
Als nächsten Schritt kündigt Trump an, dass US-Ölfirmen sich im Land engagieren werden. Dabei würden sie viel Geld verdienen und dieses aber im Land investieren, sagt der US-Präsident. »Wir werden die Leute in Venezula reich, glücklich und sicher machen.«
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Malte Göbel
Nachrichtenressort
»Wir werden das Land regieren«, sagt Trump
Trump will offenbar die Kontrolle in Venezuela übernehmen. »Wir können nicht riskieren, dass jemand dort übernimmt, der nicht das Gute des Landes im Sinn hat.« Das US-Militär werde in Venezuela bleiben, bis ein ordnungsgemäßer Transfer der Macht möglich sei.
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Malte Göbel
Nachrichtenressort
»Wenn Sie das gesehen hätten, was ich gestern gesehen habe, wären Sie sehr beeindruckt. Ich weiß nicht, ob Sie es jemals sehen werden, aber ich habe es gesehen.« Die USA hätten nicht einen einzigen Soldaten verloren, sagt Trump. Und lobt erneut das US-Militär als bestes Militär der Welt.
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Malte Göbel
Nachrichtenressort
Trump lobt US-Militär
Donald Trump beginnt die Pressekonferenz und spricht von einer »überwältigenden« US-Militäraktion, es sei eine der beeindruckendsten Aktionen überhaupt gewesen. »Keine Nation in der Welt könnte das erreichen, was die USA gestern in kurzer Zeit erreicht haben.« Er vergleicht den Einsatz mit dem US-Eingreifen in Israels Angriff auf Iran. Das US-Militär habe in kürzester Zeit das venezolanische Militär ausgeschaltet.
Donald Trump bei der Pressekonferenz . Foto: Jonathan Ernst / REUTERS
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Malte Göbel
Nachrichtenressort
Leseempfehlung: Vom Busfahrer zum Diktator – das Ende des Nicolás Maduro
Nach mehr als zwölf Jahren an der Macht haben US-Spezialkräfte Nicolás Maduro gefangen genommen. Wie aus dem ehemaligen Busfahrer ein gefürchteter Autokrat wurde, der am Ende in den Fängen seines Erzfeindes USA landete. Lesen Sie hier mehr dazu.
Maduro im Juli 2024 in der Hauptstadt Caracas . Foto: Alfredo Lasry R / Getty Images
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Götze, Susanne
Wissensressort
»Wie in einer TV-Show«
US-Präsident Donald Trump erklärte in einem Interview bei Fox News, er habe die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro live verfolgt und den Moment erlebt »wie in einer TV-Show«. Er habe die Landung der US-Spezialkräfte und die Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro von einem Zimmer in seinem Anwesen in Mar-a-Lago in Florida aus verfolgt. »Wir waren von vielen Leuten umgeben, darunter auch Generäle, und sie wussten über alles Bescheid. Es war sehr komplex, extrem komplex, das ganze Manöver, die Landungen, die Anzahl der Flugzeuge – es war eine enorme Anzahl –, die Anzahl der Hubschrauber, verschiedene Hubschraubertypen, verschiedene Arten von Kampfjets«, so Trump.
Das Team habe »eine unglaubliche Arbeit geleistet«. Sie hätten geprobt und trainiert wie niemand zuvor, so Trump. »Es war eine erstaunliche Sache, eine erstaunliche Leistung, die diese Leute vollbracht haben. Niemand sonst hätte so etwas schaffen können.« Trump behauptete zudem, dass bei der Operation keine Amerikaner getötet worden seien. Die Spezialkräfte seien »einfach eingebrochen, sogar in Gebäude, die eigentlich nicht zugänglich waren, mit Stahltüren, die genau für solche Fälle eingebaut worden waren. Und sie wurden innerhalb von Sekunden ausgeschaltet«, sagte Trump und fügte hinzu, dass kein anderes Land der Welt zu einem solchen Manöver fähig sei.
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Götze, Susanne
Wissensressort
Auswärtiges Amt erlässt Reisewarnung für Venezuela
Das Auswärtige Amt (AA) hat aufgrund der aktuellen Ereignisse seine Einschätzung zur Sicherheitslage in Venezuela aktualisiert. »Die Lage ist derzeit noch unübersichtlich«, schreibt das Amt auf seiner Website.
Deutschen Staatsbürgern in Venezuela empfiehlt das AA, an einem sicheren Ort zu bleiben und nicht Richtung Flughafen zu fahren, solange es keine Bestätigung der Fluggesellschaft für den gebuchten Flug gibt. Reisende sollten unbedingt die Anweisungen der lokalen Sicherheitskräfte befolgen. Das Auswärtige Amt stehe »im engsten Kontakt« mit der Botschaft in Caracas.
Die Bundesregierung beobachte die Lage in dem Land »weiter mit Sorge, fortlaufend und sehr genau«, erklärte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts: »Wir rufen alle Beteiligten auf, nichts zu tun, was zu einer Zuspitzung der Lage führen könnte, und Wege zu einer politischen Beilegung zu suchen.« Dabei müssten völkerrechtliche Normen eingehalten werden.
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Malte Göbel
Nachrichtenressort
Warten auf Donald Trump
Die Pressekonferenz war für 11 Uhr Eastern Time (17 Uhr MEZ) angekündigt, aber US-Präsident Donald Trump lässt auf sich warten ...
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Julia Amalia Heyer
US-Korrespondentin, Washington, D.C.
Ob Trumps Militäraktion bei seiner Basis ankommt?
Es sieht aus, als hielte die Trump-Regierung Wort: Die Nationale Sicherheitsstrategie (NSS) der USA, die die Regierung vor wenigen Wochen veröffentlichte, scheint befolgt zu werden. Der Aufschrei in Europa war groß, ging es doch – für die Europäer – vor allem um ungerechtfertigte Kritik am Alten Kontinent. Worum es aber auch ging: über den neuen alten Fokus auf die »Westliche Hemisphäre«, also den unmittelbaren Einflussbereich der USA. Gemeint ist vorwiegend Lateinamerika. Der nationale Sicherheitsplan räumt der westlichen Hemisphäre Priorität ein – z. B. gegenüber Europa.
Das bedeutet, die USA und ihr »direkter Sicherheitsbereich«, sollen geschützt werden, vorrangig vor den Einflüssen aus der unmittelbaren Nachbarschaft: Massenimmigration, Drogenschmuggel. Es geht also um regionale Stabilität, weniger um internationale. Damit will Trump seinen America-First-Ansatz bekräftigen.
Spannend wird sein, ob seine Make-America-Great-Again-Basis das auch so sieht. Der Großteil seiner Anhänger will keine Kriege auf fremdem Terrain und interessiert sich herzlich wenig für einen venezolanischen Diktator, der durch eine filmreife Entführung in New York vor Gericht gestellt werden soll.
Das bedeutet, die USA und ihr »direkter Sicherheitsbereich«, sollen geschützt werden, vorrangig vor den Einflüssen aus der unmittelbaren Nachbarschaft: Massenimmigration, Drogenschmuggel. Es geht also um regionale Stabilität, weniger um internationale. Damit will Trump seinen America-First-Ansatz bekräftigen.
Spannend wird sein, ob seine Make-America-Great-Again-Basis das auch so sieht. Der Großteil seiner Anhänger will keine Kriege auf fremdem Terrain und interessiert sich herzlich wenig für einen venezolanischen Diktator, der durch eine filmreife Entführung in New York vor Gericht gestellt werden soll.
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Malte Göbel
Nachrichtenressort
Leseempfehlung: Wer auf Maduro folgen könnte
Geht es nach der Verfassung, müsste Vizepräsidentin Delcy Rodríguez jetzt in Venezuela an die Spitze rücken. Oder setzt sich die von den USA gestützte Opposition durch? Dies sind die möglichen Szenarien.
Müsste der Verfassung zufolge nun die Führung übernehmen: Vizepräsidentin Delcy Rodríguez . Foto: Alexandr Kryazhev / Sputnik / IMAGO
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Götze, Susanne
Venezuelas Opposition fordert Präsidentschaft für González
Die venezolanische Oppositionsführerin María Corina Machado hat Edmundo González als neuen Präsidenten des Landes vorgeschlagen. Maduro sei abgesetzt worden, weil er sich Verhandlungen verweigert habe, erklärt Machado in einem veröffentlichten Brief. »Wir werden die Ordnung wiederherstellen, politische Gefangene freilassen, ein großartiges Land aufbauen und unsere Söhne und Töchter wieder nach Hause bringen«, heißt es darin.
Die jüngst mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Machado beansprucht mit ihrer Opposition den Sieg bei der Präsidentschaftswahl 2024. Der Diplomat González war dabei Spitzenkandidat des Oppositionsbündnisses, nachdem Machado das passive Wahlrecht entzogen worden war.
Die jüngst mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Machado beansprucht mit ihrer Opposition den Sieg bei der Präsidentschaftswahl 2024. Der Diplomat González war dabei Spitzenkandidat des Oppositionsbündnisses, nachdem Machado das passive Wahlrecht entzogen worden war.
Die USA, die EU und mehrere lateinamerikanische Staaten sehen den inzwischen im spanischen Exil lebenden Edmundo González Urrutia als eigentlichen gewählten Präsidenten Venezuelas an. Als sich Maduro nach der von Betrugsvorwürfen begleiteten Präsidentenwahl 2024 trotzdem für eine dritte Amtszeit vereidigen ließ, verließ González das Land.
Lesen Sie hier ein Porträt von unserem Korrespondenten Marian Blasberg über Edmundo González. Und hier erfahren Sie mehr über weitere Kandidaten, die auf Maduro folgen können.
Lesen Sie hier ein Porträt von unserem Korrespondenten Marian Blasberg über Edmundo González. Und hier erfahren Sie mehr über weitere Kandidaten, die auf Maduro folgen können.
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Götze, Susanne
Wissensressort
Russland fordert Freilassung Maduros
Russland hat die USA aufgefordert, den venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro und dessen Frau freizulassen. »Wir fordern die amerikanische Führung nachdrücklich auf, ihre Position zu überdenken und den rechtmäßig gewählten Präsidenten des souveränen Landes und seine Frau freizulassen«, erklärte das Außenministerium.
Bereits am Nachmittag hatte der russische Außenminister Sergej Lawrow der venezolanischen Vizepräsidentin Delcy Rodríguez in einem Telefonat die Solidarität seines Landes zugesichert. Berichte, wonach sich Rodríguez in Russland aufhalte, weist das Ministerium als falsch zurück.
Foto: Sergei Fadeichev / ITAR-TASS / IMAGO
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Malte Göbel
Nachrichtenressort
Gleich beginnt die Trump-Pressekonferenz
Vor der Presse äußert sich Donald Trump gleich zum US-Einsatz in Venezuela und der Gefangennahme von Nicolás Maduro. Verfolgen Sie die Pressekonferenz live hier mit.
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Claus Hecking
Amerika-Korrespondent
Analyse: Uneiniges Lateinamerika
Der Angriff der USA auf Venezuela offenbart die politische Spaltung Lateinamerikas. Linksgerichtete Regierungen und Staatschefs, etwa von Mexiko oder Brasilien, kritisieren die Militäraktion sowie die Festnahme von Präsident Nicholás Maduro mehr oder minder scharf. Auch Chiles Noch-Präsident Gabriel Boric verurteilt sie nun auf dem Portal X (ehemals Twitter) und fordert »eine friedliche Lösung der schweren Krise, die das Land betrifft.«
Rechtsgerichtete Regierungen und Politiker hingegen feiern das Vorgehen der USA: etwa Argentiniens Präsident Javier Milei oder Ecuadors Staatschef Daniel Noboa, der ebenfalls ein enger Verbündeter von Trump ist: »Die Zeit wird für alle Narco-Chavisten-Kriminellen kommen. Ihre Strukturen werden auf dem gesamten Kontinent endgültig zusammenbrechen«, verkündet Noboa auf X und fordert Venezuelas Opposition auf, die Macht zu ergreifen: »An María Corina Machado, Edmundo González und das venezolanische Volk: Es ist Zeit, euer Land zurückzuerobern. Ihr habt in Ecuador einen Verbündeten.«
Rechtsgerichtete Regierungen und Politiker hingegen feiern das Vorgehen der USA: etwa Argentiniens Präsident Javier Milei oder Ecuadors Staatschef Daniel Noboa, der ebenfalls ein enger Verbündeter von Trump ist: »Die Zeit wird für alle Narco-Chavisten-Kriminellen kommen. Ihre Strukturen werden auf dem gesamten Kontinent endgültig zusammenbrechen«, verkündet Noboa auf X und fordert Venezuelas Opposition auf, die Macht zu ergreifen: »An María Corina Machado, Edmundo González und das venezolanische Volk: Es ist Zeit, euer Land zurückzuerobern. Ihr habt in Ecuador einen Verbündeten.«
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Janko Tietz
Nachrichtenressort
Leseempfehlung: So gelang der US-Militäreinsatz
Venezuela verfügt über eine vergleichsweise moderne Flugabwehr, dennoch war die mutmaßlich von Spezialeinheiten der »Delta Force« durchgeführte Aktion der USA in Caracas erfolgreich. Zwei Faktoren dürften dafür entscheidend gewesen sein, analysiert SPIEGEL-Militärexperte Oliver Imhof.
US-Kampfjets in Puerto Rico: Für die venezolanische Flugabwehr wohl kaum zu erkennen . Foto: Eva Marie Uzcategui / REUTERS
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Janko Tietz
Nachrichtenressort
Leseempfehlung: Warum Venezuelas Regime noch nicht am Ende ist
Am Morgen nach dem US-Angriff zeigt sich in Venezuela: Mehrere Militärstützpunkte sind beschädigt, Staatspräsident Nicolás Maduro ist gefangen genommen worden. Doch die alte Regierung gibt sich kampfbereit. Lesen Sie hier die Analyse des Amerika-Korrespondenten Claus Hecking.
Polizeikräfte patrouillieren durch die Straßen von Caracas am Morgen nach den Angriffen: Bislang deutet nichts auf einen Regimewechsel in Venezuela hin. Foto: Ronald Pena / EPA
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Cornelius Dieckmann
Redakteur Ausland
»Von den USA lernen« – wie Trumps Angriff in Chinas sozialen Medien diskutiert wird
Auf der chinesischen Plattform Weibo ist der US-Angriff auf Venezuela Trend-Thema Nummer eins. Einige Nutzer kommentieren ihn als Legitimation für Pekings Vorgehen gegen die Inselrepublik Taiwan. »China sollte von den USA lernen«, heißt es in einem tausendfach gelikten Post. Jemand fügt hinzu: »Und wann wird Lai Ching-te verhaftet?«, also Taiwans Staatspräsident, den Peking als illegitim betrachtet.
Die USA hatten am Neujahrstag kritisiert, dass China in dieser Woche ein großes Militärmanöver mit scharfer Munition rund um Taiwan abgehalten und eine Blockade der Insel trainiert hatte. Dass Trump nun selbst gewaltsam seine Hegemoniewünsche in der eigenen Nachbarschaft durchsetzt, beschädigt Washingtons Glaubwürdigkeit.
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Mathieu von Rohr
Leiter des Auslandsressorts
Die Lage in Caracas: menschenleere Straßen, Schlangen vor Supermärkten
Ein Einwohner von Caracas, der im Osten der Stadt lebt, berichtet dem SPIEGEL von einer angespannten und unübersichtlichen Lage in der Hauptstadt. Unklar sei, wer derzeit die Kontrolle oder Entscheidungsgewalt habe. Die Straßen seien weitgehend menschenleer, Autos kaum unterwegs.
Viele Geschäfte, die sonst rund um die Uhr geöffnet hätten, seien geschlossen. Einzelne Supermärkte und Apotheken hätten zwar geöffnet, bedienten jedoch nur über einzelne Ausgabestellen; vor ihnen bildeten sich lange Schlangen von Menschen, die Lebensmittel oder Medikamente kaufen wollten.
Videos in sozialen Medien wie dieses hier, das der SPIEGEL verifizieren konnte, stützen diese Darstellung.
Viele Geschäfte, die sonst rund um die Uhr geöffnet hätten, seien geschlossen. Einzelne Supermärkte und Apotheken hätten zwar geöffnet, bedienten jedoch nur über einzelne Ausgabestellen; vor ihnen bildeten sich lange Schlangen von Menschen, die Lebensmittel oder Medikamente kaufen wollten.
Videos in sozialen Medien wie dieses hier, das der SPIEGEL verifizieren konnte, stützen diese Darstellung.
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Janko Tietz
Nachrichtenressort
Spezialeinheit überwältigte Maduro im Schlaf – Trump verfolgte das Geschehen im Fernsehen
Maduro und seine Frau sollen von US-Streitkräften aus ihrem Schlafzimmer gezerrt worden sein. Das berichtet der US-Fernsehsender CNN unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Quellen. Demnach sei das Paar mitten in der Nacht im Schlaf überrumpelt worden.
US-Präsident Trump sagte in einem Telefoninterview mit dem Sender Fox News, Maduro und seine Frau befänden sich an Bord eines US-Kriegsschiffs und würden in New York angeklagt. In dem Interview sagte der US-Präsident, er habe die Operation live vor dem Bildschirm mitverfolgt und verglich das mit einer TV-Show. Er habe den Einsatz gemeinsam mit ranghohen Militärs in einem Raum seines Anwesens Mar-a-Lago beobachtet – es sei gewesen, »wie in eine Fernsehsendung zu schauen«.
US-Präsident Trump sagte in einem Telefoninterview mit dem Sender Fox News, Maduro und seine Frau befänden sich an Bord eines US-Kriegsschiffs und würden in New York angeklagt. In dem Interview sagte der US-Präsident, er habe die Operation live vor dem Bildschirm mitverfolgt und verglich das mit einer TV-Show. Er habe den Einsatz gemeinsam mit ranghohen Militärs in einem Raum seines Anwesens Mar-a-Lago beobachtet – es sei gewesen, »wie in eine Fernsehsendung zu schauen«.
Er sprach von einem sehr komplexen Manöver und lobte die beteiligten Einheiten: »Wenn Sie die Geschwindigkeit und die Gewalt gesehen hätten – es war unglaublich.« Nach seinen Worten durchbrachen US-Soldaten unter anderem speziell gesicherte Stahltüren; zudem habe eine große Zahl von Flugzeugen, Hubschraubern und Kampfjets bereitgestanden. Es sei »beeindruckend« gewesen, so Trump.
Donald Trump im Situation Room des Weißen Hauses (im Juni 2025) . Foto: The White House
Er habe die Operation um vier Tage verschoben, um besseres Wetter abzuwarten. Die US-Streitkräfte, die den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro am Samstag in Gewahrsam nahmen, erlitten einige Verletzte, es habe aber keine Todesopfer gegeben.
Trump sagte, er werde prüfen, ob nun Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado die Führung übernehmen soll. Die verbliebenen Maduro-Anhänger hätten eine schlechte Zukunft, wenn sie loyal blieben, so der US-Präsident. »Wir treffen diese Entscheidung gerade«, erklärte er. »Wir können nicht riskieren, dass jemand anderes die Macht übernimmt und einfach dort weitermacht, wo er aufgehört hat.«
Trump kündigte an, er wolle sich stark in Venezuelas Ölindustrie engagieren.
Trump sagte, er werde prüfen, ob nun Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado die Führung übernehmen soll. Die verbliebenen Maduro-Anhänger hätten eine schlechte Zukunft, wenn sie loyal blieben, so der US-Präsident. »Wir treffen diese Entscheidung gerade«, erklärte er. »Wir können nicht riskieren, dass jemand anderes die Macht übernimmt und einfach dort weitermacht, wo er aufgehört hat.«
Trump kündigte an, er wolle sich stark in Venezuelas Ölindustrie engagieren.
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Claus Hecking
Amerika-Korrespondent
Auch Mexikos linksgerichtete Regierung prangert die Angriffe der USA auf Venezuela an. »Die mexikanische Regierung verurteilt die in den letzten Stunden einseitig von den Streitkräften der Vereinigten Staaten von Amerika [...] durchgeführten Militäraktionen aufs Schärfste und weist sie zurück«, heißt es in einer Pressemitteilung des Außenministeriums, die Staatspräsidentin Claudia Sheinbaum auf X teilte. »Diese Aktionen stellen einen klaren Verstoß gegen Artikel 2 der Charta der Vereinten Nationen (UN) dar.«
Mexiko fordere »dringend die Achtung des Völkerrechts sowie der Grundsätze und Ziele der UN-Charta und ein Ende aller Aggressionen gegen die venezolanische Regierung und das venezolanische Volk«, hieß es in dem Kommuniqué. Die Militäraktion sei »eine ernsthafte Gefahr für die regionale Stabilität.« Die Vereinten Nationen müssten nun »unverzüglich Maßnahmen ergreifen, um die Spannungen abzubauen, den Dialog zu erleichtern und die Voraussetzungen für eine friedliche und nachhaltige Lösung im Einklang mit dem Völkerrecht zu schaffen«.
Mexiko ist mit gut 130 Millionen Menschen das bevölkerungsreichste Nachbarland der Vereinigten Staaten und einer der einflussreichsten Staaten Lateinamerikas.
Mexiko fordere »dringend die Achtung des Völkerrechts sowie der Grundsätze und Ziele der UN-Charta und ein Ende aller Aggressionen gegen die venezolanische Regierung und das venezolanische Volk«, hieß es in dem Kommuniqué. Die Militäraktion sei »eine ernsthafte Gefahr für die regionale Stabilität.« Die Vereinten Nationen müssten nun »unverzüglich Maßnahmen ergreifen, um die Spannungen abzubauen, den Dialog zu erleichtern und die Voraussetzungen für eine friedliche und nachhaltige Lösung im Einklang mit dem Völkerrecht zu schaffen«.
Mexiko ist mit gut 130 Millionen Menschen das bevölkerungsreichste Nachbarland der Vereinigten Staaten und einer der einflussreichsten Staaten Lateinamerikas.
Mexikos Staatspräsidentin Claudia Sheinbaum. Foto: Jose Mendez / EPA
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Janko Tietz
Nachrichtenressort
Maduros Stellvertreterin soll in Russland sein
Die venezolanische Vizepräsidentin Delcy Rodríguez befindet sich in Russland, meldet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf vier mit ihren Aufenthaltsorten vertraute Quellen. Rodríguez soll sich abgesetzt haben, nachdem Präsident Donald Trump erklärt hatte, Präsident Nicolás Maduro sei nach einem Angriff auf das Land von US-Truppen gefangen genommen worden.
Ihr Bruder Jorge Rodríguez, der Präsident der Nationalversammlung, hält sich in Caracas auf, wie drei Quellen mit Kenntnis seines Aufenthaltsortes bestätigten. Delcy Rodríguez hatte sich zuvor am selben Tag in einer Audiobotschaft im staatlichen Fernsehen zu Wort gemeldet und einen Lebensbeweis für Maduro und seine Frau Cilia gefordert. Jorge Rodríguez hat sich seit dem Angriff nicht mehr öffentlich geäußert.
Ihr Bruder Jorge Rodríguez, der Präsident der Nationalversammlung, hält sich in Caracas auf, wie drei Quellen mit Kenntnis seines Aufenthaltsortes bestätigten. Delcy Rodríguez hatte sich zuvor am selben Tag in einer Audiobotschaft im staatlichen Fernsehen zu Wort gemeldet und einen Lebensbeweis für Maduro und seine Frau Cilia gefordert. Jorge Rodríguez hat sich seit dem Angriff nicht mehr öffentlich geäußert.
Venezuelas Vizepräsidentin und Ölministerin Delcy Rodríguez . Foto: Leonardo Fernandez Viloria / Reuters
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Janko Tietz
Nachrichtenressort
Von der Leyen für friedlichen und demokratischen Übergang
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erinnerte nach den US-Angriffen an das Völkerrecht – verzichtete dabei aber zunächst auch wie EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas auf direkte Kritik. »Wir stehen an der Seite der venezolanischen Bevölkerung und unterstützen einen friedlichen und demokratischen Übergang«, schrieb die deutsche Politikerin auf X. Jede Lösung müsse das internationale Recht und die Charta der Vereinten Nationen achten.
EU-Ratspräsident António Costa zeigte sich besorgt über die Entwicklungen. »Die Europäische Union ruft zur Deeskalation und zu einer Lösung unter vollständiger Achtung des Völkerrechts und der in der Charta der Vereinten Nationen verankerten Grundsätze auf«, schrieb Costa auf X. Die EU werde sich weiterhin für eine friedliche, demokratische und inklusive Lösung in Venezuela einsetzen.
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Claus Hecking
Amerika-Korrespondent
Drogen als Vorwand – geht es in Wahrheit um Öl?
Venezuelas Erdölindustrie hat die US-Angriffe offenbar unbeschadet überstanden. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei Quellen im Umfeld des staatlichen Ölkonzerns PDVSA berichtet, arbeiteten Förderanlagen und Raffinerien am Samstag im Normalbetrieb, es habe keinerlei Zerstörung gegeben.
Viele Energieexperten sind überzeugt, dass die Trump-Regierung Venezuelas immense Ölreserven nun unter Kontrolle der US-Konzerne bringen will. Expertenschätzungen zufolge soll das Land über Vorräte von mehr als 300 Milliarden Barrel (je 159 Liter) Rohöl verfügen. Ein großer Teil davon liegt im Orinoco-Gürtel und ist noch unerschlossen. Dieses Schweröl ist sehr zähflüssig und lässt sich nur mit großem Aufwand an die Oberfläche holen und abtransportieren.
Viele Energieexperten sind überzeugt, dass die Trump-Regierung Venezuelas immense Ölreserven nun unter Kontrolle der US-Konzerne bringen will. Expertenschätzungen zufolge soll das Land über Vorräte von mehr als 300 Milliarden Barrel (je 159 Liter) Rohöl verfügen. Ein großer Teil davon liegt im Orinoco-Gürtel und ist noch unerschlossen. Dieses Schweröl ist sehr zähflüssig und lässt sich nur mit großem Aufwand an die Oberfläche holen und abtransportieren.
Maduro mit Arbeitern der PDVSA. Foto: REUTERS
»Zahlreiche Raffinerien in den Vereinigten Staaten sind darauf ausgelegt, schweres Rohöl zu verarbeiten, wie es in Venezuela häufig vorkommt«, sagte ein langjähriger US-Energie-Insider dem SPIEGEL. »Die US-Ölkonzerne haben das Kapital und das technische Know-how, um diese Gebiete zu erschließen.«
Hugo Chávez, der Vorgänger von Staatspräsident Nicolás Maduro, hatte ab 2007 mehrere westliche Ölkonzerne in Venezuela enteignet und die Kontrolle über deren Projekte zum Teil der PDVSA übertragen. Nur das US-Unternehmen Chevron operierte zuletzt noch in dem südamerikanischen Land: mit einer Sonderlizenz und in Zusammenarbeit mit der PDVSA. Venezuelas Ölproduktion ist, unter anderem infolge von Korruption, Vernachlässigung und Sanktionen, über die vergangenen Jahre hinweg stark gesunken.
Hugo Chávez, der Vorgänger von Staatspräsident Nicolás Maduro, hatte ab 2007 mehrere westliche Ölkonzerne in Venezuela enteignet und die Kontrolle über deren Projekte zum Teil der PDVSA übertragen. Nur das US-Unternehmen Chevron operierte zuletzt noch in dem südamerikanischen Land: mit einer Sonderlizenz und in Zusammenarbeit mit der PDVSA. Venezuelas Ölproduktion ist, unter anderem infolge von Korruption, Vernachlässigung und Sanktionen, über die vergangenen Jahre hinweg stark gesunken.
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Janko Tietz
Nachrichtenressort
Venezuela beantragt Krisensitzung des Uno-Sicherheitsrats
Nach dem US-Angriff auf Venezuela und die Gefangennahme des autoritären Präsidenten Nicolás Maduro hat die Regierung in Caracas eine Krisensitzung des UN-Sicherheitsrats beantragt. Die Attacke stelle einen Verstoß gegen die UN-Charta dar und gefährde den Frieden in der Region und der ganzen Welt, hieß es in einem Schreiben des Außenministeriums an den ständigen Vertreter Somalias bei den Vereinten Nationen. Somalia steht im Januar dem Weltsicherheitsrat vor. Der UN-Sicherheitsrat solle die Aggression verurteilen und die Einstellung der Angriffe fordern.
Sitzungssaal des Uno-Sicherheitsrats im Hauptquartier in New York. Foto: Yuki Iwamura / AP / dpa
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Jonas Mielke
Nachrichtenressort

Das sind die Reaktionen deutscher Politiker und Politikerinnen
»Wer Putin sanktioniert, muss auch Trump sanktionieren«, so zitiert »t-online« den Vorsitzenden der Linkspartei, Jan van Aken, zu den Ereignissen in Venezuela. »Wer wie Trump das Völkerrecht bricht und Präsidenten entführen lässt, der betreibt brutalen Staatsterrorismus.«
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter verurteilt den Einsatz der Trump-Regierung. »Die USA verlassen mit Präsident Trump endgültig die regelbasierte Ordnung, die uns seit 1945 geprägt hat«, sagte er der »Bild«. »Mit dem Putsch in Venezuela kehrt die alte US-Doktrin von vor 1940 zurück. Ein Denken in Einflusszonen, in denen das Recht des Stärkeren gilt und nicht internationales Völkerrecht.«
Jürgen Hardt, außenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, sprach hingegen von einem »Signal der Hoffnung für Venezuela«: »Maduro hat seit vielen Jahren die Zivilgesellschaft in Venezuela unterdrückt und Terror und Drogen in der Region verbreitet«, sagte der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
»Die Luftangriffe auf die Hauptstadt Venezuelas durch die USA stellen einen Bruch des Völkerrechts dar«, sagt die Fraktionschefin der Grünen, Katharina Dröge, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. »Wir erwarten daher von der Bundesregierung, dass sie dies verurteilt und sich unmissverständlich gegenüber den USA für Deeskalation, die Einhaltung des Völkerrechts und die Achtung staatlicher Souveränität einsetzt.«
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Roderich Kiesewetter verurteilt den Einsatz der Trump-Regierung. »Die USA verlassen mit Präsident Trump endgültig die regelbasierte Ordnung, die uns seit 1945 geprägt hat«, sagte er der »Bild«. »Mit dem Putsch in Venezuela kehrt die alte US-Doktrin von vor 1940 zurück. Ein Denken in Einflusszonen, in denen das Recht des Stärkeren gilt und nicht internationales Völkerrecht.«
Jürgen Hardt, außenpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, sprach hingegen von einem »Signal der Hoffnung für Venezuela«: »Maduro hat seit vielen Jahren die Zivilgesellschaft in Venezuela unterdrückt und Terror und Drogen in der Region verbreitet«, sagte der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
»Die Luftangriffe auf die Hauptstadt Venezuelas durch die USA stellen einen Bruch des Völkerrechts dar«, sagt die Fraktionschefin der Grünen, Katharina Dröge, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. »Wir erwarten daher von der Bundesregierung, dass sie dies verurteilt und sich unmissverständlich gegenüber den USA für Deeskalation, die Einhaltung des Völkerrechts und die Achtung staatlicher Souveränität einsetzt.«
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Janko Tietz
Nachrichtenressort
Brasiliens Präsident Lula: »Einer der schlimmsten Momente der Einmischung in die Politik Lateinamerikas«
Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva verurteilte den Angriff der USA auf Venezuela scharf. Länder unter eklatanter Verletzung des Völkerrechts anzugreifen, sei der erste Schritt hin zu einer Welt der Gewalt, des Chaos und der Instabilität, in der das Recht des Stärkeren über den Multilateralismus triumphiert, so Lula.
Seine Haltung stehe im Einklang mit der Position, die Brasilien in jüngsten Situationen in anderen Ländern und Regionen eingenommen habe, so Lula. Die US-Aktion sei »einer der schlimmsten Momente der Einmischung in die Politik Lateinamerikas und der Karibik und eine Bedrohung für den Erhalt der Region als Friedenszone«.
Die internationale Gemeinschaft müsse über die Vereinten Nationen entschieden auf diesen Vorfall reagieren, forderte Lula. Brasilien stehe weiterhin für Dialog und Zusammenarbeit zur Verfügung.
Seine Haltung stehe im Einklang mit der Position, die Brasilien in jüngsten Situationen in anderen Ländern und Regionen eingenommen habe, so Lula. Die US-Aktion sei »einer der schlimmsten Momente der Einmischung in die Politik Lateinamerikas und der Karibik und eine Bedrohung für den Erhalt der Region als Friedenszone«.
Die internationale Gemeinschaft müsse über die Vereinten Nationen entschieden auf diesen Vorfall reagieren, forderte Lula. Brasilien stehe weiterhin für Dialog und Zusammenarbeit zur Verfügung.
Lula da Silva und Maduro mit Ehefrauen Rosangela da Silva und Cilia Flores bei einem Treffen in Brasilien. Foto: Alan Powdrill / dpa Picture Alliance
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Claus Hecking
Amerika-Korrespondent
Nicholás Maduro ist nicht der erste lateinamerikanische Staatschef, den eine US-Regierung verhaften lässt, um ihm den Prozess zu machen. Just am 3. Januar vor genau 36 Jahren ergab sich Panamas Diktator Manuel Noriega dem US-Militär. Nach dem US-Einmarsch in sein Land im Dezember 1989 hatte Noriega Zuflucht in der Botschaft des Vatikans in Panama-Stadt gesucht. Daraufhin beschallten die US-Truppen tagelang das Botschaftsgebäude mit Pop- und Rockmusik. Nach elf Tagen stellte sich Noriega.
Der frühere panamaische Machthaber Manuel Antonio Noriega (1989). Foto: Matias Recart/AP/dpa
Der Mann, der einst für den Geheimdienst CIA gearbeitet hatte, wurde in die Vereinigten Staaten geflogen und in Miami zunächst zu 40 Jahren Gefängnis verurteilt. Später wurde diese Strafe reduziert. Nach einer weiteren Haftstrafe in Frankreich starb Noriega 2017 in Panama.
Wie die skurrile Belagerung der Botschaft verlief, können Sie hier nachlesen.
Wie die skurrile Belagerung der Botschaft verlief, können Sie hier nachlesen.
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Janko Tietz
Nachrichtenressort
Leseempfehlung: Der Coup von Caracas
Venezuelas Machthaber ist gestürzt, damit hat Donald Trump den US-Imperialismus mit Wucht nach Lateinamerika zurückgebracht. Die große Frage ist nun, wie die Kräfte in Venezuela reagieren. Könnte es gar zum Einsatz von US-Bodentruppen kommen? Lesen Sie hier die Analyse unseres Lateinamerika-Korrespondenten Jens Glüsing.
Angriff auf Militärbasis in Caracas. Foto: AFP
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Jonas Mielke
Nachrichtenressort

Argentiniens Präsident Milei feiert die Gefangennahme von Maduro
»Die Freiheit schreitet voran, es lebe die Freiheit verdammt nochmal«, schreibt der argentinische Präsident Javier Milei auf X – in Großbuchstaben. Milei ist ein vehementer Gegner des Maduro-Regimes. Argentinien hatte die umstrittene Wiederwahl Maduros 2024 nicht anerkannt.
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Janko Tietz
Nachrichtenressort
US-Verbündeter Großbritannien außen vor
Der britische Premierminister Keir Starmer erklärte, sein Land sei nicht an den US-Angriffen auf Venezuela beteiligt gewesen und er wolle mit US-Präsident Donald Trump sprechen, um die genauen Umstände zu klären. »Ich möchte zunächst die Fakten feststellen. Ich möchte mit Präsident Trump sprechen. Ich möchte mit den Verbündeten sprechen. Ich kann mit absoluter Gewissheit sagen, dass wir nicht beteiligt waren, und ich sage und glaube immer, dass wir alle das Völkerrecht achten sollten«, sagte er in einer Erklärung gegenüber britischen Fernsehsendern.
Britischer Premierminister Sir Keir Starmer. Foto: Isabel Infantes / PA Wire / dpa
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Jonas Mielke
Nachrichtenressort

Krisenstab berät im Auswärtigen Amt
Die Bundesregierung beobachte die Entwicklung in Venezuela »mit größter Sorge«, der Krisenstab berate im Auswärtigen Amt über die Situation, verlautete von dort. Zuerst hatte »Bild« darüber berichtet.
Das Auswärtige Amt stehe im engen Kontakt mit der Botschaft in Caracas, heißt es. Die Lage sei derzeit noch unübersichtlich. »Wir stimmen uns eng mit unseren Partnern ab.«
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Janko Tietz
Nachrichtenressort
Anklage gegen Maduro in den USA
US-Justizministerin Pam Bondi teilte mit, dass Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores im südlichen Bezirk von New York angeklagt worden seien. Sie würden bald mit »dem ganzen Zorn der amerikanischen Justiz auf amerikanischem Boden in amerikanischen Gerichten konfrontiert werden«, schrieb Bondi im Onlinedienst X. Man werfe Maduro Drogenhandel und Terrorismus vor.
US-Justizministerin Pam Bondi. Foto: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa
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Claus Hecking
Amerika-Korrespondent
Die US-Regierung plant nach Angaben des republikanischen Senators Mike Lee offenbar vorerst keine Fortsetzung der Angriffe auf Venezuela. Lee teilte mit, er habe mit Außenminister Marco Rubio gesprochen. Dieser »rechnet nicht mit weiteren Maßnahmen in Venezuela, da Maduro nun in US-Gewahrsam ist«.
Laut Präsident Donald Trump wurde Staatspräsident Nicolás Maduro gefangen genommen und außer Landes gebracht.
Dies bedeutet allerdings noch keinen Machtwechsel in Venezuela. Bislang deutet nichts darauf hin, dass Maduros bisherige Regierung die Kontrolle über das Land verloren hätte. Am Morgen (Ortszeit, Venezuela ist fünf Stunden hinter der mitteleuropäischen Zeit zurück) verlangte Vizepräsidentin Delcy Rodríguez in einer Ansprache im Staatsfernsehen Auskunft von der US-Regierung über den Verbleib Maduros und dessen offenbar ebenfalls gefangen genommener Ehefrau.
Laut Präsident Donald Trump wurde Staatspräsident Nicolás Maduro gefangen genommen und außer Landes gebracht.
Dies bedeutet allerdings noch keinen Machtwechsel in Venezuela. Bislang deutet nichts darauf hin, dass Maduros bisherige Regierung die Kontrolle über das Land verloren hätte. Am Morgen (Ortszeit, Venezuela ist fünf Stunden hinter der mitteleuropäischen Zeit zurück) verlangte Vizepräsidentin Delcy Rodríguez in einer Ansprache im Staatsfernsehen Auskunft von der US-Regierung über den Verbleib Maduros und dessen offenbar ebenfalls gefangen genommener Ehefrau.
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Dirk Kurbjuweit
SPIEGEL-Chefredakteur

Analyse: Wilde Weltpolitik
Er hat es getan. Was sich lange ankündigte, ist an diesem Wochenende passiert. Präsident Donald Trump ließ seine Streitkräfte Caracas angreifen, die Hauptstadt Venezuelas. Nachdem die USA angebliche Drogenschmugglerboote versenkt und einen Tanker gestürmt haben, ist nun die nächste Stufe dieses Krieges erreicht.
Venezuelas Präsident Nicolás Maduro, der ein übler Autokrat ist, nannte dies eine »imperialistische Attacke«, zu Recht. Trump nimmt sich raus, dass er über die politischen Geschicke eines souveränen Staates entscheidet, ein regime change ist das Ziel. Das irgendwie linke Regime Maduros soll verschwinden.
Auch wenn das für die verarmte Bevölkerung Venezuelas wahrscheinlich besser wäre, ist es nicht Sache der USA, militärisch für einen Wechsel zu sorgen. Damit wird nun endgültig das Recht des Stärkeren in der Weltordnung etabliert, ganz sicher zur Freude von Wladimir Putin, der sich nun in gewisser Weise bestätigt fühlen darf: Warum soll er die Ukraine nicht überfallen dürfen, wenn die USA Venezuela überfallen? Jeder hat halt so seine eigene Einflusszone, in der er sich aufführt, wie es ihm beliebt.
Chinas Präsident Xi Jinping, der sich ebenfalls zu den Stärkeren der Welt zählen kann, wird das mit Interesse verfolgen und bald womöglich das gleiche »Recht« für sich reklamieren, vielleicht gegenüber Taiwan.
Man sieht sie vor sich, die Starken und Halbstarken der Welt, wie sie Landkarten studieren und militärische Dossiers lesen. Anything goes ist ein Satz über das wilde Leben. Nun ist es auch ein Satz über wilde Weltpolitik.
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Janko Tietz
Nachrichtenressort
US-Politiker verurteilen Angriff auf Venezuela
Mehrere US-Parlamentarier äußern Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Vorgehens der USA gegen Venezuela. Der demokratische Senator von Arizona, Ruben Gallego, schrieb im Kurznachrichtendienst X: »Dieser Krieg ist illegal. Es ist beschämend, dass wir uns vom Weltpolizisten zum Weltmobber entwickelt haben. Es gibt keinen Grund, warum wir mit Venezuela im Krieg sein sollten.«
Ruben Gallego. Foto: Ross D. Franklin / AP / dpa
Auch ein Parteifreund von US-Präsident Donald Trump, der republikanische Senator Mike Lee aus Utah, meldete Zweifel an: »Ich bin gespannt darauf zu erfahren, was – falls überhaupt etwas – diese Handlung verfassungsrechtlich rechtfertigen könnte, angesichts des Fehlens einer Kriegserklärung oder einer Genehmigung zum Einsatz militärischer Gewalt.«
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Jonas Mielke
Nachrichtenressort

Spaniens Premierminister ruft zur Mäßigung auf
Der spanische Regierungschef Pedro Sánchez hat auf X eine Erklärung des Außenministeriums geteilt. Das Völkerrecht und die UN-Charta müssten beachtet werden, heißt es darin. Man verfolge die Ereignisse in Venezuela aufmerksam, Botschaft und Konsulate seien weiterhin geöffnet.
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Janko Tietz
Nachrichtenressort
Venezolanischer Innenminister äußert sich – Angriff »teilweise gelungen«
Nach Einschätzung der Regierung in Caracas haben die USA mit ihrem Angriff auf Venezuela und mit der Gefangennahme des autoritären Präsidenten Nicolás Maduro ihr Ziel nur teilweise erreicht. »Das Land ist ganz ruhig. Was sie mit ihren Bomben und Raketen erreichen wollten, ist ihnen nur teilweise gelungen«, sagte Innenminister Diosdado Cabello mit Militärhelm und taktischer Weste umgeben von Bewaffneten im Staatsfernsehen. »Sie haben erwartet, dass das Volk feige die Flucht ergreift. Das ist nicht geschehen. Die Zeit der Feiglinge ist vorbei.«
Venezuelas Innenminister Diosdado Cabello . Foto: Miguel Gutierrez / EPA
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Jonas Mielke
Nachrichtenressort

Leseempfehlung: Wer ist Nicolás Maduro?
Nicolás Maduro ist seit 2013 amtierender Präsident Venezuelas. Seither hat er Putschversuche, Wirtschaftskrisen und Wahlniederlagen ausgesessen – ebenso wie sein 2013 verstorbener Amtsvorgänger Hugo Chávez.
Mehr über Maduro und die zunehmenden Spannungen mit der US-Regierung in den vergangenen Wochen lesen Sie hier.
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Anastasia Trenkler
Nachrichtenressort
Trump äußert sich im Telefoninterview mit der »New York Times«
US-Präsident Donald Trump soll laut »New York Times« die US-Mission in Venezuela gefeiert haben. »Viel gute Planung und viele großartige, großartige Soldaten und großartige Menschen«, zitiert ihn das Medium. »Es war tatsächlich eine brillante Operation.« Die Frage, ob Trump vor dem Angriff die Zustimmung des US-Kongresses eingeholt hatte, kommentiert der Präsident demnach so: »Wir werden darüber sprechen.« Und: »Wir werden eine Pressekonferenz abhalten.«
Donald Trump. Foto: Jessica Koscielniak / REUTERS
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Janko Tietz
Nachrichtenressort
EU mahnt die USA
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas erklärte, sie habe mit dem amerikanischen Außenminister Marco Rubio über die Lage in Venezuela telefoniert. Die EU beobachte die Situation in Venezuela aufmerksam.
Kaja Kallas. Photo by Nicolas Tucat/ AFP
Kallas betonte, die EU habe wiederholt erklärt, dass Maduro keine Legitimität besitzt. Dennoch setze sich die europäische Staatengemeinschaft für einen friedlichen Übergang ein. »Unter allen Umständen müssen die Grundsätze des Völkerrechts und der Charta der Vereinten Nationen eingehalten werden. Wir rufen zur Zurückhaltung auf«, und die Sicherheit der EU-Bürger in Venezuela habe höchste Priorität, so Kallas.
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Anastasia Trenkler
Nachrichtenressort
Iran kritisiert Verstoß gegen UN-Charta
Iran hat die US-Angriffe auf Venezuela scharf verurteilt. »Die militärische Intervention der USA gegen einen unabhängigen Staat und Mitglied der Vereinten Nationen stellt einen klaren Verstoß gegen die Prinzipien der UN-Charta sowie gegen grundlegende Regeln des Völkerrechts dar«, erklärte das Außenministerium laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Dieser »aggressive Akt« müsse umgehend und eindeutig verurteilt werden, so das Ministerium weiter.
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Anastasia Trenkler
Nachrichtenressort
Russland verurteilt US-Angriff
Das russische Außenministerium hat den Angriff der USA auf Venezuela scharf verurteilt. »Heute Morgen haben die USA einen bewaffneten Angriff auf Venezuela verübt. Dies gibt Anlass zu tiefer Besorgnis und Verurteilung«, heißt es in einer Erklärung des Ministeriums. Es gebe keine Rechtfertigung für diese »bewaffnete Aggression«. In der jetzigen Lage sei es wichtig, eine weitere Eskalation zu verhindern und sich auf eine Lösung durch Dialog zu konzentrieren, so das Ministerium. Russland zählt ebenso wie China und Iran zu Venezuelas Verbündeten.
Solche Handlungen, sollten sie tatsächlich stattgefunden haben, stellten eine inakzeptable Verletzung der Souveränität eines unabhängigen Staates dar. Man sei »zutiefst besorgt über Berichte, wonach Venezuelas Präsident Maduro und seine Ehefrau im Zuge der heutigen aggressiven Aktionen der Vereinigten Staaten gewaltsam aus dem Land gebracht wurden.«
Solche Handlungen, sollten sie tatsächlich stattgefunden haben, stellten eine inakzeptable Verletzung der Souveränität eines unabhängigen Staates dar. Man sei »zutiefst besorgt über Berichte, wonach Venezuelas Präsident Maduro und seine Ehefrau im Zuge der heutigen aggressiven Aktionen der Vereinigten Staaten gewaltsam aus dem Land gebracht wurden.«
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Janko Tietz
Nachrichtenressort
Venezolanische Friedensnobelpreisträgerin hat in der Vergangenheit Trumps Kurs unterstützt
Noch vor drei Wochen hat die venezolanische Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado US-Präsident Donald Trump für den harten Kurs gegen ihr Land Rückendeckung gegeben. »Ich unterstütze Präsident Trumps Strategie voll und ganz, und wir, das venezolanische Volk, sind ihm und seiner Regierung sehr dankbar«, sagte sie in der CBS-Sendung »Face the Nation«.
María Corina Machado. Foto: Ole Berg-Rusten / NTB / AFP
Da war allerdings noch nicht abzusehen, dass die USA Venezuela tatsächlich angreifen werden. Machado nannte Trump einen »Champion der Freiheit« der westlichen Welt. Die Oppositionsführerin, die zwischenzeitlich im Untergrund leben musste, sagte in dem Interview: »Wir wollen, dass alle rechtlichen Schritte durch die Strafverfolgungsbehörden unternommen werden, nicht nur durch die USA.« Maduro sei derjenige gewesen, »der dem venezolanischen Volk den Krieg erklärt hat«.
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Jonas Mielke
Nachrichtenressort

Leseempfehlung: Hat es Trump auf venezolanische Bodenschätze abgesehen?
Der US-Präsident hat Venezuela bereits länger im Visier. Das südamerikanische Land verfügt über 17 Prozent der weltweit bekannten Ölvorkommen und führt damit noch vor Saudi-Arabien, Russland und den USA die Statistik an. Mehr über die venezolanische Ölindustrie und wie die USA versuchen, sich den Zugriff auf die wertvollen Rohstoffe zu sichern, lesen Sie hier.
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Anastasia Trenkler
Nachrichtenressort
Video zeigt Explosionen in der Nähe des Flughafens Higuerote
Mehrere Clips in den sozialen Medien, die vom SPIEGEL verifiziert wurden, zeigen Explosionen in der Nähe des Flughafens Higuerote in Venezuela.
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Anastasia Trenkler
Nachrichtenressort
Venezuelas Verteidigungsminister ruft zum Widerstand auf
Nach den US-Angriffen auf Venezuela hat der Verteidigungsminister des südamerikanischen Landes zum Widerstand aufgerufen. »Sie haben uns angegriffen, aber sie werden uns nicht brechen«, sagte Vladimir Padrino in einer Videobotschaft. »Vereint bilden Soldaten und das Volk eine unzerstörbare Mauer des Widerstands.« Alle Truppen würden zur Landesverteidigung eingesetzt.
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Janko Tietz
Nachrichtenressort
UN-Charta verbietet Anwendung militärischer Gewalt
Ob die US-Verfassung einen militärischen Eingriff wie den in Venezuela vorsieht, wird sicher noch Gegenstand heftiger Debatten sein. Daneben gibt es aber auch die völkerrechtliche Frage. Schon die US-Angriffe auf angebliche Boote von Drogenschmugglern in der Karibik in den vergangenen Monaten wurden von Rechtsexperten als Verstoß gegen internationales Recht bezeichnet.
Die Angriffe auf die Boote verstießen zunächst wohl gegen das in der UN-Charta verankerte Gewaltverbot, sagte Thilo Marauhn, Leiter der Forschungsgruppe Völkerrecht am Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung der Deutschen Presse-Agentur. Demnach ist sowohl die Androhung als auch die Anwendung militärischer Gewalt verboten. Da die USA nicht angegriffen wurden und der UN-Sicherheitsrat die Maßnahmen nicht erlaubt hat, treffe keine der beiden anerkannten Ausnahmen von diesem Verbot zu, so Marauhn.
Foto: Video Obtained By Reuters / REUTERS
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Mathieu von Rohr
Leiter des Auslandsressorts
Blitzanalyse: Maduro ist gefangen genommen – doch wie geht es weiter?
Machthaber Maduro und seine Frau sollen laut US-Präsident Donald Trump gefasst und außer Landes sein – doch bedeutet das auch das Ende des venezolanischen Regimes? Das ist unklar und beschäftigt auch die Menschen in Venezuela:
Eine Einwohnerin von Caracas schreibt dem SPIEGEL zur Festnahme Maduros: »Viele weitere sind noch auf freiem Fuß. Alle machen sich Sorgen, wer am Ende die Macht übernehmen wird – das lässt sich kaum vorhersagen.«
Tatsächlich ist das Machtgefüge des Regimes stark: Sicherheitsapparate, Militärführung und Parteikader sind seit Jahren eng miteinander verflochten und könnten auch ohne Maduro handlungsfähig bleiben. Ob es zu einem echten Machtwechsel kommt, hängt auch von der Loyalität dieser Strukturen ab – und davon, ob sie geschlossen bleiben.
Eine Einwohnerin von Caracas schreibt dem SPIEGEL zur Festnahme Maduros: »Viele weitere sind noch auf freiem Fuß. Alle machen sich Sorgen, wer am Ende die Macht übernehmen wird – das lässt sich kaum vorhersagen.«
Tatsächlich ist das Machtgefüge des Regimes stark: Sicherheitsapparate, Militärführung und Parteikader sind seit Jahren eng miteinander verflochten und könnten auch ohne Maduro handlungsfähig bleiben. Ob es zu einem echten Machtwechsel kommt, hängt auch von der Loyalität dieser Strukturen ab – und davon, ob sie geschlossen bleiben.
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Anastasia Trenkler
Nachrichtenressort
Hintergrund: USA hatten massive Streitmacht vor Venezuela zusammengezogen
Der Konflikt zwischen den USA und Venezuela war in den vergangenen Monaten zunehmend eskaliert. Seit September hatte das US-Militär in der Karibik und im Pazifik mehrfach angeblich mit Drogen beladene Boote angegriffen. Dabei wurden nach US-Regierungsangaben mehr als 100 Menschen getötet.
Zuletzt hatten US-Streitkräfte Donald Trump zufolge einen angeblichen »Drogenumschlagplatz« in Venezuela angegriffen. »Es gab eine große Explosion im Hafengebiet, wo die Boote mit Drogen beladen werden«, sagte der US-Präsident.
Zudem bauten die US-Streitkräfte ihre Präsenz in der Karibik massiv aus. Unter anderem wurden zusätzliche Kampfflugzeuge und der weltgrößte Flugzeugträger USS »Gerald R. Ford« – begleitet von weiteren Kriegsschiffen und einem Langstreckenbomber – in die Region verlegt. Offiziell richtet sich der Einsatz »Südlicher Speer« (»Southern Spear«) gegen den Drogenschmuggel.
Allerdings gilt Venezuela nicht als Produktionsland von Drogen, sondern als Transitland – und zwar vor allem für den europäischen Markt. Nach Einschätzung von Experten ist die Streitmacht für einen Einsatz gegen Drogenschmuggler überdimensioniert.
Schiff der US-Marine. Foto: Eva Marie Uzcategui / REUTERS
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Anastasia Trenkler
Nachrichtenressort
Video zeigt Brand im Hafen von La Guaira
Ein Clip in den sozialen Medien, der vom SPIEGEL verifiziert wurde, zeigt Feuer in der Nähe des Hafens von La Guaira. Über den Seehafen erreicht Venezuela ein Großteil der Importe.
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Claus Hecking
Amerika-Korrespondent
FAA untersagt US-Flüge über Venezuela
Die US-amerikanische Luftfahrtbehörde FAA verbietet US-Verkehrsflugzeugen, über Venezuela hinwegzufliegen. Die FAA begründet dies mit »Flugsicherheitsrisiken im Zusammenhang mit den anhaltenden Militäraktionen«. Die Anordnung wurde am Samstag um 2 Uhr morgens Ortszeit von Caracas (7 Uhr MEZ) erlassen, also etwa zum Beginn des mutmaßlichen US-Angriffs, und soll am Sonntag um 1 Uhr Ortszeit enden. Eine Karte des Internet-Portals flightradar24 zeigte am Samstag gegen 5.45 Uhr Ortszeit (10.45 Uhr MEZ), dass Verkehrsflugzeuge den Luftraum über Venezuela weitgehend meiden.
Flugzeuge meiden den Luftraum über Venezuela. Foto: Flightradar24.com
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Anastasia Trenkler
Nachrichtenressort
Trump meldet Gefangennahme von Venezuelas Machthaber Maduro
US-Präsident Donald Trump hat bestätigt, dass die USA Venezuela angegriffen haben. Es habe sich um einen groß angelegten Angriff gegen das Land und seinen Anführer gehandelt, teilte Trump auf der Plattform Truth Social mit. Venezuelas Präsident Nicolás Maduro sei gefangen genommen und außer Landes gebracht worden. Für 11 Uhr Ortszeit (17 Uhr MEZ) kündigte Trump eine Pressekonferenz an.
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Claus Hecking
Amerika-Korrespondent
Botschaft rät US-Bürgern in Venezuela zur sofortigen Ausreise
Die US-Botschaft in Kolumbien warnt US-Staatsangehörige auf der Internetseite der seit Jahren geschlossenen US-Botschaft in Venezuela davor, sich in dem Land aufzuhalten. Man rate »allen US-Bürgern in Venezuela dringend zur sofortigen Ausreise«, heißt es dort. US-Staatsangehörige »sollten sich in Sicherheit bringen und das Land umgehend verlassen, sobald dies gefahrlos möglich ist.«
Im März 2019 hatte das US-Außenministerium den Betrieb der Botschaft in Caracas eingestellt und nach offiziellen Angaben sämtliche Diplomaten abgezogen. Die US-Regierung könne »US-Bürgern in Venezuela keine Notfallhilfe leisten«, heißt es auf der Website.
Im März 2019 hatte das US-Außenministerium den Betrieb der Botschaft in Caracas eingestellt und nach offiziellen Angaben sämtliche Diplomaten abgezogen. Die US-Regierung könne »US-Bürgern in Venezuela keine Notfallhilfe leisten«, heißt es auf der Website.
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Mathieu von Rohr
Leiter des Auslandsressorts
Auf diese Ziele konzentrieren sich die Angriffe
Laut Videos in den sozialen Medien und Augenzeugenberichten konzentrieren sich die Angriffe auf strategisch wichtige Ziele in der Nähe der Hauptstadt Caracas. Getroffen wurden unter anderem:
- Fuerte Tiuna, der wichtigste Militärstützpunkt des Landes und Hauptquartier wesentlicher Teile der venezolanischen Streitkräfte; er gilt als zentrales Machtzentrum des Militärs in der Hauptstadt.
- La Carlota Air Base, ein Luftwaffenstützpunkt im Osten von Caracas; er spielte wiederholt eine Rolle bei politischen Krisen und gilt als Hauptquartier der Luftwaffe.
- Hafen von La Guaira, der wichtigste Seehafen Venezuelas; über ihn läuft ein Großteil der Importe in das Land, darunter Lebensmittel, Treibstoff und Versorgungsgüter.
Laut der Regierung in Caracas wurden »zivile und militärische Ziele« in den Regionen Miranda, Aragua und La Guaira im Umland der Hauptstadt getroffen.
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Jonas Mielke
Nachrichtenressort

Kolumbiens Präsident zeigt sich alarmiert
Der kolumbianische Staatschef Gustavo Petro schreibt auf X: »In diesem Moment wird Caracas bombardiert. Alarm an alle: Venezuela wurde angegriffen. Sie beschießen es mit Raketen.« Die Organisation Amerikanischer Staaten und die Vereinten Nationen sollten sofort zusammentreten, fordert er.
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Anastasia Trenkler
Nachrichtenressort
Medien berichten über US-Beteiligung
Die US-Medien CBS News und Fox News melden inzwischen explizit US-Angriffe auf Ziele in Venezuela. US-Präsident Donald Trump habe die Angriffe genehmigt, berichtet CBS News unter Berufung auf US-Beamte.
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Anastasia Trenkler
Nachrichtenressort
Venezuela wirft USA »schweren militärischen Angriff« vor
Die venezolanische Regierung hat den USA einen »schweren militärischen Angriff« vorgeworfen. Der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro habe den Ausnahmezustand ausgerufen und die Mobilisierung der Bevölkerung angeordnet, hieß es in einer Mitteilung der Regierung. Demnach wurden in Caracas »zivile und militärische Ziele« in den Regionen Miranda, Aragua und La Guaira im Umland der Hauptstadt getroffen.
Aufnahme soll einen Brand in Fuerte Tiuna, dem wichtigsten Militärstützpunkt des Landes, zeigen. Foto: Luis James/AFP
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Anastasia Trenkler
Nachrichtenressort
Videos sollen Explosionen zeigen
Online kursieren vielfach Videos, die Explosionen und Brände zeigen sollen. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtet ebenfalls von starken Explosionsgeräuschen. Der Vorfall habe gegen zwei Uhr Ortszeit (sieben Uhr MEZ) begonnen. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump nach wiederholten US-Angriffen auf Boote vor der Küste Venezuelas von der Möglichkeit von US-Einsätzen auf dem venezolanischen Festland gesprochen.
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Anastasia Trenkler
Nachrichtenressort
Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser! In Venezuelas Hauptstadt Caracas hat es offenbar in der Nacht mehrere schwere Explosionen gegeben, nahe einer Militärbasis fiel der Strom aus. Videoaufnahmen sollen auch Hubschrauber über der Stadt zeigen. Über alle Entwicklungen informieren wir Sie in diesem Liveblog.
Rauch am Flughafen La Carlota. Foto: Matias Delacroix/AP
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Mit Material der Agenturen