Der Bürgermeister von Venedig, Luigi Brugnaro, hat eine Verordnung zum Schutz des Stadtbilds, der Sicherheit und der Lebensqualität in der Weihnachtsnacht unterzeichnet, wie mehrere italienische Medien berichten. Damit wolle er Störungen und Verunreinigungen verhindern, die »mit der Heiligkeit der Weihnachtsnacht und der Ruhe der Anwohner nicht vereinbar sind«, so der rechte Lokalpolitiker Brugnaro.
Zwischen 22 Uhr am 24. Dezember und 6 Uhr am 25. Dezember ist es öffentlichen Einrichtungen untersagt, Veranstaltungen und musikalische Events wie DJ-Sets zu organisieren – auch innerhalb von Räumlichkeiten. Die Beschränkungen gelten für Lokale, die sich innerhalb von 500 Metern von Kirchen und Kultstätten sowie in den Unesco-Gebieten der Altstadt und der Inseln und auf zahlreichen Plätzen und in zahlreichen Bereichen von Mestre und dem Festland befinden.
Keine Musik, keine Getränke, keine Böller
Im gleichen Zeitraum und in der gleichen Zone verbietet die Verordnung das Ausschenken von Getränken auf Terrassen sowie den ambulanten Verkauf von Speisen und Getränken. Auch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern im Umkreis ist verboten. Lebensmittelgeschäfte müssen am Heiligabend um 22 Uhr schließen und dürfen am ersten Weihnachtsfeiertag erst um 6 Uhr wieder öffnen.
Die Verordnung folgt einer Reihe von Maßnahmen, die dazu dienen, die Anwohner und Anwohnerinnen von Venedig und die Infrastruktur der Stadt zu schützen – hauptsächlich vor den Folgen des exzessiven Tourismus.
Seit 2024 müssen Tagestouristen an stark frequentierten Tagen in der Hochsaison eine Eintrittsgebühr von fünf Euro zahlen. Schon seit 2021 ist Kreuzfahrtschiffen die Durchfahrt durch das historische Zentrum untersagt, um die Bausubstanz und die Lagune vor Wellenschlag, Schadstoffen und den gleichzeitigen Masseneintritten von Gästen zu bewahren.
