SpOn 03.10.2026
15:03 Uhr

Unwetter: Deutsche Urlauberin stirbt durch Blitzeinschlag auf Rhodos


Ein Unwetter hat griechische Urlaubsinseln hart getroffen: Auf Kreta wurden Autos ins Meer gespült, auf Rhodos starb eine Touristin am Strand. In Spanien kam eine Frau bei einer Überschwemmung ums Leben.

Unwetter: Deutsche Urlauberin stirbt durch Blitzeinschlag auf Rhodos

Bei schweren Überschwemmungen durch starke Regenfälle ist im Südosten Spaniens nach Angaben des Zivilschutzes eine 102-jährige Frau ums Leben gekommen. Laut spanischen Medienberichten wurde die Seniorin in ihrem überfluteten Haus in der Ortschaft Madrigueras in der Region Kastilien-La Mancha tot aufgefunden. Bilder des Zivilschutzes zeigten, dass sich Straßen in der 4000 Einwohner zählenden Gemeinde in reißende Flüsse verwandelt hatten, die Autos davontrugen.

Nach Angaben der Regionalregierung fielen seit Freitagnachmittag mindestens 140 Liter Regen pro Quadratmeter. Rettungskräfte seien im Einsatz, um betroffenen Menschen zu helfen und fortgetragene Fahrzeuge zu bergen. Die spanische Wetterbehörde Aemet hatte am Freitag vor »sehr heftigen und anhaltenden Regenfällen und Gewittern« noch bis zum Sonntag gewarnt.

Urlauberin vom Blitz getroffen

In Griechenland hatte es schon in den vergangenen Tagen schwere Unwetter gegeben. Auf der griechischen Insel Rhodos ist eine deutsche Touristin bei einem Unwetter von einem Blitz getroffen worden und gestorben. Wie die griechische Nachrichtenagentur ANA am Freitag berichtete, starb die 58 Jahre alte Frau an einem Strand in der Nähe des Ferienortes Lardos, wo sie mit ihrem Mann spazieren gegangen war. Der Mann wurde dem Bericht zufolge verletzt.

Das griechische Zivilschutzministerium warnte für Samstag vor weiteren Unwettern auf Rhodos und den anderen Dodekanes-Inseln. Auf der Insel Kreta soll es den Vorhersagen zufolge noch bis Sonntag stark regnen. Wie der Fernsehsender ERT berichtete, soll voraussichtlich so viel Regen fallen wie in der griechischen Hauptstadt Athen üblicherweise in zwei Jahren.

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Bei Rethymno wurden nach neuesten Angaben des Wetterdienstes innerhalb von 24 Stunden rund 500 Liter Wasser pro Quadratmeter gemessen. An den Küsten wurden Autos ins Meer gespült, Brücken und Straßen zerstört, wie örtliche Medien berichteten. Der Boden ist vielerorts bereits gesättigt. Damit steige die Gefahr weiterer Überschwemmungen und Erdrutsche, warnte der Zivilschutz.

Starker Wind mit Geschwindigkeiten von bis zu 88 Kilometern pro Stunde behindert seit Donnerstag auch den Schiffsverkehr. Viele Fähren zu den Ägäis-Inseln konnten nicht ablegen.

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jus/AFP/dpa