Millionen Mädchen und Jungen litten demnach 2025 unter Hunger, Gewalt, Kriegen, Krankheiten und einer zusammengebrochenen Grundversorgung. »Die globale Unterfinanzierung humanitärer Hilfe verschärfte die Situation«, so Unicef.
Bildung, Schutz vor sexueller Gewalt und medizinische Versorgung – alles Mangelware
Die Vereinten Nationen stellten zudem für das Vorjahr einen Höchststand schwerer Kinderrechtsverletzungen und Angriffe auf humanitäre Helferinnen und Helfer fest: 41.370 schwere Kinderrechtsverletzungen in nur einem Jahr seien für 2024 verifiziert. »Das ist ein Anstieg von 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.« Dahinter stünden Zehntausende Kinder, die getötet, verstümmelt, von bewaffneten Gruppen rekrutiert, entführt oder Opfer sexualisierter Gewalt wurden. Ihnen fehlten Bildung, Schutz, medizinische Versorgung oder humanitäre Hilfe.
Auch wenn die Zahlen für 2025 noch nicht vorliegen, geht Unicef angesichts der aktuellen Kriege und Krisen nicht von einer baldigen Besserung der Lage aus:
Zur Situation in der Ukraine sagte der Geschäftsführer von Unicef Deutschland, Christian Schneider: »Die Kinder in den Kriegsgebieten sind weit entfernt von einer Kindheit, die diesen Namen verdient.« Viele hätten Depressionen, Schlafstörungen und Entwicklungsverzögerungen.
In Gaza litten Kinder weiter unter Hunger,
im Sudan würden sie Opfer sexualisierter Gewalt.
»Kinder zahlen den höchsten Preis für Konflikte, die sie nicht verursacht haben«, so Schneider.
Bei der Bekämpfung von Hunger und Mangelernährung gibt es Unicef zufolge kaum Fortschritte, vielmehr einen starken Anstieg auf dem afrikanischen Kontinent.
Laut einem aktuellen Uno-Bericht sind weltweit rund 43 Millionen Kinder unter fünf Jahren akut mangelernährt und 150 Millionen chronisch mangelernährt. 2025 wurde demnach erstmals innerhalb eines Jahres in zwei Gebieten – Sudan und dem Gazastreifen – eine Hungersnot bestätigt. »In beiden Fällen war sie menschengemacht, ausgelöst durch Krieg und Konflikte«, so Unicef.
