SpOn 21.01.2026
16:31 Uhr

Unfalltod von Frau in Lübeck: Polizei geht von Zeugen als Unfallverursacher aus


Eine 23-Jährige wird in Lübeck mutmaßlich von einem Auto angefahren und liegen gelassen. Dann gibt ein Zeuge bei der Polizei an, die Schwerverletzte gefunden zu haben. Jetzt ist er der Hauptverdächtige in dem Fall.

Unfalltod von Frau in Lübeck: Polizei geht von Zeugen als Unfallverursacher aus

Der Fall sorgte für Entsetzen: Ein Zeuge hatte vergangene Woche eine schwer verletzte Frau auf einer Straße in Lübeck gemeldet. Die Polizei suchte daraufhin nach einem Unbekannten, der die 23-Jährige angefahren und liegen gelassen haben soll. Mittlerweile gehen die Ermittler davon aus, dass der Zeuge selbst den Unfall verursacht hat.

Der 31-Jährige hatte sich am frühen Freitagmorgen bei der Polizei gemeldet. Er sei, so schilderte er es, gegen 2.20 Uhr mit dem Auto stadteinwärts unterwegs gewesen und habe in Höhe eines Kleingartengeländes »die verletzte Frau auf der Berliner Allee bemerkt«. Die 23-Jährige kam ins Krankenhaus, starb jedoch zwei Tage später an ihren schweren Verletzungen.

Ermittlungen wegen möglicher fahrlässiger Tötung

Die Polizei suchte zunächst nach dem oder der flüchtigen Täter oder Täterin. Die Ermittlungen richten sich nun jedoch gegen den anrufenden Zeugen: »Nach derzeitigen Erkenntnissen dürfte der Mann mutmaßlich selbst Unfallbeteiligter sein«, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Ermittelt wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung.

Unklar sei weiter, warum die Frau dort im Bereich der Bundesstraße 207 unterwegs war und wie die Verletzungen entstanden sind. Dazu wurden ein Gutachter und die Rechtsmedizin Lübeck mit weiteren Untersuchungen beauftragt.

mkh