SpOn 05.03.2026
09:35 Uhr

Ulm: Polizei schließt nach Feuer in Gefängnis Brandstiftung nicht aus


In der Schreinerei einer Justizvollzugsanstalt in Ulm ist am Mittwoch ein Feuer ausgebrochen. Ein Insasse erlitt eine Rauchvergiftung. Nun wird auch geprüft, ob der Brand absichtlich gelegt wurde.

Ulm: Polizei schließt nach Feuer in Gefängnis Brandstiftung nicht aus

Im Fall eines Feuers in einem Ulmer Gefängnis prüft die Polizei auch eine mögliche Brandstiftung. Diese sei als Ursache nicht auszuschließen, teilten die Ermittler mit .

Das Feuer sei am Mittwoch in einem Holzstapel in der Schreinerei der Justizvollzugsanstalt ausgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt hielt sich nach Polizeiangaben kein Gefängnismitarbeiter in dem Bereich auf.

Ein 26 Jahre alter Insasse erlitt demnach eine Rauchvergiftung und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Zwei weitere Gefangene seien vom Rettungsdienst untersucht und wieder entlassen worden. Sie blieben unverletzt, wie eine Polizeisprecherin sagte. Die drei hatten den Angaben zufolge das Feuer im zweiten Stock entdeckt und zunächst selbst versucht, die Flammen zu löschen.

Die Feuerwehr löschte den Brand schließlich und verhinderte ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäudeteile. Laut Polizei entstand vermutlich ein Schaden im niedrigen vierstelligen Bereich. Nach den Löscharbeiten sicherten Ermittler Spuren in der Schreinerei. Die Untersuchungen zur Brandursache dauern an.

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Die Justizvollzugsanstalt Ulm verfügt über mehrere Standorte. Die Hauptanstalt befindet sich im historischen Festungsgebäude. Insassen können dem Landesbetrieb Vollzugliches Arbeitswesen (VAW) zufolge in den Ulmer Gefängnissen in einer Schreinerei, einer Schlosserei und einem Unternehmerbetrieb arbeiten und stellen etwa Büromöbel für Unternehmen, Behörden und private Auftraggeber her.

bbr/dpa