SpOn 21.01.2026
14:10 Uhr

Ukrainekrieg: Steve Witkoff kündigt neues Treffen mit Wladimir Putin in Russland an


Noch in dieser Woche wird der Ukraine-Vermittler der US-Regierung Steve Witkoff für ein Gespräch mit Wladimir Putin nach Moskau reisen, begleitet von Trumps Schwiegersohn. Das Treffen finde auf Wunsch der russischen ​Seite statt.

Ukrainekrieg: Steve Witkoff kündigt neues Treffen mit Wladimir Putin in Russland an

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff reist nach eigenen Angaben am Donnerstag zu einem erneuten Treffen mit dem russischen ‌Präsidenten Wladimir Putin nach Moskau. Der Schwiegersohn von US-Präsident Donald ⁠Trump, ‍Jared Kushner, werde ihn begleiten, sagt Witkoff dem Sender CNBC.

Das Treffen finde auf Wunsch der russischen ​Seite statt. »Ich denke, das ist eine ‌wichtige Aussage ⁠von ihrer Seite.« Die russische Führung hatte vergangene Woche mitgeteilt, sie bereite den Empfang von Witkoff und Kushner für Friedensgespräche zur ⁠Ukraine vor, nannte aber keinen Termin.

Peskow bestätigt geplantes Gespräch mit Putin

Das Präsidialamt in Moskau bestätigte inzwischen das geplante Treffen am ‌Donnerstag. Die Zusammenkunft stehe »für morgen auf dem Terminkalender des Präsidenten«, sagte Kremlsprecher Dmitrij Peskow am Mittwoch der russischen Nachrichtenagentur Tass, ohne den Ort des geplanten Treffens zu nennen.

Witkoff hatte die Gespräche über Sicherheitsgarantien für die Ukraine bereits Anfang Januar als »weitgehend abgeschlossen« bezeichnet. »Die Menschen in der Ukraine müssen wissen, dass, wenn (der Krieg) beendet ist, dann für immer«, sagte Trumps Sondergesandter nach einem Gipfeltreffen in Paris. Er räumte jedoch ein, dass die Frage nach einer möglichen Aufgabe von Gebieten durch die Ukraine noch nicht geklärt und »ein besonders kritisches Thema« sei.

Steve Witkoff und Jared Kushner im Dezember 2025 bei Wladimir Putin

Steve Witkoff und Jared Kushner im Dezember 2025 bei Wladimir Putin

Foto: Kristina Kormilitsyna / REUTERS

Kushner hatte die damaligen Gespräche als »wichtigen Meilenstein« bezeichnet. Es benötige nun »echte Schutzmechanismen«, um sicherzustellen, dass die Ukraine nicht erneut angegriffen würde. Europäische Vertreter hatten dagegen erklärt, dass es weiterhin völlig unklar sei, ob Russland überhaupt ein Kriegsende wolle.

Trumps Sondergesandter Witkoff hatte mit seiner erkennbaren Begeisterung für Wladimir Putin in der Vergangenheit immer wieder für Irritationen gesorgt .

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Der ukrainische Chefunterhändler Rustem ‍Umjerow hatte vergangene Woche erklärt, die Gespräche mit US-Vertretern ‍würden fortgesetzt. Es gehe dabei um eine Lösung für den seit fast vier Jahren andauernden Krieg mit Russland. ⁠Die Gespräche ​sollen diese Woche beim Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos stattfinden.

jpe/AFP/Reuters