Die Ukraine hat eigenen Angaben zufolge ihre Angriffe auf russische Ölinfrastruktur fortgesetzt. Nach Angaben des ukrainischen Militärs wurde dabei eine russische Ölplattform im Kaspischen Meer mit Drohnen angegriffen. Ziel sei die Plattform Filanowski des russischen Konzerns Lukoil gewesen, teilt der Generalstab in Kyjiw mit.
Zudem sei ein Militärpatrouillenschiff in der Nähe einer Bohrinsel getroffen worden. Über das Ausmaß möglicher Schäden liegen zunächst keine Angaben vor.
Die Ukraine hatte vergangene Woche erstmals seit Beginn des Krieges im Februar 2022 die russische Ölinfrastruktur im Kaspischen Meer mit Drohnen angegriffen. Zudem meldete das Land erstmals auch einen Angriff auf einen Öltanker in neutralen Gewässern, der zur russischen Schattenflotte gerechnet wird.
Zahlreiche Tote bei russischem Angriff in Odessa
Unterdessen sind bei einem russischen Raketenangriff auf die ukrainische Hafenstadt Odessa in der Nacht mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Weitere 27 Menschen seien teils schwer verletzt worden, teilte der staatliche Zivilschutz auf Facebook mit.
Bei dem Angriff auf eine Hafenanlage sei auch ein mit Passagieren besetzter Bus getroffen worden. Zudem seien Lastwagen und Autos auf einem Parkplatz in Brand geraten. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Aufräumarbeiten nach einem russischen Angriff in Odessa vor wenigen Tagen
Foto: Oleksandr Gimanov / AFPErst am Donnerstag war in Odessa eine Frau bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Auto ums Leben gekommen. Ihre drei Kinder seien dabei schwer verletzt worden, teilte der regionale Militärverwalter Oleh Kiper auf Telegram mit.
Putins Unterhändler wird in Miami erwartet
Seit Beginn der russischen Invasion vor vier Jahren überzieht Russland die Ukraine mit einem zerstörerischen Angriffskrieg. Vor allem die Zivilbevölkerung der Ukraine gerät immer wieder ins Visier russischer Angriffe.
Ansätze zur Lösung des Konflikts scheiterten daran, dass Kremlherrscher Wladimir Putin bislang wenig Bereitschaft für Verhandlungen zeigt. Bei seiner jährlichen TV-Show schob er die Verantwortung für den eigenen Angriffskrieg erneut dem Westen zu.
Putins Sondergesandter Kirill Dmitrijew wird an diesem Wochenende für Gespräche in Miami erwartet. Er soll dort erneut auf den Trump-Vertrauten Steve Witkoff sowie auf Trumps Schwiegersohn Jared Kushner treffen. Das erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von einem russischen Insider. Auch andere Medien wie Politico und CNN hatten zuvor darüber berichtet.
Dreiergespräche mit Beteiligung der Ukraine seien nicht geplant, hieß es.
Kremlherrscher Putin hat am Samstag fast viereinhalb Stunden handverlesene Fragen von Bürgern und Journalisten beantwortet. Hier ordnen wir seine wichtigsten Aussagen ein: Das behauptet Putin – und so ist es wirklich
