SpOn 01.01.2026
08:44 Uhr

Ukraine-Krieg: Wolodymyr Selenskyj optimistisch über baldiges Friedensabkommen


Zu Neujahr spricht Wolodymyr Selenskyj zu seinem Volk – und macht ihm Hoffnung auf ein baldiges Ende des Krieges. Das Friedensabkommen sei zu 90 Prozent fertig. Was noch fehlt, seien starke Sicherheitsgarantien der USA.

Ukraine-Krieg: Wolodymyr Selenskyj optimistisch über baldiges Friedensabkommen

Die Verhandlungen der Ukraine mit den USA nähern sich offenbar dem Abschluss. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj jedenfalls sieht sich nur noch »zehn Prozent« von einem Abkommen zur Beendigung des Krieges mit Russland entfernt. »Das Friedensabkommen ist zu 90 Prozent fertig. Zehn Prozent bleiben«, sagte er in seiner Neujahrsansprache. Diese restliche Verhandlungsmasse seien »die zehn Prozent, die das Schicksal des Friedens, das Schicksal der Ukraine und Europas bestimmen werden«, fügte er hinzu.

Wolodymyr Selenskyj bei Neujahrsansprache: »Das Friedensabkommen ist zu 90 Prozent fertig«

Wolodymyr Selenskyj bei Neujahrsansprache: »Das Friedensabkommen ist zu 90 Prozent fertig«

Foto: POU / ROPI

Selenskyj sagte, sein Land wolle ein Ende des Krieges, aber nicht »um jeden Preis«. Ein Abkommen müsse starke Sicherheitsgarantien beinhalten, um Russland von einer erneuten Invasion abzuhalten. Zuletzt hatten die USA laut Selenskyj Sicherheitsgarantien für 15 Jahre angeboten, Selenskyj reicht das nicht aus.

Wenige Stunden zuvor hatte unter anderem der US-Sondergesandte Steve Witkoff mit ukrainischen und europäischen Sicherheitsberatern telefoniert, um über die nächsten Schritte in den Friedensverhandlungen zu sprechen.

Die diplomatischen Bemühungen für ein Ende des russischen Angriffskriegs in der Ukraine hatten sich zuletzt wieder intensiviert. Nach einem Treffen zwischen Selenskyj und US-Präsident Donald Trump in dessen Privatresidenz in Florida am Sonntag hatte der vermittelnde Gastgeber von »großen Fortschritten« bei den Verhandlungen gesprochen. Besonders umstrittene Territorialfragen sind jedoch weiterhin nicht gelöst.

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In den vergangenen Tagen gingen die gegenseitigen Schuldzuweisungen und Angriffe unvermindert weiter: Russland warf der Ukraine vor, die Residenz von Präsident Wladimir Putin angegriffen zu haben. Kyjiw bestreitet dies. Die EU warf Moskau vor, die Verhandlungen durch derlei »unbegründete Behauptungen« untergraben zu wollen. Sowohl Russland als auch die Ukraine meldeten zudem weitere Angriffe mit Verletzten.

Putin sagte in seiner Neujahrsansprache, er glaube an einen Sieg Russlands.

hej/AFP