SpOn 14.02.2026
21:50 Uhr

Ukraine-Krieg: Wolodymyr Selenskyj nimmt Auszeichnung für Widerstand entgegen


Stellvertretend für das ukrainische Volk ist Präsident Selenskyj in München mit dem Ewald-von-Kleist-Preis geehrt worden. In der Laudatio hieß es, die Ukraine verdiene »den größten Respekt der gesamten freien Welt«.

Ukraine-Krieg: Wolodymyr Selenskyj nimmt Auszeichnung für Widerstand entgegen

»Die mutige ukrainische Bevölkerung« wurde bei der Münchner Sicherheitskonferenz mit dem Ewald-von-Kleist-Preis 2026 geehrt. Präsident Wolodymyr Selenskyj nahm die Auszeichnung stellvertretend für den Mut und die Widerstandsfähigkeit aller Ukrainer entgegen. Die Verleihung fand am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz bei einem Empfang von Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) in der Münchner Residenz statt. Die Laudatio hielt Polens Ministerpräsident Donald Tusk.

Polens Premier Tusk, SiKo-Chef Wolfgang Ischinger, Selenskyj und Söder in München

Polens Premier Tusk, SiKo-Chef Wolfgang Ischinger, Selenskyj und Söder in München

Foto: Sven Hoppe / dpa

Tusk sagte, das ukrainische Volk verdiene »den größten Respekt der gesamten freien Welt«. Die Ukraine zahle den höchsten Preis für ihren Widerstand gegen den Feind, der auch eine Bedrohung für ganz Europa und die gesamte westliche Welt sei.

Selenskyj dankte insbesondere den europäischen Staats- und Regierungschefs namentlich für ihre Unterstützung, aber auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) und Nato-Generalsekretär Mark Rutte. »Ich danke allen, die uns zur Seite stehen.«

Der Leiter der Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hatte bei der Bekanntgabe des Preisträgers vor wenigen Tagen gesagt: »Seit mehr als einem Jahrzehnt kämpft das ukrainische Volk für seine Freiheit, Unabhängigkeit und Würde – zunächst auf der Krim und im Donbass nach dem russischen Einmarsch 2014 und später im gesamten Land, nachdem Russland 2022 seine groß angelegte Invasion gestartet hatte.« Die Auszeichnung gelte ausdrücklich auch den vielen Menschen, die ihr Leben im Krieg verloren haben oder verletzt wurden.

Mehr zum Thema

Ewald von Kleist hatte 1963 den Vorläufer der Sicherheitskonferenz, die Wehrkundetagung, gegründet. Mit dem Preis werden Personen oder Institutionen geehrt, die sich besonders um Konfliktbewältigung verdient gemacht haben. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Henry Kissinger, Helmut Schmidt, Valéry Giscard d'Estaing, John McCain, die Vereinten Nationen und Angela Merkel, aber auch die Länder Schweden und Finnland.

jah/dpa