SpOn 20.12.2025
19:57 Uhr

Ukraine-Krieg: Selenskyj begrüßt US-Vorschlag für trilaterales Treffen


Seit dem Sommer gibt es keine direkten Gespräche mehr zwischen Ukraine und Russland. Jetzt könnte sich das ändern: Für Präsident Selenskyj zeigt sich offen für ein Treffen der Sicherheitsberater aus Washington, Kyjiw und Moskau.

Ukraine-Krieg: Selenskyj begrüßt US-Vorschlag für trilaterales Treffen

»Die USA schlagen derzeit ein trilaterales Treffen der nationalen Sicherheitsberater der USA, der Ukraine und Russlands vor«, sagte der ukrainische Präsident Wolodmyr Selenskyj am Samstag in Kyjiw. Die Ukraine unterstütze diesen Vorschlag, so Selenskyj, da dieser den Austausch von Kriegsgefangenen oder eine Vereinbarung über ein Treffen der Staats- und Regierungschefs ermöglichen könnte.

Die Ukraine und ihre europäischen Verbündeten sollten die aktuellen, von den USA geführten Friedensgespräche mit Russland weiterhin unterstützen, sagte Selenskyj. Damit antwortete der ukrainische Präsident auf eine Frage zu Äußerungen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Dieser hatte vorgeschlagen, dass Europa wieder direkte Gespräche mit Russland aufnehmen müsse, falls die Bemühungen unter Führung der USA scheitern sollten.

Das Format sei es wert, »dafür zu kämpfen«, so Selenskyj. Wenn es jedoch nicht funktioniere, sei er bereit, »andere Optionen« in Betracht zu ziehen.

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Wie der Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine Rustem Umerov mitteilte, führten Vertreter der Ukraine und Europas am Freitag in den Vereinigten Staaten eine Gesprächsrunde mit ihren amerikanischen Amtskollegen und vereinbarten, die Kontakte bald wieder aufzunehmen.

Kreml-Berater Dmitrijew reist allein nach Miami

Wie mehrere Medien berichten, ist der russische Präsidentenberater Kirill Dmitrijew am Samstag in Miami im US-Bundesstaat Florida eingetroffen, um an den neuen Gesprächen über eine Beendigung des Krieges in der Ukraine teilzunehmen. Die Tatsache, dass Dmitrijew allein nach Miami geflogen ist, könnte nach Einschätzung vieler Experten ein Zeichen dafür sein, dass Russland nicht wirklich bereit ist, mit der Ukraine zu verhandeln.

dtt/Reuters