Ein Passagierzug mit mehr als 200 Menschen an Bord ist nach ukrainischen Angaben in der Region Charkiw von russischen Drohnen attackiert worden. Dabei seien nach bisherigen Erkentnissen vier Menschen getötet worden, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in sozialen Medien. Er veröffentlichte auch ein Video, das den brennenden Zug zeigen soll.
Today, Russia struck a passenger train in the Kharkiv region with attack drones. In any country, a drone strike on a civilian train would be regarded in the same way – purely as an act of terrorism. There would be no doubt about the classification, neither in Europe, nor in… pic.twitter.com/J7UqQV70QG
— Volodymyr Zelenskyy / Володимир Зеленський (@ZelenskyyUa) January 27, 2026
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»In jedem Land würde ein Drohnenangriff auf einen zivilen Zug gleich bewertet werden – nämlich als reiner Terrorakt«, erklärte er auf der Plattform X. Es gebe keine militärische Rechtfertigung dafür, Zivilisten in einem Zugabteil zu töten, so der ukrainische Präsident. Zugleich forderte er, Russland müsse für sein Handeln zur Rechenschaft gezogen werden, und warb für weitere Unterstützung der Ukraine.
Zuvor hatte der ukrainische Minister für Regionalentwicklung, Olexij Kuleba, bei Telegram bereits mitgeteilt, dass es Verletzte gebe. Er fügte hinzu: »Es gab kein militärisches Ziel.« Der Zug sei auf der Strecke Barwinkowe–Lwiw–Tschop in Richtung Westen unterwegs gewesen. Drei Drohnen der ursprünglich iranischen Bauart Schahed seien vor der Lokomotive und in einem Passagierwaggon eingeschlagen, schrieb Kuleba weiter. 291 Passagiere seien aus dem Zug evakuiert worden. Laut Selenskyj habe eine der drei beteiligten Drohnen ein Abteil mit 18 Insassen getroffen.
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Schon in der Vergangenheit hatte es nach russischen Angriffen immer wieder Tote und Schäden im Zugverkehr und an Bahnhöfen der Ukraine gegeben. Die Ukraine verteidigt sich seit fast vier Jahren gegen den russischen Angriffskrieg.
Stillstand im Osten, dafür Vormarsch im Süden: Russland kann nach einigen Rückschlägen in Saporischschja Geländegewinne vermelden. Wieso ein Verlust der Region die Ukraine besonders schmerzhaft treffen würde, lesen Sie hier .
