SpOn 05.02.2026
22:13 Uhr

Ukraine: Über 1.100 Gebäude in Kyjiw nach russischem Luftangriff ohne Heizung


Bei frostigen Temperaturen greift Russland erneut die wichtige Infrastruktur der ukrainischen Hauptstadt an. Neben der ausgefallenen Heizung muss bei Zehntausenden auch das Wasser abgestellt werden.

Ukraine: Über 1.100 Gebäude in Kyjiw nach russischem Luftangriff ohne Heizung

Mehr als tausend Wohnblocks in Kyjiw können wegen der Zerstörung eines Heizkraftwerks in diesem Winter absehbar nicht mehr beheizt werden. Das teilte der Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt, Vitali Klitschko, auf seinem Telegram-Kanal mit .

In der ukrainischen Hauptstadt müssen die Menschen wegen schwerer russischer Luftangriffe schon seit Anfang Januar fast ohne Strom, Heizung und Wasser ausharren. Dabei herrscht strenger Frost. Die ukrainische Führung wirft Russland vor, die Menschen mit Kälte und Dunkelheit zu terrorisieren .

Wasser wird abgelassen, um Einfrieren zu verhindern

Die Verwaltung der Drei-Millionen-Stadt veröffentlichte eine Liste mit 1.126 betroffenen Gebäuden, die alle in den Stadtteilen Darnyzja und Dniprowskyj auf dem östlichen Ufer des Dnipro liegen. Das Heizkraftwerk für diese Stadtteile sei bei einem russischen Luftangriff am Dienstag so beschädigt worden, dass »die Wiederherstellung ihrer Systeme und Anlagen mindestens zwei Monate dauern wird«, erklärte Klitschko unter Berufung auf Experten, die die Schäden überprüft hatten.

In den betroffenen Wohnblocks sei zusätzlich das Wasser abgelassen worden, um ein Einfrieren der Leitungen zu verhindern . Weil die Häuser nicht beheizt werden könnten, sollten sie wenigstens möglichst gut mit Strom versorgt werden, schrieb der Bürgermeister. Außerdem würden in diesen Stadtteilen neun zusätzliche Schulen mit mobilen Heizkesseln beheizt, damit die Menschen sich dort Tag und Nacht aufwärmen können. Zudem richte die Stadt weitere 63 kleine Aufwärmpunkte ein.

Verhandlungen in Abu Dhabi beendet

Die parallel laufenden ukrainisch-russischen Friedensgespräche in den Vereinigten Arabischen Emiraten sind nach ukrainischen Medienberichten beendet. Der ukrainische Staatspräsident Wolodymyr Selenskyj kündigte infolgedessen eine baldige Fortsetzung der Gespräche an. Angaben zu möglichen Ergebnissen machte er nicht.

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Die Ukraine wehrt sich seit knapp vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion. Washington drängt beide Seiten seit Monaten zu einer Friedenslösung. Nach mehreren Verhandlungsrunden versuchen Unterhändler aller Seiten, Optimismus zu verbreiten. Hauptstreitpunkt sind jedoch weiter die völkerrechtswidrigen Gebietsforderungen Russlands gegenüber dem Nachbarland.

jmm/dpa