SpOn 01.03.2026
15:33 Uhr

Ukraine: Russland setzte laut Wolodymyr Selenskyj im Winter fast 19.000 Drohnen ein


Der ukrainische Präsident zieht nach den jüngsten russischen Angriffen Bilanz: Allein in der letzten Woche soll Russland Tausende Drohnen und Hunderte Raketen gegen das Land abgefeuert haben.

Ukraine: Russland setzte laut Wolodymyr Selenskyj im Winter fast 19.000 Drohnen ein

Russland hat die Ukraine in der Nacht erneut angegriffen. In der Region Dnipropetrowsk wurde nach Angaben des Militärgouverneurs Olexandr Hanscha ein Mensch getötet, vier wurden verletzt. Zudem wurden am Sonntag durch russischen Beschuss der Stadt Cherson vier Menschen getötet, wie der Gebietsgouverneur Oleksandr Prokudin bei Telegram mitteilte.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb in sozialen Medien, Russland habe allein in der vergangenen Woche mehr als 1720 Kampfdrohnen, fast 1300 Gleitbomben und mehr als 100 Raketen gegen die Ukraine eingesetzt. Er warf Moskau vor, in diesem Winter nicht einmal versucht zu haben, Angriffe auf zivile kritische Infrastruktur zu rechtfertigen.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von X.com, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

In den drei Wintermonaten seien es demnach fast 19.000 Kampfdrohnen, mehr als 14.670 Gleitbomben und 738 Raketen gewesen. Viele Drohnen seien vom ursprünglich iranischen Bautyp Schahed, den die iranische Führung derzeit im Nahen Osten einsetze, schrieb er.

Eine von der Nachrichtenagentur AFP veröffentlichte Auswertung , die auf ukrainischen Militärdaten basiert, kommt außerdem zu dem Ergebnis, dass Russland im Februar 288 nächtliche Raketenangriffe geflogen habe – so viele wie seit drei Jahren nicht mehr. Im Januar seien es 135 gewesen. Ziel sei vor allem die Energieinfrastruktur gewesen.

Mehr zum Thema

Die verstärkten Angriffe der vergangenen Wintermonate auf die ukrainische Energieinfrastruktur führten zur schlimmsten Energiekrise seit Kriegsbeginn im Februar 2022. Hunderttausende Ukrainerinnen und Ukrainer konnten zwischenzeitig nicht heizen und hatten keinen Strom. Immer noch muss der Strom zeitweise abgeschaltet werden.

Vor vier Jahren begann Russlands Präsident Wladimir Putin seine Großinvasion der Ukraine. Als Eroberer ist er kläglich gescheitert. Aber als Zerstörer hat er viel erreicht. Lesen Sie den SPIEGEL-Leitartikel hier .

luc/AFP/dpa