SpOn 22.11.2025
22:51 Uhr

Ukraine: Nordische und baltische Staaten sichern Hilfe zu


Bevor die Ukraine am Sonntag mit den USA über den amerikanischen Friedensplan verhandelt, bekommt sie Unterstützung aus dem Baltikum und Skandinavien. Insgesamt acht Staaten kündigen an, das Land weiterhin mit Waffen versorgen zu wollen.

Ukraine: Nordische und baltische Staaten sichern Hilfe zu

Nach der Vorlage des 28-Punkte-Plans der USA zur Beilegung des Ukrainekriegs haben acht nordische und baltische Staaten der Ukraine weitere Unterstützung zugesagt. Zu der Gruppe gehören Dänemark, Estland, Finnland, Island, Lettland, Litauen, Norwegen und Schweden. Das gaben die Staaten nach einem Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bekannt.

In einer gemeinsamen Erklärung  heißt es, Russland sei bislang nicht zu einem Waffenstillstand oder zu Schritten in Richtung Frieden bereit. »Lösungen, die die Souveränität der Ukraine respektieren und der Ukraine und Europa mehr Sicherheit und Stabilität bringen, haben unsere volle Unterstützung«, heißt es weiter. Die Staaten kündigen an, die Ukraine weiter mit Waffen zu versorgen und die europäische Verteidigung zu stärken. Zudem sprechen sie sich für eine Verschärfung der Sanktionen und umfassendere wirtschaftliche Maßnahmen gegen Russland aus, solange der Krieg andauert.

Die US-Regierung hatte Kyjiw vor wenigen Tagen den 28-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges vorgelegt, der Russland in zentralen Forderungen weit entgegenkommt und von Kyjiw seit Langem formulierte rote Linien überschreitet. So verlangt er von der Ukraine schmerzhafte Zugeständnisse wie die Abtretung großer Gebiete in der Ostukraine an Russland, eine Begrenzung der Truppenstärke und den Verzicht auf einen Nato-Beitritt.

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Selenskyj hatte den US-Plan am Freitag in seiner aktuellen Form zurückgewiesen und angekündigt, »Alternativen« zu dem Vorschlag vorzulegen. Eine Delegation der USA sowie Vertreter der Ukraine und ihrer europäischen Verbündeten wollen am Sonntag in der Schweiz über den US-Plan zur Beendigung des russischen Angriffskriegs beraten.

Wie Europa mit Russland umgehen sollte, erklärt Schwedens Premier Ulf Kristersson hier  im Interview.

luc/Reuters/AFP