Fußballtraining im Schnee – trotz Handicap. Die Spieler hier haben durch den Kampf gegen Putins Invasionsarmee Gliedmaßen verloren. Jetzt treffen sich die ehemaligen ukrainischen Soldaten dreimal pro Woche, um mit ihrer im vergangenen Jahr gegründeten Mannschaft fit zu bleiben und etwas Lebensfreude zurückzugewinnen.
Maksym Yaroshenko, Veteran:
»Fast alle Teammitglieder sind Veteranen – sozusagen Waffenbrüder. Wir haben ein sehr gutes Verhältnis untereinander. Und genau wie im Krieg sind wir hier alle Waffenbrüder, wir unterstützen uns gegenseitig.«
Der 31-jährige Maksym Yaroshenko war im März 2022 in die ukrainische Armee eingetreten. Ein Jahr später verlor der Minenräumer bei einem russischen Angriff sein Bein.
Die Organisation »Ärzte ohne Grenzen« schätzt, dass seit dem russischen Angriff auf die Ukraine rund 300.000 Menschen Kriegsverletzungen erlitten haben. Viele dieser Verletzungen führten den Angaben zufolge zu Amputationen, Hör- und Sehverlust. Genaue Zahlen über Tote und Verletzte behandeln beide Kriegsparteien als Verschlusssache.
Maksym Yaroshenko, Veteran:
»Ich mache das für meine Gesundheit, um mit meinen Kameraden zusammen zu sein, um mich zu erholen. Man darf sich nicht zu Hause einschließen und denken: Ich habe eine Amputation und bin nicht wie alle anderen. Daran ist nichts auszusetzen! Man kommt, man spielt, alles ist gut. Man muss weiterleben wie bisher!«
Reporter:
»Wovon träumen Sie?«
Maksym Yaroshenko, Veteran:
»Dass der Krieg endet. Und dass die Kinder ohne diese Explosionen aufwachsen, mit normaler Stromversorgung rund um die Uhr.«