»Ich träume davon, Lokführer zu werden und Züge zu fahren.«
Der Notlage etwas Schönes abtrotzen – ukrainische Kinder wärmen sich in ausgemusterten Eisenbahnwaggons auf. Dabei können sie auch gleich ihre elektronischen Geräte laden. Die Waggons zählen neben beheizten Zelten zu den sogenannten »Unbesiegbarkeitspunkten«. In den Wohnungen vieler Menschen sei es aktuell nicht wärmer als 5 Grad Celsius. Auch Schulen sind betroffen.
»Es ist gerade sehr kalt in unserem Klassenzimmer. Der Strom ist ausgefallen. Und unsere Lehrer haben beschlossen, uns interaktiven Unterricht zu geben.«
Nach den jüngsten russischen Raketen- und Drohnenangriffen auf die Energieinfrastruktur der Ukraine wurde die Strom- und Heizungsversorgung in zahlreichen Städten unterbrochen.
Diese Mitarbeiter eines privaten Energieunternehmens versuchen, ein Stromkraftwerk wieder so schnell wie möglich zum Laufen zu bringen. Unter riskanten Bedingungen: aus Angst vor erneutem Beschuss darf der Ort nicht genannt werden.
»Es gibt viele Schäden, die immer wieder durch diese Angriffe verursacht werden. Sobald wir etwas repariert haben, beginnen die Angriffe von Neuem.«
Aus den zerstörten Geräten tritt immer wieder Rauch aus, Eis bildet sich um beschädigte Rohre, die Arbeiter trotzen Minustemperaturen. Laut Kyjiws Bürgermeister Vitali Klitschko seien aktuell noch etwa 3000 Wohngebäude der Hauptstadt ohne Heizung. 227 seien über Nacht wieder an die Versorgung angeschlossen wurden.