Der Schweizer Snowboard-Olympiamedaillengewinner Ueli Kestenholz, 50, ist bei einem Lawinenabgang im Lötschental im Kanton Wallis ums Leben gekommen. Das bestätigte der Verband Swiss-Ski.
Die Polizei des Kantons Wallis hatte zuvor über das Unglück berichtet, ohne den Namen des Opfers zu nennen. Nach ihren Angaben waren am Sonntag in dem Gebiet ein Ski- und ein Snowboardfahrer auf rund 2400 Metern unterwegs, als sich eine Lawine löste.
Der Skifahrer konnte sich in Sicherheit bringen, der Snowboardfahrer wurde von den Schneemassen mitgerissen. Rettungskräfte bargen ihn und brachten ihn ins Krankenhaus, wo er später starb. Zuerst hatte die »Berner Zeitung« berichtet, dass es sich bei dem Opfer um Kestenholz handelte.
Ueli Kerstenholz mit seiner Olympia-Bronzemedaille
Foto: Alessandro Della Valle / KEYSTONE / dpaKestenholz gehörte seit den frühen Neunzigerjahren zu den prägenden Athleten im Snowboard-Weltcup, mehrfach erreichte er Podestplätze. Bei den Olympischen Winterspielen 1998 in Nagano gewann er im Snowboard-Riesenslalom die Bronzemedaille. 2006 startete er zudem beim olympischen Debüt des Snowboardcross.
Nach seinem Rücktritt vom Wettkampfsport blieb Kestenholz laut Swiss-Ski ein professioneller Outdoor-Sportler und war unter anderem Freerider, Surfer, Gleitschirmpilot, Skydiver und Mountainbiker.
Er hinterlässt seine Ehefrau sowie zwei Söhne im Alter von 17 sowie neun Jahren.
