SpOn 02.12.2025
01:36 Uhr

USA unter Donald Trump: Weißes Haus verteidigt Begnadigung von Honduras Ex-Präsident Juan Orlando Hernández


Donald Trump will Juan Orlando Hernández freilassen, dabei wird dem honduranischen Ex-Präsidenten vorgeworfen, die USA einst mit Kokain geflutet zu haben. Das Weiße Haus reagiert – mit Kritik an Joe Biden.

USA unter Donald Trump: Weißes Haus verteidigt Begnadigung von Honduras Ex-Präsident Juan Orlando Hernández

Das Weiße Haus hat die von Präsident Donald Trump angekündigte Begnadigung des in den USA wegen Drogenhandels einsitzenden Ex-Präsidenten von Honduras, Juan Orlando Hernández, verteidigt. Auf die Frage, warum die Trump-Regierung ihr Vorgehen gegen Venezuela mit Drogenvorwürfen gegen Präsident Nicolás Maduro begründe, und auf der anderen Seite einen verurteilten Drogendealer freilasse, sagte Sprecherin Karoline Leavitt, Hernández sei von der Biden-Regierung unfair behandelt worden.

Dies sei eindeutig eine von Präsident Joe Biden angeordnete Strafverfolgung gewesen, sagte Leavitt. Die Menschen in Honduras hätten Trump gegenüber betont, dass Hernández hereingelegt worden sei.

Hernández habe auch erklärt, dass praktisch keine unabhängigen Beweise vorgelegt worden seien, und ein Großteil seiner Verurteilung auf Aussagen von geständigen Kriminellen beruhte. Leavitt bestritt auch, dass die Begnadigung die Botschaft der US-Regierung im Kampf gegen Drogen untergrabe.

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Hernández war zwischen 2014 und 2022 Präsident von Honduras. Kurz nach Ende seiner Amtszeit wurde er an die USA ausgeliefert. Der Anklage zufolge soll er Honduras zum »Drogenstaat« gemacht haben. Der konservative Politiker soll Drogenschmugglern – darunter auch dem in den USA in Haft sitzenden mexikanischen Ex-Kartellchef Joaquín »El Chapo« Guzmán – geholfen haben, Hunderttausende Kilogramm Kokain in Richtung USA zu schleusen.

Das US-Justizministerium hatte nach der Verurteilung des Ex-Präsidenten zu 45 Jahren Haft geschrieben , als Präsident von Honduras habe Hernández seine Macht missbraucht, um eine der größten und gewalttätigsten Verschwörungen im Bereich des Drogenhandels weltweit zu unterstützen. Die Folgen hätten die Menschen von Honduras und in den Vereinigten Staaten zu tragen gehabt.

  • Mehr zu Trumps Umgang mit Hernández auf der einen und mit Maduro auf der anderen Seite erfahren Sie hier .

aar/dpa