SpOn 06.03.2026
07:20 Uhr

USA und Venezuela planen Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen


Die US-Botschaft in Caracas ist seit 2019 abgeschlossen. Damals hatte Nicolás Maduro die diplomatischen Beziehungen abgebrochen. Nach der Entführung des autoritären Herrschers könnte sich das nun wieder ändern.

USA und Venezuela planen Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen

Die USA und die Übergangsregierung Venezuelas haben sich darauf geeinigt, ihre diplomatischen Beziehungen wieder aufzunehmen. Der Schritt werde gemeinsame Bemühungen zur Unterstützung der wirtschaftlichen Erholung und zur Förderung der Stabilität in Venezuela erleichtern, teilte das US-Außenministerium mit.

»Unser Engagement konzentriert sich darauf, dem venezolanischen Volk durch einen schrittweisen Prozess zu helfen, der die Voraussetzungen für einen friedlichen Übergang zu einer demokratisch gewählten Regierung schafft«, hieß es in der Mitteilung.

US-Botschaft seit 2019 geschlossen

Die Übergangsregierung in Caracas bestätigte die Wiederaufnahme der Beziehungen. Sie sprach von einer neuen Phase eines »konstruktiven Dialogs«, der auf gegenseitigem Respekt, souveräner Gleichheit der Staaten und Zusammenarbeit zwischen den Völkern beruhen solle. Ziel sei es, das gegenseitige Verständnis zu stärken und Möglichkeiten für eine positive Beziehung zum gemeinsamen Nutzen zu eröffnen, teilte das Außenministerium mit.

Die USA hatten ihre Botschaft in Venezuela 2019 geschlossen und ihr Personal abgezogen, nachdem der damalige autoritäre Staatschef Nicolás Maduro die diplomatischen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten abgebrochen hatte.

Venezuela nach Maduros Sturz im Umbruch

Anfang dieses Jahres hatte das US-Militär Maduro und dessen Ehefrau bei einem Angriff auf das südamerikanische Land gefangengenommen und außer Landes gebracht. Beide befinden sich inzwischen in New York, wo ihnen wegen angeblicher Verwicklung ins internationale Drogengeschäft der Prozess gemacht werden soll.

Mehr zum Thema

Das südamerikanische Land befindet sich seit Maduros Sturz in einer Phase des politischen Umbruchs. Delcy Rodríguez, die zuvor Maduros Vize war, übernahm als geschäftsführende Präsidentin die Führung. Sie gilt als zentrale Ansprechpartnerin der US-Regierung, primär bei Verhandlungen über die Verwaltung der riesigen Ölvorkommen des Landes, die Trump zugunsten der USA nutzen möchte. Mehrere US-Minister haben sich bereits mit ihr in Venezuela getroffen – jüngst etwa Innenminister Doug Burgum.

jmm/dpa