Donald Trump, US-Präsident:
»Wir betrachten Venezuela nicht als besonders freundliches Land. Sie haben uns Millionen Menschen geschickt. Und viele dieser Menschen hätten nicht in unser Land kommen dürfen – aus Gefängnissen, aus Banden, Drogenhändler.«
Der Ton gegenüber Venezuela wird schärfer: Am Wochenende erklärte der US-Präsident den Luftraum über dem südamerikanischen Land für »geschlossen«. Außerdem verstärkten die US-Streitkräfte in den vergangenen Tagen ihre Luftwaffen- und Marineverbände unter anderem auf den Karibikinseln Trinidad und Tobago - in strategisch wichtiger Nähe zu Venezuela. Damit hat der US-Präsident Spekulationen angeheizt, die USA könnten militärisch gegen das lateinamerikanische Land vorgehen.
John Trim, Einwohner von Tobago:
»Man hat gerade bei dieser Regierung kein gutes Gefühl. Man weiß bei dem, was sie sagen, nicht, was wahr ist und was gelogen ist. Aber so ist die Welt nun einmal. Die Menschen kommen mit Ideologien und Ideen und übernehmen die Macht. Und die kleinen Leute müssen darunter leiden. So ist das.«
Nella Boss, Einwohnerin von Trinidad:
»Ich finde, Trump sollte mit seinem »Make this great thing« dort (in den USA) bleiben und dort etwas Großartiges schaffen, denn wir hier in Trinidad sind bereits großartig. Wir brauchen diese Verwirrung mit diesen großartigen Dingen nicht, wissen Sie? Das ist meine Meinung: Trump bleibt dort, Trini(dad) bleibt hier.«
Seit September haben die US-Streitkräfte mehr als 20 Angriffe auf mutmaßliche Drogenboote in der Karibik und im Pazifik ausgeführt. Dabei kamen mindestens 83 Menschen ums Leben. Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro hat jegliche Verbindungen zum illegalen Drogenhandel bestritten und bezeichnet Trumps letzte Aktion als »feindselige Handlung«. Und Donald Trump?
Reporterin:
»Die New York Times hat berichtet, dass Sie mit Maduro telefoniert haben. Stimmt das?
Donald Trump, US-Präsident:
»Das will ich nicht kommentieren, aber die Antwort ist »ja«.
Reporterin:
»Können Sie uns ein bisschen davon erzählen?«
Donald Trump, US-Präsident:
»Nein, das mache ich nicht«
Nun erwägt die US-Regierung, so berichtet es die Nachrichtenagentur Reuters, den venezolanischen Präsidenten zu stürzen und eine neue Phase der Operationen einzuläuten. Nach Angaben des US-Senators Markwayne Mullin hat Washington Präsident Maduro eine Chance zum Verlassen seines Landes gegeben: Er könne »nach Russland oder in ein anderes Land gehen«, sagt Mullin dem US-Fernsehsender CNN.