SpOn 26.02.2026
21:04 Uhr

USA und Iran beenden Gespräche in Genf – sind sie einer Einigung näher?


Ist ein Krieg zumindest erst mal aufgeschoben? Nach den Atomverhandlungen zwischen den USA und Iran dringen optimistische Töne nach außen. Bald schon soll angeblich weiter verhandelt werden.

USA und Iran beenden Gespräche in Genf – sind sie einer Einigung näher?

Wie nah sind die Vereinigten Staaten und Iran einem Krieg – oder einer Einigung in ihren Atomverhandlungen? Die möglicherweise entscheidende Runde der Gespräche ist zwar ohne Durchbruch beendet worden, allerdings sickerten vorsichtig optimistische Töne durch.

Omans Außenminister Badr al-Bussaidi, der zwischen beiden Staaten vermittelt, sprach von »bedeutenden Fortschritten« in den Verhandlungen. Kommende Woche seien in Wien Gespräche auf technischer Ebene geplant. Falls diese stattfinden, dürften Details eines möglichen Abkommens ausgehandelt werden.

Irans Außenminister Abbas Araghchi nannte die Zusammenkunft die »beste und ernsthafteste Runde«, die es bisher gegeben habe. Er rechne in weniger als einer Woche mit einer Fortsetzung, sagte Araghchi im staatlichen Fernsehen. Teheran habe seine Forderungen nach einer Aufhebung der Sanktionen und dem genauen Ablauf klar dargelegt. Beide Seiten müssten nun Rücksprache mit ihren Regierungen halten.

Von US-Seite vorerst kein offizielles Statement

Eine offizielle Stellungnahme der US-Delegation lag zunächst nicht vor. Das Nachrichtenportal »Axios« berichtete, ein Offizieller habe die Gespräche als »positiv« bezeichnet, ohne weitere Details zu nennen.

Bei den Verhandlungen geht es unter anderem um das umstrittene iranische Atomprogramm. Die USA wollen verhindern, dass die Führung in Teheran Atomwaffen entwickelt. Irans Regierung bestreitet entsprechende Absichten, zeigt sich jedoch bereit, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen. Im Gegenzug fordert Teheran die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen. Am Mittwoch übermittelte Iran einen ersten Entwurf für ein neues Abkommen.

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Die USA haben ihre Militärpräsenz in der Region zuletzt stark ausgebaut. Dem »Wall Street Journal« zufolge ist es der größte Aufmarsch von US-Luftstreitkräften in der Region seit dem Irakkrieg 2003. Am Donnerstag lief der größte Flugzeugträger der US-Marine, die USS Gerald R. Ford, vor der griechischen Insel Kreta aus. Er dürfte die US-Flotte im Nahen Osten verstärken.

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sol/dpa/Reuters