Mit dem Schiff sei gegen die von US-Präsident Donald Trump verhängte Ölblockade gegen sanktionierte Schiffe in der Karibik verstoßen worden. »Das Kriegsministerium wird illegalen Akteuren und ihren Stellvertretern die Bewegungsfreiheit im maritimen Bereich verweigern«, fügte das Pentagon hinzu.
Three boats ran and now all three have been captured.
— Department of War 🇺🇸 (@DeptofWar) February 24, 2026
Overnight, U.S. forces conducted a right-of-visit, maritime interdiction and boarding of the Bertha without incident in the INDOPACOM area of responsibility. The vessel was operating in defiance of President Trump’s… pic.twitter.com/YoHlb9v54p
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Seit einiger Zeit verlangt die Trump-Regierung, dass das Verteidigungsministerium als Kriegsministerium zu bezeichnen ist. Für eine solche Namensänderung wäre eine Zustimmung des Kongresses nötig, auch wenn Präsident Trump das nicht akzeptieren möchte.
Es ist das dritte Schiff, das US-Streitkräfte in diesem Monat im Indischen Ozean abgefangen haben, und das insgesamt zehnte, seit Trump im Dezember eine »Blockade« gegen sanktionierte Öltanker verhängt hat, die nach Venezuela oder von dort unterwegs sind.
Die in den vergangenen Monaten beschlagnahmten Tanker machen jedoch nur einen winzigen Bruchteil der »Schattenflotte« aus, die weltweit unterwegs ist, um Sanktionen zu umgehen. Nach Angaben eines ranghohen Offiziers der US-Küstenwache umfasst die Flotte bis zu 800 Schiffe.
Seit dem US-Angriff auf Venezuela und der Gefangennahme des linksnationalistischen Staatschefs Nicolás Maduro Anfang Januar hatte US-Präsident Donald Trump wiederholt sein Interesse an den großen Ölvorkommen Venezuelas bekundet.
Ölriesen sind skeptisch wegen der Risikofaktoren
Bei einem Treffen mit den Chefs von US-Energiekonzernen am 10. Januar drängte Trump die Unternehmen zu Investitionen in Höhe von 100 Milliarden Dollar (rund 84 Milliarden Euro) in dem südamerikanischen Land. Diese reagierten zurückhaltend. Besonders skeptisch äußerte sich der Chef von ExxonMobil, Darren Woods – woraufhin Trump sagte, er werde dem Konzern voraussichtlich keine Lizenz erteilen.
Venezuela hat die weltweit größten Ölreserven, die Förderinfrastruktur gilt aber als marode. Mit Misstrauen sehen die Konzerne auch die politische Instabilität in dem Land und die mangelnde Sicherheit, in der Vergangenheit kam es mehrfach zu Enteignungen durch die linksgerichteten Regierungen.
Venezuela wird derzeit von Maduros früherer Stellvertreterin Delcy Rodríguez angeführt, die als Übergangspräsidentin im Amt ist. Neuwahlen sind vorerst nicht geplant. Wie genau die USA die »Kontrolle« über Venezuela ausüben, von der Trump spricht, ist unklar.
