Wichtige Updates
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Überblick: USA und Israel attackieren Iran, Teheran schlägt zurück, Rätsel um Khamenei
- Die USA und Israel haben am frühen Morgen mit einem Angriff auf Iran begonnen. Die Bundesregierung wurde von israelischer Seite unmittelbar vor dem Beginn der Aktion über diese informiert.
- Die Gegenangriffe sind massiv: Iran feuerte Raketen auf Israel ab, außerdem unter anderem auf Bahrain, Katar, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate. Dort befinden sich Stützpunkte des US-Militärs.
- Medienberichten zufolge zielte der Angriff auch auf Irans Revolutionsführer Ali Khamenei. Nach iranischen Angaben vom Morgen befand er sich an einem sicheren Ort. Öffentlich geäußert hat er sich aber bislang nicht.
- Iranische Medien berichten, dass ein Raketenangriff eine Schule im Süden Irans getroffen haben soll. Dutzende Schülerinnen sollen dabei ums Leben gekommen sein.
Mehr Hintergrund und Analyse
- Marschflugkörper, Raketen, Cyberattacken: So steuern die USA und Israel die Operation »Epischer Zorn« (hier die militärische Einschätzung).
- Daten zum Iran-Krieg: Wo fliegen die Truppen von USA und Israel ihre Angriffe? Welche US-Basen attackiert Iran? Welche Waffen sind im Einsatz? (hier der Überblick in Grafiken).
- Enthauptungsschlag: Der Angriff zielt nicht nur auf einzelne Militäranlagen Irans, sondern auf die Führung in Teheran. Ein Krieg mit unabsehbaren Folgen für den Nahen Osten – und die Welt (hier die geopolitische Analyse).
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Internationale Atomenergiebehörde: Keine Anzeichen für »radioaktive Auswirkungen« in Iran
Laut der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) gibt es nach den Angriffe bislang keine Hinweise auf »radioaktive Auswirkungen«. Das teilte die Organisation auf X mit. Die IAEA mahnte zur Zurückhaltung, »um jegliche nukleare Sicherheitsrisiken für die Bevölkerung der Region zu vermeiden«. Sie beobachte die Lage genau und stehe in ständigem Kontakt mit Staaten der Region.
Foto: Michael Gruber/AP/dpa
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Flughafen in Kuwait angegriffen
Am internationalen Flughafen von Kuwait hat eine Drohne mehrere Mitarbeiter leicht verletzt. Der Sprecher der Luftfahrtbehörde sprach gegenüber lokalen Medien von einem Sachschaden in begrenzter Höhe. Auf Videos in den sozialen Medien ist zu sehen, wie Trümmer auf dem Boden liegen. Teile des Flughafendachs sind offenbar eingestürzt, an einer Stelle brennt es.
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Offenbar Einschlag in Luxushotel auf künstlicher Palmeninsel in Dubai
In Dubai ist das Luxushotel Fairmont – The Palm offenbar zum Opfer eines Angriffs geworden. Mehrere Videos im Internet zeigen, wie das Hotel auf der künstlichen Palmeninsel Jumeirah teilweise in Flammen stand, nachdem es wohl von einem Geschoss aus der Luft getroffen worden war. Auch Augenzeugen berichteten von einem solchen Brand. Laut dem Nachrichtensender Al Jazeera sollen mindestens vier Menschen verletzt worden sein. Wie schwer sie verletzt sind und woher das Geschoss kam, ist bislang nicht bekannt. Der SPIEGEL kann die Authentizität der Videos derzeit nicht überprüfen.
Dubai, das zweitgrößte der Vereinigten Arabischen Emirate, ist keine 200 Kilometer Luftlinie von der iranischen Golfküste entfernt. In der Millionenmetropole leben zahlreiche Iraner; traditionell gibt es enge Handelsverflechtungen mit Iran. Die Vereinigten Arabischen Emirate sind Verbündete der USA.
In und um Dubai ist der zivile Luftverkehr zum Erliegen gekommen. Beide Flughäfen der Stadt stehen komplett still, darunter auch der Dubai International Airport, das Drehkreuz der weltweit agierenden Fluggesellschaft Emirates. Dies dürfte Folgen auch für deutsche Emirates-Passagiere haben: etwa für Urlauber, die am Wochenende aus Asien nach Deutschland zurückreisen wollten.
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Auswärtiges Amt warnt vor Reisen in große Teile des Nahen Ostens
Das Auswärtige Amt hat nach der militärischen Eskalation die Reise- und Sicherheitshinweise für nahezu die gesamte Region verschärft. Laut der Website des Ministeriums gelten jetzt Reisewarnungen für Israel, Bahrain, Irak, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Für Iran besteht schon seit 2022 eine Reisewarnung, die Warnung für Israel war am Freitag aktualisiert worden. Es müsse jederzeit mit weiteren Angriffen und Sperrungen des Luftraums gerechnet werden, heißt es. Reisende wurden aufgerufen, sich auf der Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts zu registrieren.
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Krisenstab der Bundesregierung kam zusammen
Der Krisenstab der Bundesregierung tagte unter der Leitung des Staatssekretärs im Auswärtigen Amt, Géza Andreas von Geyr, zur Situation im Nahen und Mittleren Osten, wie es aus dem Amt verlautete. Die Reise- und Sicherheitshinweise wurden demnach für die gesamte Region verschärft. Die jeweiligen deutschen Auslandsvertretungen stünden in Kontakt mit den deutschen Staatsangehörigen vor Ort, hieß es weiter.
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Iran: Menschen sollen Teheran verlassen
Die Behörden in Iran haben die Menschen in Teheran per SMS dazu aufgefordert, die Stadt zu verlassen. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP, deren Mitarbeiter die Mitteilung ebenfalls erhielten. Man solle andere Städte ansteuern, hieß es. Schon kurz nach den ersten Angriffen stockte in Teheran der Verkehr. Vor allem die Straßen ins Umland waren überfüllt, vor Bäckereien und Tankstellen bildeten sich lange Schlangen. Viele Geschäfte blieben ganz geschlossen. Zu Fuß waren nur noch wenige Menschen unterwegs.
Stau in Teheran. Foto: Abedin Taherkenareh / EPA
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Israelis informierten Bundesregierung unmittelbar vor Beginn des Angriffs
Nach SPIEGEL-Informationen erfuhr die Bundesregierung am Samstagvormittag von israelischer Seite, dass die USA und Israel Iran angreifen würden. Die Information erreichte Berlin unmittelbar vor Beginn der Luftschläge. Im weiteren Verlauf des Tages sprachen Kanzler Friedrich Merz und Israels Premier Benjamin Netanyahu noch persönlich miteinander. Im Juni vergangenen Jahres, als US-Streitkräfte iranische Atomanlagen bombardierten, wurden die Deutschen erst kurz nach Beginn der Luftschläge informiert, damals von den Amerikanern.
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Peking verlangt sofortiges Ende der Militärschläge gegen Iran
Chinas Regierung fordert die USA und Israel auf, ihre Angriffe gegen Iran sofort einzustellen. Man sei tief besorgt über die Militärschläge, zitiert die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua einen Sprecher des chinesischen Außenministeriums. Die Souveränität, Sicherheit und territoriale Integrität Irans müssten respektiert werden. China fordere einen sofortigen Stopp der Militäraktionen, dazu keine weitere Eskalation der angespannten Lage, die Wiederaufnahme des Dialogs und der Verhandlungen sowie Bemühungen zur Wahrung von Frieden und Stabilität im Nahen Osten, erklärte der Sprecher laut Xinhua.
Peking und Teheran schlossen 2021 ein strategisches Partnerschaftsabkommen für 25 Jahre. Laut dem Rohstoff-Analyseunternehmen Kpler importierte die Volksrepublik 2025 täglich durchschnittlich 1,38 Millionen Barrel (je 159 Liter) Rohöl aus Iran, das waren knapp zwölf Prozent ihrer gesamten Öleinfuhren.
Peking und Teheran schlossen 2021 ein strategisches Partnerschaftsabkommen für 25 Jahre. Laut dem Rohstoff-Analyseunternehmen Kpler importierte die Volksrepublik 2025 täglich durchschnittlich 1,38 Millionen Barrel (je 159 Liter) Rohöl aus Iran, das waren knapp zwölf Prozent ihrer gesamten Öleinfuhren.
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Leseempfehlung: Wie geht es den Menschen in Iran?
Meine Kolleginnen Dunja Ramadan und Anna-Sophie Schneider und mein Kollege Fritz Schaap haben mit Iranerinnen und Iranern über die Angriffe gesprochen. Die Befragten schwanken zwischen Todesangst und der Hoffnung auf Befreiung vom Regime. Lesen Sie hier ihre Stimmen.
Foto: Majid Asgaripour / REUTERS
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Von der Leyen: EU-Beratungen am Montag
Die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, hat ein Treffen zum Thema Sicherheitspolitik angekündigt. Man werde am Montag zusammenkommen, schreibt von der Leyen bei X. Für die Sicherheit und Stabilität im Nahen Osten sei es »von größter Bedeutung«, dass Iran nicht weitere Partner in der Region angreife und die Lage so eskaliere.
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Starmer: Britische Flugzeuge im Abwehreinsatz im Nahen Osten
Großbritanniens Premierminister Keir Starmer hat in einer TV-Ansprache mitgeteilt, dass derzeit britische Flugzeuge im Nahen Osten in der Luft sind. Das berichtet unter anderem die britische BBC und veröffentlichte ein entsprechendes Video. Der Einsatz des Militärs sei Teil »einer koordinierten Verteidigungsmaßnahme zum Schutz der Interessen Großbritanniens und seiner Verbündeten«. An den Militärschlägen von den USA und Israel gegen Iran habe man sich nicht beteiligt, betonte Starmer erneut.
Foto: Jonathan Brady / PA Photos / action press
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Hoffnung auf Regimewechsel in Iran: Demonstrationen in Deutschland
In Deutschland reagieren Gegner des iranischen Regimes mit Demonstrationen auf die Angriffe der USA und Israels auf Iran. Eindrücke aus Berlin und Frankfurt am Main.
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Uno-Sicherheitsrat tagt noch heute
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen kommt noch am Samstag zusammen, um über die Lage im Nahen Osten zu beraten. Das melden die »New York Times« und die Nachrichtenagentur Reuters. Demnach soll es am Nachmittag (Ortszeit) eine Sondersitzung geben. Mehrere Staaten, darunter Frankreich, Russland, China und Bahrain, hatten dies laut Medienberichten beantragt.
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Irans Verbündete im Jemen: Die Huthis halten sich noch zurück
Ahmed Nagi, Senior Analyst für den Jemen beim Thinktank International Crisis Group, blickt darauf, wie sich die Huthis positionieren. Sie verurteilten die US-amerikanisch-israelischen Angriffe auf Iran und bekunden ihre uneingeschränkte Solidarität mit Teheran. Direkte militärische Unterstützung haben sie allerdings bisher nicht angekündigt. Aber auch, wenn sie derzeit eher defensiv auftreten, bringen sie sich militärisch in Position, und sollte sich die Eskalation ausweiten, ist es unwahrscheinlich, dass sie sich heraushalten werden.
Seit 2014 kontrollieren die Huthis große Teile des Jemen. Sie sind enge Verbündete Irans. Bereits 2025 eskalierte der Konflikt mit den USA, als die Huthis vom Jemen aus wiederholt Raketen und Drohnen auf US-Kriegs- und Handelsschiffe im Roten Meer abfeuerten. Die USA reagierten mit massiven Luftangriffen auf Huthi-Stützpunkte im Jemen. Nach wochenlangen Angriffen gab es unter Vermittlung Omans eine Waffenruhe.
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Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate beenden diplomatische Eiszeit
Nach dem Angriff der USA und Israel auf Iran haben Mohammed bin Salman, der saudische Kronprinz, und Mohammed bin Zayed, der mächtige Mann der Vereinigten Arabischen Emirate, miteinander telefoniert. Das meldet die staatliche Nachrichtenagentur der Emirate. Damit ist die diplomatische Eiszeit am Golf beendet. Die beiden Länder hatten sich in den vergangenen Monaten und Wochen zerstritten. Der Grund: die Kriege im Jemen und im Sudan. In beiden Konflikten unterstützten die Saudis und Emiratis unterschiedliche Seiten.
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Der Kanzler hängt am Telefon
Friedrich Merz hat den Tag bisher vor allem am Telefon verbracht. Wie ein Regierungssprecher am Samstagnachmittag mitteilte, sprach Friedrich Merz mit Kabinettskollegen, mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und mit dem britischen Premier Keir Starmer; die drei stimmten eine gemeinsame Erklärung ab, in der sie zur Wiederaufnahme von Verhandlungen aufrufen.
Zudem gab es nach Angaben des Regierungssprechers auch ein Telefonat zwischen Merz und Israels Premier Benjamin Netanyahu. Wie es weiter hieß, ist die Bundesregierung im Austausch mit US-Stellen, im Verlauf des Wochenendes möchte Merz mit Staats- und Regierungschefs in Nahost telefonieren. Für Dienstag nächster Woche ist ein Besuch von Merz bei Donald Trump im Weißen Haus geplant. Das Treffen ist seit Längerem vorgesehen.
Zudem gab es nach Angaben des Regierungssprechers auch ein Telefonat zwischen Merz und Israels Premier Benjamin Netanyahu. Wie es weiter hieß, ist die Bundesregierung im Austausch mit US-Stellen, im Verlauf des Wochenendes möchte Merz mit Staats- und Regierungschefs in Nahost telefonieren. Für Dienstag nächster Woche ist ein Besuch von Merz bei Donald Trump im Weißen Haus geplant. Das Treffen ist seit Längerem vorgesehen.
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Irans Außenminister: Khamenei lebt – »soweit ich weiß«
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi hat dem Sender NBC gesagt, bei den Angriffen auf sein Land seien zwei Kommandeure getötet worden. Das sei aber »kein so großes Problem«, »fast alle« Funktionäre seien in Sicherheit. Irans Oberster Führer Ali Khamenei ist laut Araghchi noch am Leben – »soweit ich weiß«.
Nach Angaben des iranischen Roten Kreuzes sind bislang 20 der 31 Provinzen im Land von den Angriffen betroffen. Das Vorgehen der USA und Israels bezeichnete Araghchi als »illegal und absolut unrechtmäßig«. Iran werde sich verteidigen.
Nach Angaben des iranischen Roten Kreuzes sind bislang 20 der 31 Provinzen im Land von den Angriffen betroffen. Das Vorgehen der USA und Israels bezeichnete Araghchi als »illegal und absolut unrechtmäßig«. Iran werde sich verteidigen.
Abbas Araghchi (am 17. Februar). Foto: Pierre Albouy / REUTERS
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Kurzanalyse: Luftschläge – und was kommt dann?
Die Äußerungen des US-Präsidenten Donald Trump und des israelischen Premierministers Benjamin Netanyahu deuten darauf hin, dass die Angriffe beider Länder auf Iran wohl nicht von einem größeren Einsatz von Bodentruppen begleitet werden sollen, um den Regimewechsel einzuleiten. Die Luftschläge dienen offenbar eher als eine Art Rahmen, den die iranische Opposition am Boden ausfüllen soll. Jetzt sei der Moment zum Handeln, sagte Trump in seiner Ansprache. »Lassen Sie ihn nicht verstreichen.« Ähnlich klang in seiner TV-Ansprache Netanyahu. »Unser gemeinsames Handeln wird die Voraussetzungen dafür schaffen, dass das mutige iranische Volk sein Schicksal selbst in die Hand nimmt.«
Doch ist ein Massenaufstand gegen die Mullahs realistisch? In einem Staat, in dem die Revolutionswächter das ideologische Rückgrat der Mullahs sind? In dem nach wie vor Teile der Gesellschaft hinter dem Regime stehen? In dem manche viel zu verlieren haben? Das Risiko der zersplitterten iranischen Opposition für einen Aufstand ist hoch. Erst vor wenigen Wochen endeten landesweite Demonstrationen mit Tausenden von Toten und Verletzten, der iranische Sicherheitsapparat schlug brutal gegen Demonstrantinnen und Demonstranten zu, schoss in die Menge.
Doch ist ein Massenaufstand gegen die Mullahs realistisch? In einem Staat, in dem die Revolutionswächter das ideologische Rückgrat der Mullahs sind? In dem nach wie vor Teile der Gesellschaft hinter dem Regime stehen? In dem manche viel zu verlieren haben? Das Risiko der zersplitterten iranischen Opposition für einen Aufstand ist hoch. Erst vor wenigen Wochen endeten landesweite Demonstrationen mit Tausenden von Toten und Verletzten, der iranische Sicherheitsapparat schlug brutal gegen Demonstrantinnen und Demonstranten zu, schoss in die Menge.
Die Welt schaute hilflos zu, empörte sich, als die Bilder von Leichensäcken nach außen drangen. In der Geschichte gibt es manche Beispiele für Aufstände, die tragisch endeten, geschürt durch Hoffnungen von außen. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Trump und Netanyahu zum zweiten Schritt bereit wären: militärische Hilfe für Aufständische.
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Saudi-Arabien bestätigt iranische Angriffe auf Riad
Das saudische Außenministerium hat eine Mitteilung veröffentlicht, wonach Iran die Hauptstadt Riad und die östliche Region des Landes angegriffen habe. Das berichten die Nachrichtenagenturen Reuters und AP. Demnach teilte das Ministerium mit, »man habe die Angriffe abgewehrt«, ohne weiter ins Detail zu gehen.
Riad (am 18. Februar 2024). Foto: Thomas Schulze / ZB / picture alliance
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Sicherheitsbehörden verstärken Schutz jüdischer Einrichtungen in Deutschland
Wegen der Eskalation im Nahen Osten intensivieren deutsche Sicherheitsbehörden den Schutz jüdischer und israelischer Einrichtungen, etwa durch zusätzliches Personal. »Die Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern bewerten die Gefährdungslage aufgrund der aktuellen Entwicklungen fortlaufend, sind hochwachsam und passen entsprechende Schutzmaßnahmen im Bedarfsfall an«, teilte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums auf SPIEGEL-Anfrage mit. »Die Sicherheitsbehörden des Bundes stehen in engem Austausch sowohl untereinander als auch mit den Behörden der Länder«, so der Sprecher weiter.
Der Schutz jüdischer Einrichtungen ist grundsätzlich Aufgabe der Bundesländer, die in Eigenverantwortung Gefährdungslagen bewerten und Schutzmaßnahmen treffen. Der Bund unterstützt mit Lagebildern. Die Berliner Polizei teilte am Samstagnachmittag mit, vorsorglich zusätzliche Einsatzkräfte zum Schutz sensibler Einrichtungen mobilisiert zu haben und die Sicherheitslage aufmerksam zu beobachten. Eine akute Gefährdung bestehe nach derzeitigem Stand aber nicht.
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Katharina Osterhammer
Auslandsressort

Israel warnt Hisbollah vor Einmischung
Ohne dass es bisher ein derartiges Zeichen von der Hisbollah gibt, warnte Israel sie davor, sich erneut in den Konflikt einzumischen. »Unsere Botschaft ist klar: Wenn sie diesen schweren Fehler begehen, wird unsere Antwort entschieden sein«, sagte ein Sprecher der israelischen Armee. Deren Streitkräfte seien weiterhin an der nördlichen Grenze zum Libanon stationiert, der sogenannten Blue Line.
Die US-libanesische Diplomatin Randa Slim sagte mit Blick auf einen möglichen Tod des iranischen Revolutionsführers Ali Khamenei: »Falls er bereits tot ist – warum sollte die Hisbollah dann noch eingreifen? Das käme einem Selbstmord gleich, in einen Krieg einzusteigen, den sie definitiv verlieren würden.«
Die US-libanesische Diplomatin Randa Slim sagte mit Blick auf einen möglichen Tod des iranischen Revolutionsführers Ali Khamenei: »Falls er bereits tot ist – warum sollte die Hisbollah dann noch eingreifen? Das käme einem Selbstmord gleich, in einen Krieg einzusteigen, den sie definitiv verlieren würden.«
Die Iran-nahe Hisbollah gilt seit ihrem Eingreifen ab 8. Oktober 2023 als massiv geschwächt. Unter anderem starben mehrere Führungspersonen bei israelischen Angriffen und die Versorgung mit Waffen durch Syrien wurde seit dem Sturz des Assad-Regimes zunehmend schwieriger.
Lesen Sie hier ein Interview zum Thema.
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Trump lässt bevorzugt am Wochenende angreifen
US-Präsident Donald Trump lässt seine großen Militärschläge immer wieder an Wochenenden ausführen. Die iranischen Atomanlagen ließ er am 22. Juni 2025 in der Nacht von Samstag auf Sonntag (Ortszeit) bombardieren. Die Attacke auf Venezuela mit der Entführung des Präsidenten Nicolás Maduro fand am Samstag, 3. Januar 2026, statt. Nun begann der Angriff auf Iran ebenfalls an einem Samstag.
Kritiker des US-Präsidenten mutmaßen, dass dies kein Zufall ist, sondern Trump und seine Leute bewusst das Wochenende wählen. Denn dann ist der US-Kongress geschlossen, die Parlamentsabgeordneten sind über das ganze Land verstreut und können kaum vereint Gegenwehr leisten. Erst recht nicht in der tiefen Nacht: Der jetzige Angriff auf Iran begann wohl weit nach Mitternacht US-Ostküstenzeit. Laut Artikel 1 der US-Verfassung hat nur der Kongress das Recht, einen Krieg zu erklären. Der Präsident kann allerdings militärische Einsätze anordnen. Bei allen drei bisherigen großen Militärschlägen in Trumps zweiter Amtszeit bestehen massive Zweifel daran, ob sie im Einklang mit der Verfassung stehen. Trump aber hat frühzeitig Fakten geschaffen.
Kritiker des US-Präsidenten mutmaßen, dass dies kein Zufall ist, sondern Trump und seine Leute bewusst das Wochenende wählen. Denn dann ist der US-Kongress geschlossen, die Parlamentsabgeordneten sind über das ganze Land verstreut und können kaum vereint Gegenwehr leisten. Erst recht nicht in der tiefen Nacht: Der jetzige Angriff auf Iran begann wohl weit nach Mitternacht US-Ostküstenzeit. Laut Artikel 1 der US-Verfassung hat nur der Kongress das Recht, einen Krieg zu erklären. Der Präsident kann allerdings militärische Einsätze anordnen. Bei allen drei bisherigen großen Militärschlägen in Trumps zweiter Amtszeit bestehen massive Zweifel daran, ob sie im Einklang mit der Verfassung stehen. Trump aber hat frühzeitig Fakten geschaffen.
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Explosionen in Dubai
Augenzeugen berichten der Nachrichtenagentur Reuters, in Dubai seien »mindestens drei große Knallgeräusche« zu hören gewesen. Demnach war die Flugabwehr aktiv. Auch die Nachrichtenagentur AFP berichtet von Explosionen.
Foto: Fatima Shbair / AP
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Merz, Starmer und Macron: »Waren nicht an den Militärschlägen beteiligt«
Deutschland, Großbritannien und Frankreich haben eine gemeinsame Erklärung zur Operation »Epischer Zorn« veröffentlicht. Darin betonen Friedrich Merz, Keir Starmer und Emmanuel Macron, ihre Länder seien nicht an den Militärschlägen beteiligt gewesen. Man stehe »in engem Kontakt« mit den USA, Israel und den Partnern in der Region.
»Wir verurteilen die iranischen Angriffe auf Staaten in der Region auf das Schärfste. Iran muss seine willkürlichen Militärschläge unterlassen«, heißt es weiter. Die Staatschefs riefen Irans Führung dazu auf, eine Verhandlungslösung zu finden. »Letztendlich muss es dem iranischen Volk erlaubt sein, seine eigene Zukunft zu gestalten.« Man habe wiederholt an das iranische Regime appelliert, sein Nuklearprogramm einzustellen, das ballistische Raketenprogramm zu reduzieren, von destabilisierenden Aktivitäten in der Region und unseren Heimatländern abzusehen und die abstoßende Gewalt und Repression gegen die eigene Bevölkerung zu beenden.
»Wir verurteilen die iranischen Angriffe auf Staaten in der Region auf das Schärfste. Iran muss seine willkürlichen Militärschläge unterlassen«, heißt es weiter. Die Staatschefs riefen Irans Führung dazu auf, eine Verhandlungslösung zu finden. »Letztendlich muss es dem iranischen Volk erlaubt sein, seine eigene Zukunft zu gestalten.« Man habe wiederholt an das iranische Regime appelliert, sein Nuklearprogramm einzustellen, das ballistische Raketenprogramm zu reduzieren, von destabilisierenden Aktivitäten in der Region und unseren Heimatländern abzusehen und die abstoßende Gewalt und Repression gegen die eigene Bevölkerung zu beenden.
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Djir-Sarai: Mullah-Regime »bald auf dem Müllhaufen der Geschichte«
Der frühere FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai gehört zu den wenigen deutschen Politikern, die aufgrund ihrer Herkunft enge Beziehungen zur einstigen Heimat in Iran pflegen. Djir-Sarai wurde nach der islamischen Revolution als Kind von seinen Eltern zu einem Verwandten nach Deutschland geschickt. Er ist seit vielen Jahren ein Gegner des Regimes und nach den Angriffen der USA und Israels optimistisch.
»Das Mullah-Regime landet bald auf dem Müllhaufen der Geschichte. Die Menschen in Iran wollen die Abschaffung der Islamischen Republik«, sagte er dem SPIEGEL. Dieses Ziel sei aber ohne die Unterstützung des Auslands nicht möglich. Djir-Sarai plädiert dafür, den im Exil lebenden Sohn des früheren gestürzten Schah, Reza Pahlavi, als Gesicht der Opposition in außenpolitische Überlegungen einzubeziehen. »Die Bundesregierung sollte Herrn Pahlavi als das Gesicht der iranischen Freiheitsbewegung anerkennen. Nur er wird in der Lage sein, den Übergang zur Demokratie in Iran zu organisieren«, sagte Djir-Sarai.
»Das Mullah-Regime landet bald auf dem Müllhaufen der Geschichte. Die Menschen in Iran wollen die Abschaffung der Islamischen Republik«, sagte er dem SPIEGEL. Dieses Ziel sei aber ohne die Unterstützung des Auslands nicht möglich. Djir-Sarai plädiert dafür, den im Exil lebenden Sohn des früheren gestürzten Schah, Reza Pahlavi, als Gesicht der Opposition in außenpolitische Überlegungen einzubeziehen. »Die Bundesregierung sollte Herrn Pahlavi als das Gesicht der iranischen Freiheitsbewegung anerkennen. Nur er wird in der Lage sein, den Übergang zur Demokratie in Iran zu organisieren«, sagte Djir-Sarai.
Foto: Bernd Elmenthale / Geisler-Fotopress / picture alliance
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Vier Tote in Syrien
Bei einem Raketeneinschlag in ein Gebäude in der syrischen Stadt Suweida sind vier Menschen getötet worden und weitere verletzt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und beruft sich auf die syrische staatliche Nachrichtenagentur Sana. Auch in anderen Städten habe es demnach Raketeneinschläge gegeben. Die Flugkörper sollen aus Iran stammen.
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Katharina Osterhammer
Auslandsressort

Hisbollah sagt Statement ab
Ursprünglich wollte sich der Generalsekretär der libanesischen Hisbollah, Naim Kassim, um 14 Uhr deutscher Zeit zur Rolle der Hisbollah in der derzeitigen Lage äußern. Nun wurde der Auftritt verschoben. Stattdessen gab es laut der Zeitung »L’Orient Today« ein »logistisches Treffen« verschiedener Politiker unter Leitung von Premierminister Nawaf Salam. Daran nahm auch der Gesundheitsminister teil, den die Hisbollah stellt. Israel hatte bereits am Montag angekündigt, zivile Infrastruktur wie den Flughafen anzugreifen, sollte sich die Hisbollah in den Krieg einmischen.
Die Terrormiliz Hisbollah ist eng verbündet und zugleich abhängig von Iran. Im Libanon erfüllt sie als Miliz, Partei mit Sitzen im Parlament und Sozialakteur eine Dreifachrolle und wird oft als »Staat im Staat« bezeichnet. Sie ist der offiziellen Armee, den »Lebanese Armed Forces«, weit überlegen, wodurch ein militärisches Eingreifen des Libanon zwar offiziell beim Staat liegt, de facto aber an der Entscheidung der Hisbollah hängt – auch wenn diese derzeit stark geschwächt ist.
Die Terrormiliz Hisbollah ist eng verbündet und zugleich abhängig von Iran. Im Libanon erfüllt sie als Miliz, Partei mit Sitzen im Parlament und Sozialakteur eine Dreifachrolle und wird oft als »Staat im Staat« bezeichnet. Sie ist der offiziellen Armee, den »Lebanese Armed Forces«, weit überlegen, wodurch ein militärisches Eingreifen des Libanon zwar offiziell beim Staat liegt, de facto aber an der Entscheidung der Hisbollah hängt – auch wenn diese derzeit stark geschwächt ist.
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Weißes Haus: Keine weitere Ansprache von Trump am Samstag
Der US-Präsident wird sich heute wohl nicht erneut an die Öffentlichkeit wenden. Das Weiße Haus bezeichnete entsprechende Berichte als unzutreffend. Zuvor hatte das US-Portal »Axios« berichtet, Trump wolle am Samstag eine Ansprache halten.
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Experte hält Angriff gegen Iran für völkerrechtswidrig
Israels Regierung rechtfertigt den Angriff auf Iran als »Präventivschlag«. Diese Art von Angriff ist unter strengen Voraussetzungen erlaubt. Der Völkerrechtler Christoph Safferling von der Internationalen Akademie Nürnberger Prinzipien hält diese allerdings für nicht erfüllt: »Es braucht eine unmittelbare und überragende Notwendigkeit, die keine Wahl der Mittel und keine Zeit zu weiteren Überlegungen lässt. Man kann hier nicht sagen, dass ein Angriff Irans unmittelbar bevorstand«, sagte der Experte dem SPIEGEL. Der Militärschlag sei ein »Verstoß gegen das Gewaltverbot der Uno-Charta, nach dem die territoriale Souveränität und die politische Integrität eines Staates geachtet werden müssen«.
Rauchsäulen über Teheran. Foto: Tasnim News Agency / ZUMA Press Wire / IMAGO
Auch auf das Argument der nuklearen Bedrohung, die aus Sicht der USA und Israels durch Iran hervorgehe, blickt Safferling kritisch. »Die USA haben erst vor einem Dreivierteljahr die iranischen Atomanlagen bombardiert. Es hieß, es sei alles zerstört worden. Worum geht es denn jetzt?« Überdies seien die USA gerade in Verhandlungen über Irans Atomprogramm gewesen.
Ebenso wenig hält Safferling von dem Argument einer Intervention aufgrund der Brutalität des iranischen Regimes gegen die eigene Bevölkerung. »Es gibt einen Versuch, die Gewaltanwendung als humanitäre Intervention zu rechtfertigen«, erklärt er. Ähnlich sei in den Neunzigerjahren für die Intervention des Westens im Kosovokrieg argumentiert worden. »Das konnte sich aber völkerrechtlich nicht durchsetzen.« Im Einklang mit dem Völkerrecht seien die iranischen Gegenschläge auf US-Militärstützpunkte im Ausland: »Iran darf sich verteidigen und US-Militärbasen bekämpfen, von denen eine Gefahr ausgeht.«
Ebenso wenig hält Safferling von dem Argument einer Intervention aufgrund der Brutalität des iranischen Regimes gegen die eigene Bevölkerung. »Es gibt einen Versuch, die Gewaltanwendung als humanitäre Intervention zu rechtfertigen«, erklärt er. Ähnlich sei in den Neunzigerjahren für die Intervention des Westens im Kosovokrieg argumentiert worden. »Das konnte sich aber völkerrechtlich nicht durchsetzen.« Im Einklang mit dem Völkerrecht seien die iranischen Gegenschläge auf US-Militärstützpunkte im Ausland: »Iran darf sich verteidigen und US-Militärbasen bekämpfen, von denen eine Gefahr ausgeht.«
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57 Schülerinnen sollen laut Iran bei Raketenangriff getötet worden sein
Iranischen Medienberichten zufolge ist die Zahl der durch einen Raketenangriff getöteten Schülerinnen im Süden des Landes weiter gestiegen. Mindestens 57 Schülerinnen seien ums Leben gekommen, berichten mehrere Staatsmedien. Getroffen worden sei eine Grundschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan. Dutzende weitere Schülerinnen seien verletzt worden.
Die Trümmerbeseitigung sowie die Rettungsmaßnahmen für die Schülerinnen seien im Gange, heißt es. Der Vorfall ereignete sich demnach im Kreis Minab unweit der Küste am Persischen Golf. Rund 170 Schülerinnen sollen sich in der Schule zum Zeitpunkt des Raketenangriffs aufgehalten haben. In der Provinz Hormusgan liegen mehrere Marinestützpunkte der iranischen Streitkräfte.
Folgendes Video des iranischen Staatsfernsehens soll die Situation vor Ort zeigen. Es konnte nicht unabhängig verifiziert werden.
Die Trümmerbeseitigung sowie die Rettungsmaßnahmen für die Schülerinnen seien im Gange, heißt es. Der Vorfall ereignete sich demnach im Kreis Minab unweit der Küste am Persischen Golf. Rund 170 Schülerinnen sollen sich in der Schule zum Zeitpunkt des Raketenangriffs aufgehalten haben. In der Provinz Hormusgan liegen mehrere Marinestützpunkte der iranischen Streitkräfte.
Folgendes Video des iranischen Staatsfernsehens soll die Situation vor Ort zeigen. Es konnte nicht unabhängig verifiziert werden.
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Rotes Kreuz warnt vor »gefährlicher Kettenreaktion«
Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) befürchtet, dass die Zivilbevölkerung in der Region schwer unter den Militärschlägen Israels und der USA sowie der Gegenreaktion Irans leiden wird. »Die militärische Eskalation im Nahen Osten löst eine gefährliche Kettenreaktion in der gesamten Region aus, die verheerende Folgen für die Zivilbevölkerung haben kann«, schreibt IRKR-Präsidentin Mirjana Spoljaric in einer Stellungnahme. »Die Einhaltung der Kriegsregeln ist eine Pflicht und keine Option.«
In internationalen bewaffneten Konflikten gelte das humanitäre Völkerrecht: »Zivile Infrastruktur wie Krankenhäuser, Wohnhäuser und Schulen muss vor Angriffen geschützt werden. Medizinisches Personal und Ersthelfer müssen ihre Arbeit sicher ausführen können.« Bislang sieht es allerdings so aus, als nähmen die Konfliktparteien Schäden an der zivilen Infrastruktur und der Zivilbevölkerung der von ihnen angegriffenen Länder bereitwillig in Kauf.
In internationalen bewaffneten Konflikten gelte das humanitäre Völkerrecht: »Zivile Infrastruktur wie Krankenhäuser, Wohnhäuser und Schulen muss vor Angriffen geschützt werden. Medizinisches Personal und Ersthelfer müssen ihre Arbeit sicher ausführen können.« Bislang sieht es allerdings so aus, als nähmen die Konfliktparteien Schäden an der zivilen Infrastruktur und der Zivilbevölkerung der von ihnen angegriffenen Länder bereitwillig in Kauf.
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Sicherheitsexperte: Regimewechsel kann »nicht das realistische Ziel der USA und Israels sein«
Der israelische Sicherheitsanalyst Raz Zimmt von der Denkfabrik Institute for National Security Studies (INSS) in Tel Aviv sagt im Gespräch mit dem SPIEGEL, dass ein Regimewechsel in Iran »nicht das realistische Ziel der USA und Israels sein kann«. Die Partner würden vielmehr darauf setzen, das islamistische Regime so sehr zu schwächen, »dass das iranische Volk dann später diesen Job übernehmen könnte«. So interpretiere er die Ansprache von US-Präsident Donald Trump. Um für einen späteren Sturz die Grundlage zu schaffen, sei es jetzt notwendig, möglichst viele militärische und politische Führer auszuschalten. »Zuvorderst natürlich Ali Khamenei«, sagt Zimmt über den Obersten Führer, der am Samstagmorgen angeblich auch ins Visier genommen wurde.
Die staatsnahe iranische Nachrichtenagentur Fars berichtet, mehrere Personen aus der iranischen Führungsriege seien bei guter Gesundheit. Wer auf der Liste bislang fehlt: Revolutionsführer Khamenei. Überprüfen lassen sich die Angaben nicht.
Die staatsnahe iranische Nachrichtenagentur Fars berichtet, mehrere Personen aus der iranischen Führungsriege seien bei guter Gesundheit. Wer auf der Liste bislang fehlt: Revolutionsführer Khamenei. Überprüfen lassen sich die Angaben nicht.
Die Israelis, so Zimmt, hätten sich in den vergangenen Wochen bewusst zurückgehalten, »weil dies ja nun vor allem eine US-Initiative ist«. Schließlich habe Trump Anfang des Jahres angekündigt, den iranischen Demonstranten beizuspringen und sei deshalb unter Zugzwang gewesen. »Natürlich hat man das hier als Möglichkeit für die Erreichung eigener Ziele gesehen«, so Zimmt.
Premierminister Benjamin Netanyahu habe bereits Ende Dezember das Okay der USA eingeholt, irgendwann in diesem Jahr nochmals gegen das iranische Raketenprogramm vorzugehen. Viele Israelis sehen diese Waffen seit dem Zwölftagekrieg im Juni 2025 als besonders große Bedrohung; zahlreiche ballistische Raketen hatten Israels Abfangschirm überwunden und im Land für erhebliche Schäden gesorgt.
In der israelischen Bevölkerung werde der jetzige gemeinsame Angriff breit unterstützt, so Zimmt: »Dazu haben wir bei INSS vor Kurzem eine Umfrage durchgeführt.« Manche Israelis wunderten sich allerdings, dass sie »nicht mal ein Jahr nach dem letzten Krieg wieder in die Bunker rennen müssen«. Wie zufrieden die Israelis mit dem Ausgang dieses Abtausches sein werden, hänge vor allem davon ab, ob er anders endet, sagt Zimmt: Es gehe zum einen darum, die militärisch-strategischen Fähigkeiten Irans, insbesondere das Programm ballistischer Raketen, »weitgehend und dauerhaft zu zerstören« – und zum anderen »um eine wirksame Enthauptung des Regimes«.
In der israelischen Bevölkerung werde der jetzige gemeinsame Angriff breit unterstützt, so Zimmt: »Dazu haben wir bei INSS vor Kurzem eine Umfrage durchgeführt.« Manche Israelis wunderten sich allerdings, dass sie »nicht mal ein Jahr nach dem letzten Krieg wieder in die Bunker rennen müssen«. Wie zufrieden die Israelis mit dem Ausgang dieses Abtausches sein werden, hänge vor allem davon ab, ob er anders endet, sagt Zimmt: Es gehe zum einen darum, die militärisch-strategischen Fähigkeiten Irans, insbesondere das Programm ballistischer Raketen, »weitgehend und dauerhaft zu zerstören« – und zum anderen »um eine wirksame Enthauptung des Regimes«.
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Ölstaaten erwägen offenbar höhere Förderung
Steigt der Ölpreis wegen der Eskalation in Nahost weiter? Die Ölexportstaaten der Gruppe Opec+ könnten dagegen etwas tun, indem sie die Förderung stärker als bislang geplant ausweiten – und das erwägen sie offenbar bereits. Das berichtet zumindest die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf zwei Insider. Konkret sollen Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) zudem bereits in Erwartung möglicher Lieferausfälle durch den am Samstag begonnenen Militärschlag ihre Exporte erhöht haben.
Eine Entscheidung über eine höhere Fördermenge könnte den Angaben zufolge bei einem für diesen Sonntag geplanten Treffen fallen. Die Ölpreise waren aus Furcht vor einem Konflikt bereits vor Kriegsausbruch gestiegen. Am Freitag erreichte der Preis für die Sorte Brent mit 73 Dollar je Barrel den höchsten Stand seit Juli 2025. Irans Anteil am weltweiten Ölangebot beträgt etwa 4,5 Prozent.
Eine Entscheidung über eine höhere Fördermenge könnte den Angaben zufolge bei einem für diesen Sonntag geplanten Treffen fallen. Die Ölpreise waren aus Furcht vor einem Konflikt bereits vor Kriegsausbruch gestiegen. Am Freitag erreichte der Preis für die Sorte Brent mit 73 Dollar je Barrel den höchsten Stand seit Juli 2025. Irans Anteil am weltweiten Ölangebot beträgt etwa 4,5 Prozent.
Ölpipeline im Irak (Symbolbild): Wird es für Autofahrer jetzt teuer? Foto: Essam Al-Sudani / REUTERS
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Uno-Menschenrechtskommissar fordert Rückkehr an Verhandlungstisch
Uno-Menschenrechtskommissar Volker Türk hat die Angriffe auf Iran und die Gegenschläge des Regimes verurteilt und alle Parteien aufgefordert, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die Angriffe würden lediglich zu »Tod, Zerstörung und menschlichem Elend« führen.
»Wie immer in jedem bewaffneten Konflikt sind es die Zivilisten, die letztlich den höchsten Preis zahlen«, sagte Türk. »Um diese schrecklichen Folgen für Zivilisten abzuwenden, rufe ich zur Zurückhaltung auf und appelliere an alle Parteien, zur Vernunft zu kommen, zu deeskalieren und an den Verhandlungstisch zurückzukehren, an dem sie noch vor einigen Stunden aktiv nach einer Lösung gesucht hatten.«
»Wie immer in jedem bewaffneten Konflikt sind es die Zivilisten, die letztlich den höchsten Preis zahlen«, sagte Türk. »Um diese schrecklichen Folgen für Zivilisten abzuwenden, rufe ich zur Zurückhaltung auf und appelliere an alle Parteien, zur Vernunft zu kommen, zu deeskalieren und an den Verhandlungstisch zurückzukehren, an dem sie noch vor einigen Stunden aktiv nach einer Lösung gesucht hatten.«
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Zypern will bei möglicher Evakuierung unterstützen
Die Regierung in Zypern hat laut Außenminister Constantinos Kombos einen nationalen Sonderplan aktiviert. Dieser soll »die sichere Evakuierung von EU-Bürgern und Drittstaatsangehörigen aus nahe gelegenen Krisengebieten im Nahen Osten über Zypern ermöglichen«. Der Flughafen in Larnaca diente in der Vergangenheit bereits dazu, Menschen aus der benachbarten Region auszufliegen, wenn dort Konflikte ausbrachen. Zypern liegt nur etwa eine Flugstunde von der libanesischen Küste entfernt.
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Iran beklagt »grobe Verletzung der territorialen Integrität«
Das Außenministerium der Islamischen Republik Iran hat die Angriffe durch Israel und die USA als »grobe Verletzung der territorialen Integrität und nationalen Souveränität« verurteilt. Die Luftangriffe seien eine bewaffnete Aggression und verstießen gegen internationales Recht, heißt es in einer Mitteilung.
Iran sei angegriffen worden, während man sich mit den USA noch »mitten in einem diplomatischen Prozess« befunden habe. Darauf zu antworten, sei gerechtfertigt, argumentiert das Ministerium. Die Streitkräfte des Landes setzten für diesen Gegenschlag nun all ihre Macht ein.
Iran sei angegriffen worden, während man sich mit den USA noch »mitten in einem diplomatischen Prozess« befunden habe. Darauf zu antworten, sei gerechtfertigt, argumentiert das Ministerium. Die Streitkräfte des Landes setzten für diesen Gegenschlag nun all ihre Macht ein.
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Susanne Koelbl
Auslandsressort
Schah-Sohn Reza Pahlavi erhebt weiter Führungsanspruch
Reza Pahlavi, der im Exil lebende ehemalige Kronprinz und selbst ernannte Führer der iranischen demokratischen Opposition, hat die Bevölkerung in Iran zum entscheidenden Umsturz gegen das islamistische Regime aufgerufen. Nach dem Beginn der US-israelischen Militärintervention positioniert er sich als Leitfigur – obwohl im zerstrittenen Oppositionslager unzählige Gruppen konkurrieren und unklar bleibt, wie viele Iraner ihm tatsächlich folgen würden. »Wir sind dem endgültigen Sieg sehr nahe«, verkündet Pahlavi in einer Videobotschaft und weist die Menschen an, sich vorerst in Sicherheit zu bringen. Den Zeitpunkt für den Aufstand der Straßen wolle er persönlich nennen – via Social Media, Radio oder Satellit, falls Internet und TV ausfallen.
Reza Pahlavi (am 13.Februar). Foto: Javad M.Parsa / PARSPIX / ABACAPRESS / ddp
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Katar: Dritte Angriffswelle aus Iran abgewehrt
Iran hat offenbar mehrmals den wichtigen US-Verbündeten Katar angegriffen. Man habe eine »dritte Angriffswelle« erfolgreich abgewehrt, teilt das katarische Verteidigungsministerium mit. Diese habe auf »mehrere Gegenden« in dem kleinen Staat am Persischen Golf gezielt. Das katarische Innenministerium teilt mit, es gebe einer ersten Einschätzung zufolge keine Opfer und auch keine Schäden.
Anwohner in Katar berichteten von mehreren Explosionen – offenbar durch den Abschuss iranischer Raketen. Am US-Stützpunkt Udeid, der wichtigsten Basis des US-Militärs im Nahen Osten, war Anwohnern zufolge Luftalarm zu hören. Der Nachrichtenkanal Al Jazeera zeigte eine Rauchwolke am Himmel über der Hauptstadt Doha, die den Moment nach dem Abschuss einer Rakete zeigte.
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Trumps Gründe für den Krieg gegen Iran sind fadenscheinig
US-Präsident Donald Trump und sein Team haben verschiedene Gründe für einen Angriff gegen Iran präsentiert. Sie sagen, Irans Regime habe sein Atomprogramm neu hochgefahren und ausreichend Material angehäuft, um »innerhalb von Tagen« eine Atombombe zu bauen. Außerdem entwickle es Raketen, die schon bald die USA erreichen könnten.
Diese Behauptungen, analysiert die »New York Times«, sind entweder schlicht falsch oder unbelegt. Im Zwölftagekrieg vergangenen Juni haben die USA und Israel die iranischen Atomanlagen schwer beschädigt, »völlig ausgelöscht«, wie Trump damals sagte. Es gibt laut »New York Times« keinerlei Hinweis, dass Iran weniger als ein Jahr später nun schon wieder unmittelbar vor dem Bau einer Bombe stünde. Und auch von der Fertigstellung von Raketen, die die USA treffen könnten, ist die Führung in Teheran nach der Einschätzung von US-Geheimdiensten offenbar weit entfernt.
Donald Trump (am 27. Februar). Foto: Kyle Mazza / ZUMA Press / ddp
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Omans Außenminister zeigt sich bestürzt
Badr Albusaidi, der Außenminister Omans, hatte vor den Angriffen versucht, zwischen den USA und Iran zu vermitteln. Er sei »bestürzt«, schreibt er auf X. »Aktive und ernsthafte Verhandlungen wurden erneut untergraben.« Die USA sollten sich nicht weiter in den Krieg hineinziehen lassen. Das diene weder ihren Interessen »noch dem Weltfrieden« und lasse Unschuldige leiden.
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Kurzanalyse: Reaktionen aus dem US-Kongress – verstößt Trumps Militärschlag gegen die Verfassung?
In den USA hat sich ein erster innerparteilicher Kritiker von Donald Trump zu Wort gemeldet: der republikanische Kongressabgeordnete Thomas Massie. Er schreibt auf der Plattform X von »Kriegshandlungen, die vom Kongress nicht genehmigt wurden«. Laut Artikel 1, Absatz 8 der US-Verfassung hat nur der Kongress das Recht, einen Krieg zu erklären. Der Präsident kann allerdings militärische Einsätze anordnen. Trump selbst spricht von einem »großen Kampfeinsatz«.
Massie tritt seit Monaten als Kritiker Trumps auf; unter anderem hat er zusammen mit seinem demokratischen Kollegen Ro Khanna maßgeblich dafür gesorgt, dass die Regierung Epstein-Akten veröffentlichte. Er und Khanna haben in den vergangenen Tagen wiederholt davor gewarnt, dass ein Angriff auf Iran ohne ein Ja des Kongresses die in der Verfassung verankerte Gewaltenteilung untergrabe. Joe Thune, republikanischer Mehrheitsführer im Senat, hatte damals gefordert, vor jeglichem militärischen Handeln gegen Iran müsse der Kongress konsultiert werden.
Thune hat sich bislang nicht geäußert, wohl aber Khanna. Er sagt: »Trump hat einen illegalen Krieg zum Regimewechsel in Iran begonnen, dabei sind amerikanische Leben gefährdet. Der Kongress muss am Montag zusammentreten und über Massies und meinen Gesetzentwurf abstimmen, um dies zu stoppen. Alle Kongressmitglieder sollten sich an diesem Wochenende öffentlich äußern, wie sie abstimmen werden.«
Thune hat sich bislang nicht geäußert, wohl aber Khanna. Er sagt: »Trump hat einen illegalen Krieg zum Regimewechsel in Iran begonnen, dabei sind amerikanische Leben gefährdet. Der Kongress muss am Montag zusammentreten und über Massies und meinen Gesetzentwurf abstimmen, um dies zu stoppen. Alle Kongressmitglieder sollten sich an diesem Wochenende öffentlich äußern, wie sie abstimmen werden.«
Wie groß die Unterstützung im Parlament für Trumps Vorgehen ist, lässt sich noch nicht einschätzen. Einige einflussreiche republikanische Senatoren wie der Außenpolitikexperte Lindsey Graham oder der Militärexperte Roger Wickers stellen sich hinter Trump, ebenso der demokratische Senator John Fetterman, der seit Monaten immer wieder mal den Präsidenten unterstützt und seiner Partei Kopfzerbrechen bereitet. Andere Demokraten im Kongress indes kritisieren den Militärschlag.
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Katharina Osterhammer
Auslandsressort

Explosionen und Todesopfer im Irak
Auch im Irak weiten sich die Vorfälle aus. Beim Angriff auf den Militärstützpunkt Jurf al-Sakhar, südlich von Bagdad, wurden mindestens zwei irakische Kämpfer der Hashid al-Shaabi getötet und mindestens drei weitere schwer verletzt. In Reaktion darauf kündigte die dort stationierte Gruppe »Kataeb Hisbollah im Irak« an, bald Angriffe auf US-Stützpunkte zu starten.
Die Hashid al-Shaabi sind ein Dachverband verschiedener paramilitärischer Gruppen, der offiziell in die reguläre irakische Armee integriert ist. Der Stützpunkt diente laut »L'Orient Today«-Angaben aber hauptsächlich der libanesischen Hisbollah. Zur irakischen Hashid al-Shaabi gehören neben der Hisbollah viele weitere Gruppierungen, die mit Iran verbündet sind. Irak und Iran pflegen auch enge wirtschaftliche Beziehungen.
In Erbil, der Hauptstadt der autonomen Region Kurdistan im Nordirak, soll es mehrere Explosionen gegeben haben. Rund um das US-Konsulat seien Anwohnern zufolge mindestens drei Erschütterungen bemerkt worden.
Die Hashid al-Shaabi sind ein Dachverband verschiedener paramilitärischer Gruppen, der offiziell in die reguläre irakische Armee integriert ist. Der Stützpunkt diente laut »L'Orient Today«-Angaben aber hauptsächlich der libanesischen Hisbollah. Zur irakischen Hashid al-Shaabi gehören neben der Hisbollah viele weitere Gruppierungen, die mit Iran verbündet sind. Irak und Iran pflegen auch enge wirtschaftliche Beziehungen.
In Erbil, der Hauptstadt der autonomen Region Kurdistan im Nordirak, soll es mehrere Explosionen gegeben haben. Rund um das US-Konsulat seien Anwohnern zufolge mindestens drei Erschütterungen bemerkt worden.
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So reagiert Europa auf die Eskalation im Nahen Osten
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich nach dem Angriff der USA und Israels auf Iran besorgt geäußert. »Der Kriegsausbruch zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und Iran hat schwerwiegende Folgen für den internationalen Frieden und die Sicherheit«, schreibt er bei X. Die Eskalation sei für alle gefährlich. »Sie muss gestoppt werden. Das iranische Regime muss begreifen, dass ihm keine andere Wahl bleibt, als in ernsthafte Verhandlungen einzutreten, um sein Atom- und Raketenprogramm sowie seine destabilisierenden Aktionen in der Region zu beenden.« Das iranische Volk müsse seine Zukunft frei gestalten können. Macron fordert eine Dringlichkeitssitzung des Uno-Sicherheitsrates.
Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez verurteilt die Militäraktion der USA und Israels. Der einseitige Angriff stelle eine Eskalation dar und trage zu einer unsichereren und feindseligeren internationalen Ordnung bei, schreibt Sánchez bei X: »Wir fordern eine sofortige Deeskalation und die uneingeschränkte Achtung des Völkerrechts.«
Norwegen verurteilte die Luftangriffe auf Iran als völkerrechtswidrig. Israel habe die Angriffe als Präventivschlag bezeichnet, was »jedoch nicht dem Völkerrecht entspricht«, sagte Norwegens Außenminister Espen Barth Eide der Nachrichtenagentur AFP. »Ein Präventivschlag würde das Vorliegen einer unmittelbaren Bedrohung voraussetzen«, sagte Eide. Er rief alle Parteien zur Zurückhaltung auf.
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Louisa Uzuner

Hintergrund: Israels Begründung für den Angriff und das Völkerrecht
Israels Premierminister Benjamin Netanyahu hat erklärt, dass sein Land mit dem Angriff auf Iran eine »existenzielle Bedrohung« durch die Islamische Republik beseitigen und dem iranischen Volk die Bedingungen für einen Regimewechsel bereiten möchte.
Völkerrechtlich dürfte diese Begründung nicht verfangen und der Angriff gegen das Gewaltverbot in Artikel 2 Absatz 4 der Uno-Charta verstoßen. Insbesondere ist nicht ersichtlich, inwiefern sich Israel und die USA nachvollziehbar auf ein Recht auf Selbstverteidigung nach Artikel 51 der Uno-Charta berufen können. Weder hat Iran die USA oder Israel gegenwärtig oder andauernd angegriffen, noch dürften mangels eines unmittelbar bevorstehenden Angriffs die (strengen) Voraussetzungen für eine sogenannte antizipierte Selbstverteidigung vorliegen. Auch im Hinblick auf den nahegelegten Regime-Change ist der Angriff problematisch. Das Völkerrecht sieht ein solches Vorgehen als Ausnahme zum Gewaltverbot nicht vor.
Völkerrechtlich dürfte diese Begründung nicht verfangen und der Angriff gegen das Gewaltverbot in Artikel 2 Absatz 4 der Uno-Charta verstoßen. Insbesondere ist nicht ersichtlich, inwiefern sich Israel und die USA nachvollziehbar auf ein Recht auf Selbstverteidigung nach Artikel 51 der Uno-Charta berufen können. Weder hat Iran die USA oder Israel gegenwärtig oder andauernd angegriffen, noch dürften mangels eines unmittelbar bevorstehenden Angriffs die (strengen) Voraussetzungen für eine sogenannte antizipierte Selbstverteidigung vorliegen. Auch im Hinblick auf den nahegelegten Regime-Change ist der Angriff problematisch. Das Völkerrecht sieht ein solches Vorgehen als Ausnahme zum Gewaltverbot nicht vor.
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Israel will Hunderte Ziele in Iran attackiert haben
Israel hat weitere Details zum Angriff auf Iran veröffentlicht. Im Zuge der Operation hätten die Einsatzkräfte »Hunderte iranische Militärziele angegriffen«, teilt das Militär bei Telegram mit. Unter den Zielen seien etwa Raketenwerfer im Westen Irans gewesen. »Parallel zu den Angriffen der Luftwaffe auf Iran arbeitet das Luftverteidigungssystem daran, Bedrohungen aus Iran auf israelisches Territorium abzufangen.«
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Netanyahu verteidigt Angriff als Reaktion auf existenzielle Bedrohung
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat sich in einer Erklärung zum gemeinsamen Militärschlag mit den USA auf Iran geäußert. »Es darf nicht zugelassen werden, dass sich das mörderische Terrorregime mit Atomwaffen ausrüstet, die es ihm ermöglichen würden, die gesamte Menschheit zu bedrohen«, sagte Netanyahu in einer Videobotschaft.
Die angelaufene Militäroperation berge Risiken, aber die Risiken, nicht zu handeln, seien noch größer. Durch die internationalen Atomverhandlungen habe Iran nur versucht, Zeit zu schinden. Das Land habe zuletzt versucht, seine Nuklear- und Raketenkapazitäten wieder aufzubauen »und sie unterirdisch zu verbergen, wo wir sie nicht erreichen können«. US-Präsident Donald Trump dankte Netanyahu »für seine historische Führung«.
Die angelaufene Militäroperation berge Risiken, aber die Risiken, nicht zu handeln, seien noch größer. Durch die internationalen Atomverhandlungen habe Iran nur versucht, Zeit zu schinden. Das Land habe zuletzt versucht, seine Nuklear- und Raketenkapazitäten wieder aufzubauen »und sie unterirdisch zu verbergen, wo wir sie nicht erreichen können«. US-Präsident Donald Trump dankte Netanyahu »für seine historische Führung«.
Ansprache von Benjamin Netanyahu: »Tyrannisches Regime in Teheran«. Foto: Israels Government Press Office / AFP
Netanyahu zufolge geht es darum, eine existenzielle Bedrohung für sein Land abzuwenden – und einen freien und friedlichen Iran zu schaffen. In der Islamischen Republik herrsche ein tyrannisches Regime, welches zuletzt ein »beispielloses Massaker an seinen eigenen Bürgern« verübt habe.
Der israelische Regierungschef sprach von einer Chance für das iranische Volk, zu dem außer Perser auch Kurden, Aserbaidschaner, Belutschen, Abchasen und viele andere zählten. »Unser gemeinsames Handeln wird die Voraussetzungen dafür schaffen, dass das mutige iranische Volk sein Schicksal selbst in die Hand nimmt«, sagte Netanyahu mit Blick auf die Protestbewegung. »Die Zeit ist gekommen für alle Teile des iranischen Volkes (...), das Joch der Tyrannei abzuwerfen und ein freies, friedliebendes Iran zu schaffen.«
Der israelische Regierungschef sprach von einer Chance für das iranische Volk, zu dem außer Perser auch Kurden, Aserbaidschaner, Belutschen, Abchasen und viele andere zählten. »Unser gemeinsames Handeln wird die Voraussetzungen dafür schaffen, dass das mutige iranische Volk sein Schicksal selbst in die Hand nimmt«, sagte Netanyahu mit Blick auf die Protestbewegung. »Die Zeit ist gekommen für alle Teile des iranischen Volkes (...), das Joch der Tyrannei abzuwerfen und ein freies, friedliebendes Iran zu schaffen.«
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Angriffe am Persischen Golf dauern an
Augenzeugen berichten der Nachrichtenagentur Reuters von weiteren Explosionen in Katars Hauptstadt Doha. Auch aus den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden neue Attacken vermeldet.
Rauch am Himmel über Doha, nachdem Explosionen zu hören waren. Foto: Mohammed Salem / REUTERS
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Saudi-Arabien verurteilt iranische Angriffe auf Golfstaaten
Saudi-Arabien hat die aktuellen Angriffe Irans auf mehrere Golfstaaten und Jordanien als »abscheulich« und als »eindeutige Verletzung« der Souveränität der Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrains, Katars, Kuwaits und Jordaniens bezeichnet. Man stehe in »voller Solidarität« an der Seite dieser Staaten und unterstütze alle Maßnahmen, die sie zum Schutz ihrer Sicherheit ergriffen. Riad warnte vor den »schweren Folgen« fortgesetzter Verletzungen staatlicher Souveränität und der Grundsätze des Völkerrechts und rief zu »entschlossenen Maßnahmen« auf, um die iranischen Verstöße zu stoppen, die die Sicherheit und Stabilität der Region untergrüben.
Bemerkenswert ist, dass Saudi-Arabien in der Erklärung weder die USA noch Israel erwähnt, die Iran zuvor angegriffen hatten – obwohl sich das Königreich in den vergangenen Wochen und Monaten wiederholt gegen eine Eskalation mit Teheran ausgesprochen hatte. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichten zugleich von starken Explosionen in der saudischen Hauptstadt Riad.
Bemerkenswert ist, dass Saudi-Arabien in der Erklärung weder die USA noch Israel erwähnt, die Iran zuvor angegriffen hatten – obwohl sich das Königreich in den vergangenen Wochen und Monaten wiederholt gegen eine Eskalation mit Teheran ausgesprochen hatte. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichten zugleich von starken Explosionen in der saudischen Hauptstadt Riad.
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Zerstörung der Khamenei-Residenz
Ein Satellitenbild zeigt ein zerstörtes Gebäude in Teheran. Laut »New York Times« nutzt Ali Khamenei es als offizielle Residenz. Ob der Revolutionsführer sich zum Zeitpunkt des Angriffs dort befand, ist unklar. Iran betonte, er sei in Sicherheit.
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Wie ist die Lage in Tel Aviv? Eindrücke im Video
Explosionen, Verletzte, Schutz suchen im Bunker: Die Israelis haben erste Auswirkungen von Irans Vergeltungsschlägen zu spüren bekommen. SPIEGEL-Korrespondent Thore Schröder mit seinen Eindrücken aus Tel Aviv.
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So reagiert die Opposition in Israel
Der israelisch-palästinensische Oppositionspolitiker Ayman Odeh hat das Kabinett Netanyahu für seine gemeinsame Militäroperation mit den USA kritisiert. »Kümmert euch um euch selbst, denn diese Regierung wird es nicht für euch tun«, sagte Odeh laut der Zeitung »Haaretz«. Angriffe wie dieser seien nicht »der einzige Weg«. Es brauche eine Lösung, die »Gerechtigkeit, Frieden, Sicherheit, Stabilität und Wohlstand für uns alle« bringe. Andere Oppositionsabgeordnete zeigten sich zufriedener. Oppositionsführer Yair Lapid dankte auf X US-Präsident Donald Trump »für seinen Mut und seine Entschlossenheit, die Geschichte zu verändern«.
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Susanne Koelbl
Auslandsressort
Hintergrund: Purim-Fest
Der israelisch-amerikanische Angriff fällt in einen für Juden bedeutsamen Zeitraum: Das Purim-Fest, das am Montagabend beginnt, feiert die Rettung der Juden im persischen Reich im 5. Jahrhundert v. Chr. unter König Ahasveros, der meist mit Xerxes I. identifiziert wird. Dessen Wesir Haman plante einen Völkermord an den dortigen Juden, dem diese durch Mut und politisches Geschick entkamen.
Israel wird laut Regierungschef Benjamin Netanyahu existentiell durch Irans Raketenarsenal sowie sein Atomprogramm bedroht. In einer religiösen Interpretation lässt sich die Führungsriege in Teheran als ein moderner Haman darstellen: eine Bedrohung, die nur durch entschlossenes Handeln abgewendet werden kann. Irans Machthaber wie der Oberste Führer Ajatollah Ali Khamenei oder der ehemalige Präsident Mahmoud Ahmadinejad haben davon gesprochen, dass Israel »entfernt« oder von der Landkarte »getilgt« werden müsse. Die Geschichte von Purim – Widerstandsfähigkeit gegen Genozidpläne – könnte so zur Metapher genutzt werden für die Legitimation des gegenwärtigen Militärschlags Israels und der USA gegen das islamistische Regime.
Israel wird laut Regierungschef Benjamin Netanyahu existentiell durch Irans Raketenarsenal sowie sein Atomprogramm bedroht. In einer religiösen Interpretation lässt sich die Führungsriege in Teheran als ein moderner Haman darstellen: eine Bedrohung, die nur durch entschlossenes Handeln abgewendet werden kann. Irans Machthaber wie der Oberste Führer Ajatollah Ali Khamenei oder der ehemalige Präsident Mahmoud Ahmadinejad haben davon gesprochen, dass Israel »entfernt« oder von der Landkarte »getilgt« werden müsse. Die Geschichte von Purim – Widerstandsfähigkeit gegen Genozidpläne – könnte so zur Metapher genutzt werden für die Legitimation des gegenwärtigen Militärschlags Israels und der USA gegen das islamistische Regime.
In Israel ist man mit der Geschichte der Verhinderung der Vernichtung durch Wesir Haman wohl vertraut. »Das Narrativ mit Purim funktioniert perfekt für Netanyahus Wahlkampf und seine angestrebte Wiederwahl, auch wenn das natürlich nicht der Hauptgrund für diesen Angriffszeitpunkt war«, sagt die israelische Analystin Mairav Zonszein vom Thinktank International Crisis Group.
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Berichte iranischer Medien: Schülerinnen bei Raketenangriff getötet
Bei einem Raketenangriff auf den Süden Irans sollen mehrere Schülerinnen ums Leben gekommen sein. Das berichten iranische Nachrichtenagenturen unter Berufung auf den Vizegouverneur der Provinz Hormusgan und den Landrat der betroffenen Region Minab. Den Berichten zufolge soll der Angriff eine Grundschule für Mädchen getroffen haben. Mindestens 24 Schülerinnen seien getötet worden, heißt es. Die Berichte lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.
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Stimmen aus Iran: »Betet für uns«
Wie reagieren Menschen in Iran auf die Angriffe der USA und Israels? Stimmen aus dem Land (alle Namen wurden aus Sicherheitsgründen geändert).
- Nima, 48, Lehrer: »Ich und meine Familie haben Teheran vor ein paar Tagen verlassen. Wir fühlen uns im Moment sicher. Aber nur Gott weiß, wie lange das so bleibt. Warum jetzt dieser Angriff? Mitten in den Verhandlungen über das Atomprogramm. Es sah doch nach Fortschritten aus in Genf. USA und Israel wollen keinen Frieden. Sie wollen Iran vernichten. Warum müssen wir so leiden? Was haben wir getan? Auf der einen Seite dieses furchtbare Regime, diese Massenmorde gegen die eigenen Bürger; auf der anderen Seite jetzt die Angriffe von den USA und Israel.«
- Mahnaz, 50, städtische Angestellte: »Ich habe meinen Sohn, der heute Morgen in der Stadt unterwegs war, sofort mit dem Auto abgeholt, als ich die Bombengeräusche gehört habe. Wir sitzen alle zu Hause und können nur hoffen, dass es schnell vorbei ist. Falls nicht: Wir haben uns seit Wochen mit Wasser, Essen und Benzin eingedeckt. Aber unser Leben wird das nicht retten.«
- Kurosch, 23, Student: »Ich hoffe, dass es bald vorbei ist. Das kann doch nicht so bleiben. Das Regime nicht, der Krieg nicht.«
- Farhad, 58, Unternehmer: »Der Bombenlärm ist sehr laut. Betet für uns.«
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Russland verurteilt Angriff auf Iran
Die russische Botschaft in Teheran bezeichnet die Angriffe auf Iran als »Aggression der USA und Israels« und forderte die russischen Staatsbürger auf, das Land nach Möglichkeit zu verlassen. Die internationale Gemeinschaft müsste diese »verantwortungslosen Handlungen« objektiv bewerten, hieß es aus dem Außenministerium in Moskau. Der russische Ex-Präsident Dmitri Medwedew und Vertraute von Kreml-Chef Wladimir Putin ging die USA scharf an: »Der Friedensstifter hat einmal mehr sein wahres Gesicht gezeigt.« Die Gespräche mit Iran seien nur ein Deckmantel gewesen.
Dmitri Medwedew: Kritisiert die USA scharf. Foto: Yekaterina Shtukina / action press
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Leseempfehlung: Wie geht es in Nahost weiter?
Der Irankenner Ali Vaez rechnet angesichts der Gegenschläge Irans mit einer Eskalation. Mein Kollege Fritz Schaap hat mit ihm darüber gesprochen, wie es in der Region nun weitergehen könnte. Hier lesen Sie das Interview.
Foto: Majid Asgaripour / REUTERS
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Wie steht es um die Führungsebene in Iran?
Unklar ist bislang noch, inwieweit hochrangige Mitglieder des iranischen Regimes von dem Militärschlag betroffen sind. Vertreter Israels sagten Medienberichten zufolge, dass unter anderem Revolutionsführer Ali Khamenei und Präsident Masoud Pezeshkian Ziel der Angriffe gewesen seien. Einige Medien berichten zudem, Israel gehe davon aus, dass der Befehlshaber der iranischen Revolutionswächter getötet worden sei. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es noch nicht.
Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters sagte ein Angehöriger des israelischen Militärs, es wolle sich nicht dazu äußern, ob der Angriff auf Khamenei oder Pezeshkian zielte. Aus Iran hieß es, Khamenei sei in Sicherheit.
Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters sagte ein Angehöriger des israelischen Militärs, es wolle sich nicht dazu äußern, ob der Angriff auf Khamenei oder Pezeshkian zielte. Aus Iran hieß es, Khamenei sei in Sicherheit.
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Katharina Osterhammer
Auslandsressort

Hisbollah schweigt zu möglichen Aktionen
Noch immer hat sich die libanesische Hisbollah nicht dazu geäußert, ob sie – ähnlich wie am 8. Oktober 2023 – aus Solidarität mit Iran und seinen Verbündeten in den Krieg eintreten will. Neben dem Präsidenten des Landes mahnten auch Vertreter anderer Parteien zur Besonnenheit und dazu, sich nicht einzumischen. Die Hisbollah gehört neben anderen Milizen zur selbst ernannten »Achse des Widerstands«, die maßgeblich von Iran unterstützt wird.
Um 14 Uhr deutscher Zeit will der Parteivorsitzende der Hisbollah, Naim Kassim, ein Statement abgeben. Er übernahm den Posten, nachdem der langjährige Anführer Hassan Nasrallah im September 2024 durch einen israelischen Luftschlag umgebracht worden war. Offiziell herrscht seit November 2024 eine Waffenruhe zwischen dem Libanon und Israel, dennoch finden regelmäßig Bombardements durch Israel statt. Allein im Januar dieses Jahres gab es Dutzende Luftangriffe.
Um 14 Uhr deutscher Zeit will der Parteivorsitzende der Hisbollah, Naim Kassim, ein Statement abgeben. Er übernahm den Posten, nachdem der langjährige Anführer Hassan Nasrallah im September 2024 durch einen israelischen Luftschlag umgebracht worden war. Offiziell herrscht seit November 2024 eine Waffenruhe zwischen dem Libanon und Israel, dennoch finden regelmäßig Bombardements durch Israel statt. Allein im Januar dieses Jahres gab es Dutzende Luftangriffe.
Naim Kassim. Foto: Bilal Hussein / AP
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Explosionen über Doha
In einem Wohngebiet am Stadtrand der katarischen Hauptstadt Doha steigt Rauch auf. Über Verletzte ist derzeit noch nichts bekannt. Kurz zuvor hatte das katarische Verteidigungsministerium mitgeteilt, man habe »dank hoher Einsatzbereitschaft, Wachsamkeit und der abgestimmten Zusammenarbeit der zuständigen Behörden« mehrere Angriffe auf katarisches Staatsgebiet abgefangen.
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Bundeswehr verstärkt Sicherheitsmaßnahmen
Die Bundeswehr hat wegen möglicher iranischer Reaktionen auf den amerikanisch-israelischen Angriff die Sicherheitsmaßnahmen für ihre Soldaten in der Region erhöht.
- Im Irak, wo die Bundeswehr in der Kurdenmetropole Erbil den Aufbau der lokalen Streitkräfte unterstützt, hatte das Operative Führungskommando die Zahl der deutschen Soldaten bereits vor etwa zwei Wochen auf ein absolutes Minimum reduziert.
- Im benachbarten Jordanien, wo die Luftwaffe ein Feldlager betreibt, wurden die Sicherheitsmaßnahmen ebenfalls erhöht.
- Daneben sind einige Verbindungsoffiziere auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Al Udeid in Katar stationiert, von dort dürfte der Militärschlag Israels und der USA koordiniert werden.
Das Ministerium wollte keine Details zu den Sicherheitsmaßnahmen nennen. Es hieß, man beobachte die Lage sehr genau, die Sicherheit der deutschen Kräfte habe oberste Priorität. Verteidigungsminister Boris Pistorius nahm am Morgen an einer Krisenschalte mit dem Bundeskanzler teil.
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Laute Explosionsgeräusche über Dubai
In Dubai berichten mehrere Anwohner von lauten Detonationen, auch nahe dem bei Touristen beliebten Marina-Viertel. Es dürfte sich dabei um die Flugabwehr der emiratischen Armee handeln. Das Dubai Media Office versucht, die Bevölkerung über X zu beruhigen. Der »Betrieb in Dubai« laufe »normal weiter«, die Sicherheit der Bürger, Einwohner und Besucher habe weiterhin oberste Priorität. Die Vereinigten Arabischen Emirate verfügten über »ein integriertes und effizientes Krisenreaktionssystem«, das »hohe Einsatzbereitschaft und eine schnelle Reaktion auf alle neuen Entwicklungen gewährleistet«.
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Israel meldet Verletzten nach iranischem Raketenangriff
In Israel ist ein Mann bei einem iranischen Raketenangriff verletzt worden. Er sei durch eine Druckwelle nach einem Einschlag leicht verletzt worden, teilt der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mit. Zudem hätten sich auch Menschen auf dem Weg in Schutzräume verletzt. Den Angaben zufolge wurden auch Personen wegen Angstzuständen behandelt.
Offizielle Angaben, ob in Iran Menschen durch die israelisch-amerikanischen Angriffe verletzt oder getötet wurden, gibt es bislang nicht. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtet jedoch, im Süden Irans seien fünf Schülerinnen durch die Angriffe getötet worden. Die Angaben lassen sich nicht überprüfen.
Offizielle Angaben, ob in Iran Menschen durch die israelisch-amerikanischen Angriffe verletzt oder getötet wurden, gibt es bislang nicht. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtet jedoch, im Süden Irans seien fünf Schülerinnen durch die Angriffe getötet worden. Die Angaben lassen sich nicht überprüfen.
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Reeder befürchten Folgen für Handelsschifffahrt
Die Handelsschifffahrt befürchtet, durch den aktuellen Militärkonflikt im Nahen Osten in Mitleidenschaft gezogen zu werden. »Die aktuelle Eskalation trifft das Herz globaler Seehandelsrouten – das spüren unsere Reedereien und ihre Besatzungen unmittelbar«, sagte Martin Kröger, Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Reeder (VDR), dem SPIEGEL.
Die militärische Auseinandersetzung zwischen den USA, Israel und Iran findet in unmittelbarer Nähe bedeutender internationaler Seehandelswege und Umschlagplätze statt. So verläuft entlang der iranischen Küste insbesondere die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Handelsrouten für fossile Energieträger.
Die militärische Auseinandersetzung zwischen den USA, Israel und Iran findet in unmittelbarer Nähe bedeutender internationaler Seehandelswege und Umschlagplätze statt. So verläuft entlang der iranischen Küste insbesondere die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Handelsrouten für fossile Energieträger.
Frachtschiff im persischen Golf (Archivbild): Herz des globalen Seehandels. Foto: Farshid-M. Bina/ dpa
Die jüngste Eskalation erhöht laut VDR das Risiko möglicher Angriffe oder sicherheitsrelevanter Zwischenfälle auf See. Westlich des persischen Golfs verläuft – zwischen Israel, der Arabischen Halbinsel und Nordostafrika – zudem eine der wichtigsten Handelsrouten zwischen Europa und Asien: der Seeweg durch das Rote Meer und den Suezkanal.
Die rund 300 in Deutschland ansässigen Reeder befürchten eine weitere Ausweitung der Konfliktdynamik mit erheblichen Risiken für die Handelsschifffahrt in der gesamten Region. »Unsere Schiffe stehen für offene Märkte und stabile Lieferketten, sie dürfen nicht in militärische Eskalationen hineingezogen werden«, verlangt Verbandschef Kröger.
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Rauchsäulen, leere Straßen, Menschen im Bunker: Bilder aus Nahost
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Severin Weiland
Hauptstadtbüro Berlin

CDU-Außenpolitiker: »Die Zeit der Mullahs ist abgelaufen«
Jürgen Hardt ist außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag – und offenbar zuversichtlich, dass USA und Israel in Iran durch ihre Angriffe das iranische Regime stürzen können. Das Regime in Teheran habe »jede Chance zum Selbsterhalt verpasst«, sagte Hardt dem SPIEGEL. »Die Menschen Irans hassen die eigene Regierung, die auf Proteste nur mit Mord reagierte«, so der CDU-Politiker. »Die Zeit der Mullahs ist abgelaufen.« Deutschland und Europa sollten, wo möglich, stabilisierend wirken.
Hardt blickt bereits auf den Tag nach einem möglichen Machtwechsel. Ein neuer Iran müsse ein Land sein, das seine Nachbarn nicht bedrohe und allen Völkern in Iran Mitbestimmung garantiere. »Atom- und Raketenprogramm Irans gefährden auch Deutschlands Sicherheit unmittelbar. Was diese Programme zurückwirft, das ist gut für Deutschland«, sagte Hardt.
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Irans Sicherheitsrat rät zur Flucht aus Teheran
Angesichts der israelisch-amerikanischen Angriffe rät Irans Sicherheitsrat den Menschen in der Hauptstadt, aus Teheran zu fliehen. Wegen der Angriffe »sollten Sie, soweit möglich und unter Wahrung der Ruhe, in andere Orte und Städte reisen, sofern es Ihnen möglich ist«, heißt es in einer Erklärung des mächtigen Sicherheitsgremiums der Islamischen Republik.
Es bestehe keinerlei Sorge hinsichtlich der Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs. Die Bevölkerung solle Ansammlungen in Einkaufszentren vermeiden, da dies Gefahren für sie mit sich bringen könnte. Schulen und Universitäten bleiben bis auf Weiteres geschlossen. Banken sollen weiter geöffnet sein. Einschränkungen gebe es bei Behördendiensten.
Es bestehe keinerlei Sorge hinsichtlich der Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs. Die Bevölkerung solle Ansammlungen in Einkaufszentren vermeiden, da dies Gefahren für sie mit sich bringen könnte. Schulen und Universitäten bleiben bis auf Weiteres geschlossen. Banken sollen weiter geöffnet sein. Einschränkungen gebe es bei Behördendiensten.
Foto: Fatemeh Bahrami / Anadolu Agency / IMAGO
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Von der Leyen mahnt zu Zurückhaltung
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bezeichnet die Entwicklungen in Iran als »äußerst besorgniserregend«. Die EU stehe in engem Kontakt zu den Partnern in der Region und werde sich weiterhin für »regionale Sicherheit und Stabilität« einsetzen. Besonders wichtig sei es, die nukleare Sicherheit zu gewährleisten. EU-Bürger in der Region könnten auf »vollständige Unterstützung« zählen. Von der Leyen forderte alle Beteiligten auf, »die Zivilbevölkerung zu schützen und das Völkerrecht vollständig zu respektieren«.
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Nouripour: »In diesen Stunden sind meine Gedanken bei den Menschen im Iran«
Omid Nouripour, Bundestagsvizepräsident und Grünenpolitiker, wurde in Teheran geboren, seine Familie flüchtete einst aus dem Land. In einer ersten Reaktion schrieb der 50-Jährige bei X: »In diesen Stunden sind meine Gedanken bei den Menschen im Iran – bei all jenen, die sich angesichts von ständiger Angst, Gewalt, Unterdrückung und wirtschaftlicher Not nichts sehnlicher wünschen als einfach nur: Freiheit.«
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Israel will 70.000 Reservisten einberufen
Israel will für den Krieg gegen Iran rund 70.000 Reservisten einberufen. Ein israelischer Militärvertreter sagte, die meisten gehörten zur Luftverteidigung und zum Heimatschutzkommando. »Es wird aber auch eine starke Präsenz an unseren Grenzen geben«, sagte er Journalisten.
Die Armee sei auf »verschiedene Szenarien« vorbereitet, mit Blick auf die Grenzverteidigung sowie auf mögliche Angriffe von Verbündeten Irans auf Israel. Auf die Frage, wie lange der neue Militäreinsatz dauern werde, sagte er: »So lange wie notwendig.«
Die Armee sei auf »verschiedene Szenarien« vorbereitet, mit Blick auf die Grenzverteidigung sowie auf mögliche Angriffe von Verbündeten Irans auf Israel. Auf die Frage, wie lange der neue Militäreinsatz dauern werde, sagte er: »So lange wie notwendig.«
Iran habe bisher Dutzende Raketen auf Israel abgefeuert, sagte der Militärvertreter, es habe aber keine schwerwiegenden Treffer gegeben. Zu den Angriffen Israels in Iran sagte er: »Unsere erste Salve richtete sich gegen Ziele, die für die Handlungsfreiheit relevant sind.« Außerdem seien sie gerichtet gegen »Ziele von hoher Bedeutung, Personen, die am Plan zur Zerstörung Israels beteiligt sind«. Mehr Details nannte er nicht.
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Weitere Raketen in Richtung Israel gemeldet
Die israelische Armee berichtet von weiteren Raketen, die in Richtung Israel gestartet worden seien. Das Luftverteidigungssystem sei demnach im Einsatz.
Nach eigenen Angaben hatte das israelische Militär zuvor mehrere iranische Raketen über Jerusalem abgefangen. Videos zeigen Rauch am Himmel, Sirenen heulen über der Stadt.
Nach eigenen Angaben hatte das israelische Militär zuvor mehrere iranische Raketen über Jerusalem abgefangen. Videos zeigen Rauch am Himmel, Sirenen heulen über der Stadt.
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Oliver Imhof
Auslandsressort

Wie schwer haben die ersten Angriffe Iran getroffen?
Nach den ersten Eindrücken lief der amerikanisch-israelische Schlag zunächst weniger erfolgreich als der Beginn des Zwölftagekriegs im vergangenen Sommer. Die Verbündeten schafften es noch nicht, Luftüberlegenheit über Iran zu erlangen, eine einsame iranische Mig-29 kreiste über Teheran.
Der iranische Gegenschlag lief erfolgreich: Eine Rakete traf die fünfte Flotte der Amerikaner in Bahrain. Die dortige Basis ist einer der wichtigsten Marinestützpunkte der Region.
Ali Vaez vom Thinktank Crisis Group sagte dem SPIEGEL, Iran hat sich seit dem letzten Tag des zwölftägigen Kriegs im vergangenen Juni auf diesen Tag vorbereitet und sei bereit, massiv und hart zurückzuschlagen.
Der iranische Gegenschlag lief erfolgreich: Eine Rakete traf die fünfte Flotte der Amerikaner in Bahrain. Die dortige Basis ist einer der wichtigsten Marinestützpunkte der Region.
Ali Vaez vom Thinktank Crisis Group sagte dem SPIEGEL, Iran hat sich seit dem letzten Tag des zwölftägigen Kriegs im vergangenen Juni auf diesen Tag vorbereitet und sei bereit, massiv und hart zurückzuschlagen.
Foto: Fatemeh Bahrami / Anadolu Agency / IMAGO
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Was Donald Trump zum Angriff auf Iran sagte
Irans Atomprogramm zerstören, Marine ausschalten, Freiheit für das iranische Volk: Trump skizziert die Ziele des Großangriffs auf Iran. Wir zeigen die wichtigsten Stellen im Video.
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Probleme beim Flugtracking
Geschlossener Luftraum, Staus beim Landeanflug: Offenbar wollen sich gerade viele Menschen über den internationalen Flugverkehr informieren. So viele, dass der bekannte Tracking-Anbieter »Flightradar24« nicht mehr hinterherkommt. Die Website ist derzeit für einige Nutzer nicht zu erreichen.
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Vereinigte Arabische Emirate melden einen Toten durch iranischen Raketenangriff
Das Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate hat mitgeteilt, die Flugabwehr habe mehrere von Iran abgefeuerte Raketen abgefangen. Durch herabfallende Trümmerteile sei dennoch eine Zivilperson asiatischer Herkunft ums Leben gekommen. Das Ministerium verurteilte den Angriff scharf und sprach von einer »gefährlichen Eskalation« sowie einem »feigen Akt«, der die Sicherheit von Zivilisten gefährde.
Für die Vereinigten Arabischen Emirate sind solche Angriffe doppelt heikel, militärisch wie symbolisch: Der Staat ist stark von ausländischen Arbeitskräften abhängig, der überwiegende Teil der Bevölkerung stammt aus dem Ausland. Das Versprechen absoluter Sicherheit gehört zur DNA des Landes und richtet sich nicht nur an Emiratis, sondern auch an Investoren und Touristinnen und Touristen – zumal sich Metropolen wie Dubai als globaler Touristenmagnet und vermeintlich sicherer Hafen inmitten einer instabilen Region inszenieren.
Für die Vereinigten Arabischen Emirate sind solche Angriffe doppelt heikel, militärisch wie symbolisch: Der Staat ist stark von ausländischen Arbeitskräften abhängig, der überwiegende Teil der Bevölkerung stammt aus dem Ausland. Das Versprechen absoluter Sicherheit gehört zur DNA des Landes und richtet sich nicht nur an Emiratis, sondern auch an Investoren und Touristinnen und Touristen – zumal sich Metropolen wie Dubai als globaler Touristenmagnet und vermeintlich sicherer Hafen inmitten einer instabilen Region inszenieren.
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Was das »Strike Radar« besagt
Anfang Februar hatte der israelische Programmierer Yonatan Back ein KI-gestütztes »Strike Radar« ins Netz gestellt, das die Wahrscheinlichkeit eines Militärschlags gegen Iran maß. Unter den Parametern, die der Algorithmus verarbeitet, sind die aktuelle Nachrichtenlage, Börsen-, Flug- und Wetterdaten sowie der sogenannte Pentagon Pizza Meter (auch wenn es an dessen Zuverlässigkeit erhebliche Zweifel gibt). Aktuell stehen alle Indikatoren des »Strike Radar« auf 100.
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Iran fordert Reaktion von Vereinten Nationen
Irans Außenministerium hat die Vereinten Nationen und die internationale Staatengemeinschaft aufgefordert, die Attacken der USA und Israels zu verurteilen und Maßnahmen zu ergreifen. Die Sicherheit der Region und der Welt seien einer beispiellosen Bedrohung ausgesetzt.
Teheran hebt zudem darauf ab, dass sich Iran und die USA inmitten eines diplomatischen Prozesses befunden hätten. »Wir sind erneut in Verhandlungen eingetreten, um gegenüber (...) der Welt den Beweis der Rechtschaffenheit des iranischen Volkes zu erbringen«, teilt das Außenministerium mit. Man sei über den Krieg nicht überrascht. »So wie wir zu Verhandlungen bereit waren, sind wir mehr denn je bereit, die Existenz Irans zu verteidigen.« Man werde mit Entschlossenheit auf die Aggressoren antworten.
Teheran hebt zudem darauf ab, dass sich Iran und die USA inmitten eines diplomatischen Prozesses befunden hätten. »Wir sind erneut in Verhandlungen eingetreten, um gegenüber (...) der Welt den Beweis der Rechtschaffenheit des iranischen Volkes zu erbringen«, teilt das Außenministerium mit. Man sei über den Krieg nicht überrascht. »So wie wir zu Verhandlungen bereit waren, sind wir mehr denn je bereit, die Existenz Irans zu verteidigen.« Man werde mit Entschlossenheit auf die Aggressoren antworten.
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EU-Marine-Mission in hoher Alarmbereitschaft
Die EU-Marine-Mission »Aspides« im Roten Meer ist in hohe Alarmbereitschaft versetzt worden. Das teilt die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas mit. Die Marinemission stehe bereit, den Seeweg offen zu halten. Kallas erklärte, sie habe mit dem israelischen Außenminister Gideon Sa’ar und anderen Ministern in der Region gesprochen. Zudem stimme sich die EU eng mit arabischen Partnern ab, um diplomatische Wege auszuloten.
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Bundesregierung stimmt sich mit europäischen Partnern ab
Die Bundesregierung berät über die Eskalation in Nahost nach den Angriffen Israels und der USA auf Iran. »Sie beobachtet die Entwicklung genau und befindet sich in enger Abstimmung mit den europäischen Partnern«, teilt Regierungssprecher Stefan Kornelius mit. Kanzler Friedrich Merz (CDU) habe sich außerdem mit seinen Fachministern der sicherheitsrelevanten Ressorts beraten und werde im Laufe des Tages weitere Gespräche führen. Die Bundesregierung sei am Morgen über die Militärangriffe Israels auf Iran vorab informiert worden, sagte Kornelius.
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Iran: Vier US-Stützpunkte in der Region angegriffen
Die iranischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben als Reaktion auf die Angriffe Israels und der USA vier US-Militärstützpunkte in der Region attackiert. Unter den Zielen ist der Militärstützpunkt Udeid in Katar, der Stützpunkt Al-Salem in Kuwait, der Luftwaffenstützpunkt Dhafra in den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie die US-Flotte in Bahrain, wie die Nachrichtenagentur Fars berichtete.
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Schutz suchen im Bunker
Gegen 10 Uhr Ortszeit ist erneut von allen israelischen Smartphones Alarm zu hören, dazu die Warnung vor »abgefeuerten Raketen aus Iran gegen den israelischen Staat«. Im Zentrum Tel Avivs bringen sich die Menschen in Sicherheit. Wer in älteren Gebäuden ohne eigene Schutzräume oder Keller wohnt, strömt zu den Nachbarschaftsbunkern. In der Nähe des Verteidigungsministeriums bildet sich vor der Treppe zum öffentlichen Bunker 450 eine Schlange. Die Menschen – Junge, Alte, viele Familien mit Kindern, Hundebesitzer, auch einige Soldaten in Uniform und mit Sturmgewehren – in der Tiefe wirken ruhig, sitzen und stehen diszipliniert eng zusammen.
Die Eheleute Noa und Yonatan, beide in ihren Vierzigern, sind froh, dass ihre beiden kleinen Töchter bei den Großeltern außerhalb von Tel Aviv sind – und damit in relativer Sicherheit. »Aber dass nun Purim abgesagt wird, das wird sie fertigmachen«, sagt ihre Mutter lächelnd. Yonatan trägt bereits Uniformjacke und -hose, er werde noch heute zum Reservedienst im Westjordanland eingezogen. Sie seien auch deshalb relativ ruhig, »weil wir es kennen und weil wir es schon länger erwartet haben«. Nun hofften sie, »dass wir und die Amerikaner den Job zu Ende bringen«, sagt er: »Aber ob dieses Regime wirklich stürzen kann, weiß ja niemand.«
Die Eheleute Noa und Yonatan, beide in ihren Vierzigern, sind froh, dass ihre beiden kleinen Töchter bei den Großeltern außerhalb von Tel Aviv sind – und damit in relativer Sicherheit. »Aber dass nun Purim abgesagt wird, das wird sie fertigmachen«, sagt ihre Mutter lächelnd. Yonatan trägt bereits Uniformjacke und -hose, er werde noch heute zum Reservedienst im Westjordanland eingezogen. Sie seien auch deshalb relativ ruhig, »weil wir es kennen und weil wir es schon länger erwartet haben«. Nun hofften sie, »dass wir und die Amerikaner den Job zu Ende bringen«, sagt er: »Aber ob dieses Regime wirklich stürzen kann, weiß ja niemand.«
Während von oben dumpf die ersten Abschüsse zu hören sind, spielen Kinder mit den Yoga-Klötzen, die sonst hier Kursteilnehmer verwenden. Das Wi-Fi funktioniert kaum, doch mehrere Menschen haben kleine Taschenradios dabei, auf denen sie die Nachrichten hören. »Angriffe auf den Norden«, sagt ein Brillenträger. Dann: »Alarm im ganzen Land.« Zwischendurch schrillt von den Smartphones, die ein bisschen Empfang haben, wieder der Warnton: neue Raketen aus Iran. Erneut sind dumpf von oben Abschüsse zu hören.
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Schulen und Universitäten in Iran schließen
Der Nationale Sicherheitsrat Irans geht ebenfalls davon aus, dass die Angriffe noch länger dauern. Die Operationen der USA und Israels »werden fortgesetzt«, heißt es in einer Mitteilung. Bürger und Bürgerinnen sollten ruhig bleiben und nach Möglichkeit in andere Städte reisen. Die Versorgung mit lebenswichtigen Gütern sei sichergestellt, Schulen und Universitäten blieben bis auf Weiteres geschlossen.
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Mehrere Staaten schließen Luftraum
Als Reaktion auf die Kampfhandlungen schließen Katar, Kuwait, Irak und die Vereinigten Arabischen Emirate ihren Luftraum.
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Blitzanalyse: Greift die Hisbollah in den Krieg ein?
Die Befürchtungen, dass nun auch die von Iran unterstützte libanesische Hisbollah in den Krieg eingreift, sind groß. Der libanesische Premierminister Nawaf Salam sagte am Samstagmorgen, Beirut werde nicht zulassen, dass das Land in einen Krieg hineingezogen wird. »Ich fordere alle Libanesen auf, klug und patriotisch zu handeln und die Interessen des Libanons über alle anderen Erwägungen zu stellen«, so Salam auf X. »Ich wiederhole, dass wir nicht zulassen werden, dass jemand das Land in Abenteuer hineinzieht, die seine Sicherheit und Einheit gefährden.«
Die Entscheidung, ob der Libanon in diesen Krieg verwickelt wird oder nicht, liegt nicht bei seiner Regierung, sondern bei der Hisbollah. Der anscheinend von den USA und Israel angestrebte Sturz des iranischen Regimes macht eine Intervention der libanesischen Miliz wahrscheinlich. Denn auch für sie geht es dann um die Existenz. Israel hat seit dem heutigen Morgen bereits Ziele im Libanon angegriffen.
Rauch steigt nach einem israelischen Luftschlag im Süden des Libanon auf. Foto: Rabih Daher / AFP
»Eine Intervention wird jedoch hohe politische und militärische Kosten für die Hisbollah mit sich bringen, ganz zu schweigen von weiteren Katastrophen, die insbesondere die Schiiten im Libanon ereilen werden«, schreibt die Hisbollah-Expertin Randa Slim.
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Irak meldet Angriff auf Stützpunkt proiranischer Gruppe
Die Angriffe Israels und der USA sollen auch einen Stützpunkt proiranischer Gruppen im Irak getroffen haben. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf irakische Sicherheitskreise und die proiranische, paramilitärische Gruppe Hasched-al-Schaabi. Der Stützpunkt sei bombardiert worden. Bei dem Angriff habe es auch Opfer gegeben, heißt es aus den Sicherheitskreisen.
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Katar meldet Angriff iranischer Raketen
Auch in Richtung des Golfemirats Katar hat Iran Raketen gestartet. Zwei aus Iran stammende Raketen seien abgefangen worden, berichtet CNN unter Berufung auf örtliche Behörden. Das Verteidigungsministerium des Golfstaats erklärte, es habe »eine Reihe von Angriffen« erfolgreich abgewehrt. Die Situation im Land sei »sicher und stabil«, der Luftraum wurde geschlossen. Im Land waren Explosionen zu hören, wie Augenzeugen der Nachrichtenagentur AP schilderten. Auf der Luftwaffenbasis Udeid in Katar befindet sich einer der größten US-Militärstützpunkte im Nahen Osten. Spezialeinheiten sowie die Kommandozentrale des US-Militärs in der Region sind hier stationiert. Im Juni 2025 hatte Iran den amerikanischen Militärstützpunkt in der Nähe der Stadt Doha bereits angegriffen, als Reaktion auf den US-Schlag gegen Irans Atomanlagen.
Foto: Mohammed Salem / REUTERS
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Schah-Sohn Pahlavi: »Wir sind nahe an einem endgültigen Sieg«
Reza Pahlavi, Sohn des einst gestürzten iranischen Schahs, drängte Mitte Februar im SPIEGEL-Interview auf einen Militärschlag gegen die Machthaber in dem Land. Nun meldet er sich nach den Angriffen Israels und der USA zu Wort.
»Wir sind nahe an einem endgültigen Sieg«, sagte Pahlavi, der in den USA im Exil lebt, in einer im Internet veröffentlichten Videobotschaft. »Ich möchte so bald wie möglich an Eurer Seite sein, damit wir zusammen uns Iran zurückholen und wiederaufbauen können«, sagte er. Vorerst solle die iranische Bevölkerung aber nicht auf die Straße gehen. »Ich rufe Euch auf, in Euren Häusern zu bleiben und Eure Sicherheit zu schützen«, sagte Pahlavi. »Bleibt wachsam und bereit, sodass Ihr zu gegebener Zeit, die ich Euch genau mitteilen werde, für die endgültige Aktion wieder auf die Straße gehen könnt.«
»Wir sind nahe an einem endgültigen Sieg«, sagte Pahlavi, der in den USA im Exil lebt, in einer im Internet veröffentlichten Videobotschaft. »Ich möchte so bald wie möglich an Eurer Seite sein, damit wir zusammen uns Iran zurückholen und wiederaufbauen können«, sagte er. Vorerst solle die iranische Bevölkerung aber nicht auf die Straße gehen. »Ich rufe Euch auf, in Euren Häusern zu bleiben und Eure Sicherheit zu schützen«, sagte Pahlavi. »Bleibt wachsam und bereit, sodass Ihr zu gegebener Zeit, die ich Euch genau mitteilen werde, für die endgültige Aktion wieder auf die Straße gehen könnt.«
Reza Pahlavi. Foto: Evam Hambach / AFP
Im SPIEGEL-Interview sagte Pahlavi, ein Referendum und freie Wahlen sollten darüber entscheiden, wie es nach einem Sturz des Regimes weitergeht. »Ich kämpfe dafür, die Demokratie nach Iran zu bringen. Ob als Republik oder konstitutionelle Monarchie, das müssen die Iraner an der Urne entscheiden. Es ist ihr Land.«
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Iran greift US-Stützpunkt in Bahrain an
Iran hat eine US-Militärbasis in Bahrain attackiert. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur des Golfstaats wurde das Gebiet, in dem unter anderem die fünfte Flotte der U.S. Navy stationiert ist, mit Raketen beschossen. Iranische Medien teilten mit, Ziel sei ein Logistikzentrum gewesen.
Ein Reporter der »New York Times« schildert, dass in Teilen des Landes Sirenen heulten. Das Innenministerium habe Menschen per Handy-Warnmeldung aufgefordert, »ruhig zu bleiben und sich zum nächstgelegenen sicheren Ort zu begeben«.
Ein Reporter der »New York Times« schildert, dass in Teilen des Landes Sirenen heulten. Das Innenministerium habe Menschen per Handy-Warnmeldung aufgefordert, »ruhig zu bleiben und sich zum nächstgelegenen sicheren Ort zu begeben«.
Foto: Anadolu Agency / IMAGO
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Sirenen heulen in Kuwait
Auch im Golfstaat Kuwait sind nach Angaben von Augenzeugen Sirenen zu hören. Das berichten unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters und der »Guardian«. Laut der Zeitung sind in Kuwait bis zu 13.500 US-Streitkräfte stationiert. Das Land teilte mit, es habe wegen der »regionalen Sicherheitslage« vorübergehend den Luftraum geschlossen.
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Die Botschaft der omanischen Vermittler
Gestern klangen die Töne aus der arabischen Welt noch anders. Oman, sonst als überaus diskreter Vermittler bekannt, ist mit den Gesprächen zwischen den USA und Iran ungewöhnlich offensiv an die Öffentlichkeit gegangen. Außenminister Badr al-Busaidi sagte am Freitag in einem Interview mit dem US-Sender CBS, ein Friedensabkommen sei »in greifbarer Nähe«, wenn der Diplomatie genügend Raum gelassen werde. Er sprach von einem »wichtigen Durchbruch«, der »so noch nie zuvor erzielt wurde«: Teheran habe sich darauf eingelassen, niemals nukleares Material zu besitzen, das zur Herstellung einer Atombombe taugt – damit sei das zentrale Problem aus seiner Sicht gelöst. Oman hatte in Genf die dritte Runde indirekter Gespräche vermittelt; Busaidis Botschaft an das amerikanische Publikum, so vermutet Iranexperte Trita Parsi: Der Frieden war zum Greifen nah – und dennoch entschieden sich die USA und Israel für den Krieg.
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Analyse: Vieles deutet auf einen sogenannten Enthauptungsschlag hin
Gegen 10 Uhr Ortszeit am Samstagmorgen stiegen Rauchsäulen über dem Jomhouri-Viertel in der iranischen Hauptstadt auf. Dort befindet sich das Beit-e Rahbari, das Hauptquartier von Irans Oberstem Führer Ali Khamenei.
Das deutet auf einen Enthauptungsschlag gegen Irans Führung hin. Das Ziel: ein Regimewechsel in der Islamischen Republik – und damit eine fundamentale Neuordnung im Nahen Osten.
Der seit Wochen absehbare, von vielen befürchtete und von anderen vorangetriebene Militärschlag zielt nicht auf einzelne Nuklear- oder Militäranlagen. Er zielt nicht darauf, Druck auf die Führung in Teheran auszuüben. Es ist ein Angriff auf die Islamische Republik als solche, es geht um die Abrechnung mit einem Regime, das in den USA seit fast 50 Jahren den »großen« und in Israel den »kleinen Teufel« sah. (Mehr dazu hier.)
Foto: Anadolu / Iranian Leader Press Office / Getty Images
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SPD-Außenpolitiker Stegner wirft Trump und Netanyahu »unverantwortliches Handeln« vor
SPD-Außenpolitiker Ralf Stegner hat wegen der militärischen Eskalation große Besorgnis geäußert und die Regierungen Israels sowie der USA scharf kritisiert. »Bei aller berechtigten Kritik an der furchtbaren Diktatur im Iran und den Gefahren, die von der atomaren Aufrüstung dort ausgehen, kann sich niemand über die heutige Entwicklung freuen«, sagte Stegner dem SPIEGEL. »Es ist eine brandgefährliche Situation, wenn Israel und die USA den Iran militärisch attackieren«, so der Bundestagsabgeordnete aus Schleswig-Holstein weiter.
»Das treibt die arabischen Nachbarstaaten an die Seite des Mullah-Regimes, der Nutzen für die geplagte iranische Zivilbevölkerung ist höchst zweifelhaft und es droht eine Eskalation, die die ganze Region anzündet«, sagte Stegner, der Mitglied im Auswärtigen Ausschuss des Bundestags ist. In der gegenwärtigen Lage sei eine solche Entwicklung das Letzte, was die Welt brauche: »Trump und Netanyahu handeln einmal mehr unverantwortlich«.
»Das treibt die arabischen Nachbarstaaten an die Seite des Mullah-Regimes, der Nutzen für die geplagte iranische Zivilbevölkerung ist höchst zweifelhaft und es droht eine Eskalation, die die ganze Region anzündet«, sagte Stegner, der Mitglied im Auswärtigen Ausschuss des Bundestags ist. In der gegenwärtigen Lage sei eine solche Entwicklung das Letzte, was die Welt brauche: »Trump und Netanyahu handeln einmal mehr unverantwortlich«.
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Erste Bilder aus Teheran
Israel und die USA haben Teheran angegriffen. Bilder zeigen die Folgen: Rauchsäulen steigen über der iranischen Hauptstadt auf.
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Bundesregierung wurde am Morgen über Militäroperation unterrichtet
Die USA haben ihre Verbündeten erst kurz vor den ersten Luftangriffen auf Ziele in Iran informiert. Nach SPIEGEL-Informationen wurde die Bundesregierung von Washington am frühen Samstagmorgen über den Beginn der Militäroperation unterrichtet.
Bereits am Freitag hatten sich die Hinweise verdichtet, dass ein gemeinsamer Angriff von Israel und den USA unmittelbar bevorsteht, da die militärischen Vorbereitungen abgeschlossen waren. Am Abend aber wurde die Ankündigung einer Israelreise von US-Außenminister Marco Rubio innerhalb der Regierung als Zeichen interpretiert, dass die USA die Entscheidung über einen Militärschlag noch nicht getroffen hätten.
Bereits am Freitag hatten sich die Hinweise verdichtet, dass ein gemeinsamer Angriff von Israel und den USA unmittelbar bevorsteht, da die militärischen Vorbereitungen abgeschlossen waren. Am Abend aber wurde die Ankündigung einer Israelreise von US-Außenminister Marco Rubio innerhalb der Regierung als Zeichen interpretiert, dass die USA die Entscheidung über einen Militärschlag noch nicht getroffen hätten.
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Blitzanalyse: Haben Trump und Netanyahu einen Plan?
Waren Verbündete der USA und Israels in die Operation eingebunden? Regierungsmitglieder aus Europa und arabischen Ländern sagen, dass sie von dem Weißen Haus selbst Stunden vor dem Angriff am Samstagmorgen im Unklaren darüber gelassen wurden, was genau die Ziele des Angriffs seien. Das berichtet der »New York Times«-Journalist David Sanger.
Es sieht ganz danach aus, als würde Trump sein Land in einen unberechenbaren Krieg führen – ohne eine klar kommunizierte Strategie.
Es sieht ganz danach aus, als würde Trump sein Land in einen unberechenbaren Krieg führen – ohne eine klar kommunizierte Strategie.
Benjamin Netanyahu. Foto: Alex Brandon / AP / dpa
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CDU-Außenpolitiker: Angriff auf Iran ist berechtigt und hat »Aussicht auf Erfolg«
Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter hält den Militärangriff auf Iran für berechtigt. »Der Iran hintergeht seit Jahren das internationale Atomabkommen und vermittelt den Eindruck, militärische Nuklearmacht zu werden«, sagte er dem Portal »t-online«. Zugleich erkenne Iran Israels Existenzrecht nicht an, sondern wolle das Land vernichten. »Der sorgfältig über Wochen geplante und begrenzte Militärschlag hat damit eine Berechtigung.«
Hinzu komme das Vorgehen gegen die eigene Bevölkerung und »insbesondere die breit aufgestellte Opposition«, fuhr Kiesewetter mit Blick auf die blutige Niederschlagung der jüngsten Proteste fort. »Es besteht Aussicht auf Erfolg«, sagte Kiesewetter nach dem nun erfolgten Angriff weiter. »Dieser Erfolg muss sich auch daran messen, dass es zu einem möglichen Systemwechsel in Iran und nicht zu einer Ausweitung des Krieges in der Region kommt.«
Hinzu komme das Vorgehen gegen die eigene Bevölkerung und »insbesondere die breit aufgestellte Opposition«, fuhr Kiesewetter mit Blick auf die blutige Niederschlagung der jüngsten Proteste fort. »Es besteht Aussicht auf Erfolg«, sagte Kiesewetter nach dem nun erfolgten Angriff weiter. »Dieser Erfolg muss sich auch daran messen, dass es zu einem möglichen Systemwechsel in Iran und nicht zu einer Ausweitung des Krieges in der Region kommt.«
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Lufthansa streicht Flüge in die Region – auch nach Dubai
Als Reaktion auf die Eskalation in Nahost hat die Lufthansa nun mitgeteilt, zahlreiche Verbindungen in die Region zu streichen. Betroffen sind nicht nur die Flüge von und nach Tel Aviv in Israel, sondern auch nach Beirut im Libanon und in den Oman. Der Flugstopp soll zunächst bis zum 7. März dauern, teilt ein Unternehmenssprecher mit. Am Samstag und Sonntag sollen zudem auch alle Flüge von und nach Dubai ausfallen, heißt es von der Lufthansa weiter.
Auch Wizz Air setzt mit sofortiger Wirkung alle Flüge von und nach Israel, Dubai, Abu Dhabi und Amman aus, teilt die Billigfluggesellschaft mit. Der Stopp soll für alle Destinationen zunächst bis zum 7. März gelten.
Air France streicht zunächst die Flüge von und nach Tel Aviv und Beirut, hieß es von der französischen Airline.
Auch Wizz Air setzt mit sofortiger Wirkung alle Flüge von und nach Israel, Dubai, Abu Dhabi und Amman aus, teilt die Billigfluggesellschaft mit. Der Stopp soll für alle Destinationen zunächst bis zum 7. März gelten.
Air France streicht zunächst die Flüge von und nach Tel Aviv und Beirut, hieß es von der französischen Airline.
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Krisenstab der Bundesregierung tritt zusammen
Der Krisenstab der Bundesregierung tritt um 12 Uhr mittags zusammen, heißt es aus dem Auswärtigen Amt. Ein Sprecher sagte, das Außenministerium beobachte die Lage in Iran und Israel und der weiteren Region genau.
Das Auswärtige Amt stehe in engem und ständigen Kontakt mit den Botschaften in Iran und Israel sowie den weiteren Vertretungen in der Region. Deutsche Staatsangehörige in Iran, Israel und der weiteren Region seien aufgerufen, sich auf der Krisenvorsorgeliste ELEFAND zu registrieren und den Anweisungen der lokalen Behörden in Bezug auf die jeweils erforderlichen Maßnahmen zum Selbstschutz Folge zu leisten.
Das Auswärtige Amt stehe in engem und ständigen Kontakt mit den Botschaften in Iran und Israel sowie den weiteren Vertretungen in der Region. Deutsche Staatsangehörige in Iran, Israel und der weiteren Region seien aufgerufen, sich auf der Krisenvorsorgeliste ELEFAND zu registrieren und den Anweisungen der lokalen Behörden in Bezug auf die jeweils erforderlichen Maßnahmen zum Selbstschutz Folge zu leisten.
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Kliniken in Israel verschieben Behandlungen
Die medizinischen Dienste in Israel bereiten sich auf mögliche Opfer infolge von Militärschlägen vor. Ambulante und nicht dringende Behandlungen würden erst mal nicht mehr durchgeführt, heißt es in einem Post des Gesundheitsministeriums in den sozialen Medien. Ausgenommen seien lebensnotwendige Behandlungen wie Dialyse. Das Gesundheitsministerium bittet die Bevölkerung, die Krankenhäuser nur in dringenden Fällen aufzusuchen.
Zum Schutz vor Raketen und Bomben verlagern einige israelische Kliniken die Behandlung ihrer Patienten regelmäßig unter die Erde, zum Teil in sonst als Tiefgaragen genutzte Räume – aktuell etwa im Sourasky Medical Center in Tel Aviv (Ichilov-Krankenhaus).
Zum Schutz vor Raketen und Bomben verlagern einige israelische Kliniken die Behandlung ihrer Patienten regelmäßig unter die Erde, zum Teil in sonst als Tiefgaragen genutzte Räume – aktuell etwa im Sourasky Medical Center in Tel Aviv (Ichilov-Krankenhaus).
Patienten unter die Erde verlegt: Hier im Sourasky Medical Center in Tel Aviv. Foto: Jack Guez / AFP
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USA nennen Militärschlag »Epischer Zorn«
Israel bezeichnet den Angriff auf Iran laut Medienberichten als »Brüllen des Löwen«. In den USA dagegen ist von der »Operation Epic Fury«, also der Operation des epischen Zorns die Rede. Diesen Namen gab das Pentagon nun bekannt.
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Deutsche Botschaft in Tel Aviv: An Sicherheitsanweisungen halten
Die deutsche Botschaft in Tel Aviv fordert die Deutschen in Israel auf, sich dringend an die Anweisungen der Sicherheitsbehörden zu halten. »Bleiben Sie vor allem nah an geeigneten Schutzräumen«, schreibt der deutsche Botschafter Steffen Seibert auf X. In Tel Aviv heulen derzeit die Sirenen.
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Iran meldet massive Cyberangriffe
Iran ist nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars Ziel von massiven Cyberangriffen geworden. Betroffen sind demnach mehrere inländische Nachrichtenagenturen und zentrale Plattformen, die mit erheblichen Störungen zu kämpfen hätten. Dazu zählten auch die Websites der Nachrichtenagenturen Irna und Isna. Die Agentur Fars steht den Revolutionswächtern nahe.
Viele Menschen in Iran umgehen staatliche Medien und informieren sich – solange sie Zugang zum Internet haben – über Websites der Auslandsopposition oder in sozialen Medien wie Instagram oder Telegram.
Viele Menschen in Iran umgehen staatliche Medien und informieren sich – solange sie Zugang zum Internet haben – über Websites der Auslandsopposition oder in sozialen Medien wie Instagram oder Telegram.
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USA planen offenbar tagelangen Militäreinsatz
In seiner Videobotschaft sprach US-Präsident Donald Trump von einer »massiven und andauernden Operation«. Doch was heißt das genau? Der Sender CNN berichtet unter Berufung auf mehrere Quellen, dass mit »mehreren Tagen von Angriffen« zu rechnen sei. Auch das »Wall Street Journal« berichtet, dass die USA und Israel mehrtägige Angriffe planten.
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Netanyahu: Militärschlag soll »existenzielle Bedrohung« beseitigen
Israels Premierminister Benjamin Netanyahu hat sich am Morgen zum Angriff seines Landes auf Iran geäußert. In einer Erklärung sagte er, Israel und die USA wollten die »existenzielle Bedrohung durch das iranische Regime« beseitigen. Der Militärschlag werde die Bedingungen schaffen, dass das iranische Volk sein »Schicksal in die eigenen Hände« nehmen könne.
»Es ist an der Zeit, dass alle Bevölkerungsgruppen in Iran das Joch der Tyrannei vom Regime abschütteln und einen freien und friedliebenden Iran schaffen«, so Netanyahu weiter. Man dürfe nicht zulassen, dass Iran eine Atombombe bekomme.
»Es ist an der Zeit, dass alle Bevölkerungsgruppen in Iran das Joch der Tyrannei vom Regime abschütteln und einen freien und friedliebenden Iran schaffen«, so Netanyahu weiter. Man dürfe nicht zulassen, dass Iran eine Atombombe bekomme.
Rauch steigt über den Dächern Teherans auf. Foto: AP
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Iranische Nachrichtenagentur: Präsident Pezeshkian am Leben
Irans Präsident ist nach den Angriffen auf sein Land Staatsmedien zufolge am Leben. Masoud Pezeshkian sei wohlauf, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Bislang hat sich noch kein Regierungsmitglied zu den neuen Attacken der USA und Israel geäußert. Die Polizei teilt mit, die Lage sei unter Kontrolle und es bestehe keinerlei Anlass zur Sorge.
Explosionsgeräusche waren neben Teheran auch in Ghom, Lorestan, Kermanschah, Karadsch und Täbris zu hören. Aus dem Land dringen Nachrichten kaum nach außen und Kontakte sind nicht zu erreichen. Das Internet wurde wieder massiv eingeschränkt. Es gab Medienberichten zufolge parallel zu den Militärangriffen auch landesweite Cyberangriffe auf iranische Infrastruktur.
Explosionsgeräusche waren neben Teheran auch in Ghom, Lorestan, Kermanschah, Karadsch und Täbris zu hören. Aus dem Land dringen Nachrichten kaum nach außen und Kontakte sind nicht zu erreichen. Das Internet wurde wieder massiv eingeschränkt. Es gab Medienberichten zufolge parallel zu den Militärangriffen auch landesweite Cyberangriffe auf iranische Infrastruktur.
Masoud Pezeshkian (M.) am 11. Februar in Teheran. Foto: Iranian Presidency / ZUMA Press / action press
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Israel meldet Raketenabschuss aus Iran
Iran reagiert offenbar auf die Angriffe aus Israel. Das israelische Militär IDF meldet, aus Iran seien Raketen auf Israel abgefeuert worden. »Verteidigungssysteme sind im Einsatz, um die Bedrohung abzuwehren«, heißt es von den IDF. »Die Bevölkerung wird gebeten, verantwortungsbewusst zu handeln und die Anweisungen zu befolgen – sie retten Leben. Nach Erhalt einer Warnmeldung wird die Bevölkerung angewiesen, einen geschützten Raum aufzusuchen und dort bis auf Weiteres zu bleiben.«
Israel aktivierte seine Luftverteidigungssysteme. Foto: Ronen Zvulun / REUTERS
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Israels Luftraum für zivile Flüge geschlossen
Nach Israels Angriff auf Ziele in Iran ist der Luftraum über Israel in Erwartung eines iranischen Gegenschlags bis auf Weiteres geschlossen worden. Verkehrsministerin Miri Regev habe die zivile Luftfahrtbehörde angewiesen, den Luftraumraum für zivile Flüge zu schließen, teilt die israelische Flughafenbehörde mit. Grund sei die Sicherheitslage. Reisende seien angewiesen, vorerst nicht zum Flughafen zu kommen. Passagiere im Ausland sollten die Fluginformationen über Medien und die verschiedenen Fluggesellschaften verfolgen.
Der israelische Zivilschutz veröffentlichte außerdem neue Anweisungen für die Bürger des Landes. Es sollten nur noch notwendige Aktivitäten im ganzen Land stattfinden. Schulen und andere Bildungseinrichtungen sollen vorerst geschlossen bleiben. Große Versammlungen sollen unterbleiben. Ausgenommen sei der lebensnotwendige Versorgungssektor. Die neuen Regelungen sollten vorerst bis Montagabend um 19.00 Uhr MEZ gelten.
Der israelische Zivilschutz veröffentlichte außerdem neue Anweisungen für die Bürger des Landes. Es sollten nur noch notwendige Aktivitäten im ganzen Land stattfinden. Schulen und andere Bildungseinrichtungen sollen vorerst geschlossen bleiben. Große Versammlungen sollen unterbleiben. Ausgenommen sei der lebensnotwendige Versorgungssektor. Die neuen Regelungen sollten vorerst bis Montagabend um 19.00 Uhr MEZ gelten.
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Trump verbringt das Wochenende wohl in Mar-a-Lago
Der US-Präsident verfolgt das Geschehen in Nahost aller Wahrscheinlichkeit nach derzeit aus seinem Privatclub Mar-a-Lago. Trump kam am späten Freitagabend (Ortszeit) in Palm Beach in Florida an, wie Fotos zeigen.
Der Präsident reiste von Corpus Christi in Texas, wo er eine Rede gehalten hatte, nach Mar-a-Lago.
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Israel nennt Operation gegen Iran »Brüllen des Löwen«
Israel hat der neuen Militäroperation gegen Iran den Namen »Brüllen des Löwen« gegeben. Dies berichten israelische Medien unter Berufung auf den Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu.
Bereits den Krieg gegen Iran im vergangenen Jahr hatte Israel nach dem Raubtier benannt. Damals lautete der Name der Operation »Rising Lion« – auf Deutsch: Operation sich erhebender Löwe. Die Bezeichnung bezieht sich auf eine Stelle in der Bibel, in der es unter anderem heißt: »Siehe, ein Volk erhebt sich wie ein junger Löwe.« Mehr dazu lesen Sie hier.
Bereits den Krieg gegen Iran im vergangenen Jahr hatte Israel nach dem Raubtier benannt. Damals lautete der Name der Operation »Rising Lion« – auf Deutsch: Operation sich erhebender Löwe. Die Bezeichnung bezieht sich auf eine Stelle in der Bibel, in der es unter anderem heißt: »Siehe, ein Volk erhebt sich wie ein junger Löwe.« Mehr dazu lesen Sie hier.
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Blitzanalyse: Trump forciert den Machtwechsel in Iran
Geschichte wiederholt sich nicht, heißt es oft, aber sie reimt sich. Am Samstagmorgen begannen die USA und Israel den Angriff gegen Iran – und die Anklänge an die Geschichte sind atemberaubend.
Da ist die jüngste Geschichte, der sogenannte Zwölftagekrieg vom vergangenen Juni, als Israel und die USA das iranische Atomprogramm attackierten. Auch damals liefen zeitgleich Verhandlungen zwischen den USA und Iran, so wie gegenwärtig in Genf bzw. Wien.
Der Schlag jetzt dürfte jedoch von einer gänzlich anderen Dimension sein. Vieles deutet darauf hin, dass es US-Präsident Donald Trump und Israels Premier Benjamin Netanyahu diesmal tatsächlich auf einen Machtwechsel in Teheran abgesehen haben, auf das Ende von Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Khamenei, auf einen »regime change«. Das »Wall Street Journal« berichtet, die USA und Israel planten mehrtägige, intensive Angriffe.
Treffender als der Zwölftagekrieg ist deshalb womöglich der Vergleich mit dem Irakkrieg 2003: Damals versprachen die USA unter George W. Bush, Diktator Saddam Hussein in einer Blitzoperation zu stürzen. Es folgte ein mörderischer, langjähriger Krieg mit Hunderttausenden Toten, der den Nahen Osten grundlegend verändert (und destabilisiert) hat.
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Wollte Israel Iran in Sicherheit wiegen?
Am späten Freitagnachmittag, kurz vor Beginn des jüdischen Ruhetags Shabbat, hatte Brigadegeneral Effie Defrin, Sprecher der israelischen Armee (englische Abkürzung IDF), noch eine längere Erklärung abgegeben, in der er auch auf die Spannungen mit Iran eingegangen war:
»Die IDF beobachtet die Entwicklungen in Iran genau und bleibt wachsam und bereit, Sie zu verteidigen. Wir arbeiten in enger Abstimmung mit unseren Partnern, um unsere Verteidigungsposition zu stärken. Die Soldaten der IDF sind in höchster Bereitschaft, damit Sie Ihren Alltag in Sicherheit fortsetzen können. Ich möchte noch einmal betonen: Es gibt keine Änderungen an den Richtlinien des Heimatfrontkommandos. Sollte es Änderungen geben, werden wir Sie entsprechend informieren. Shabbat Shalom an alle.«
Ob dies schon Teil einer Täuschung gewesen ist, der Versuch, die Iraner in Sicherheit zu wiegen? In Israel war die Stimmung am Freitag tatsächlich noch geradezu heiter gewesen: In Tel Aviv hatte der jährliche Marathon stattgefunden, Kinder waren verkleidet und geschminkt in Gruppen unterwegs gewesen, zu Wochenbeginn sollten eigentlich die großen Feiern zum jüdischen Karneval Purim stattfinden. Sie dürften nun mit Sicherheit abgesagt werden.
»Die IDF beobachtet die Entwicklungen in Iran genau und bleibt wachsam und bereit, Sie zu verteidigen. Wir arbeiten in enger Abstimmung mit unseren Partnern, um unsere Verteidigungsposition zu stärken. Die Soldaten der IDF sind in höchster Bereitschaft, damit Sie Ihren Alltag in Sicherheit fortsetzen können. Ich möchte noch einmal betonen: Es gibt keine Änderungen an den Richtlinien des Heimatfrontkommandos. Sollte es Änderungen geben, werden wir Sie entsprechend informieren. Shabbat Shalom an alle.«
Ob dies schon Teil einer Täuschung gewesen ist, der Versuch, die Iraner in Sicherheit zu wiegen? In Israel war die Stimmung am Freitag tatsächlich noch geradezu heiter gewesen: In Tel Aviv hatte der jährliche Marathon stattgefunden, Kinder waren verkleidet und geschminkt in Gruppen unterwegs gewesen, zu Wochenbeginn sollten eigentlich die großen Feiern zum jüdischen Karneval Purim stattfinden. Sie dürften nun mit Sicherheit abgesagt werden.
Bilder aus Teheran zeigen die Folgen einer Explosion. Foto: AFP
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Israel konzentriert Angriffe offenbar auf Regime- und Militäreinrichtungen
Wie der israelische Rundfunk berichtet, soll der »Präventivschlag« der Israelis hauptsächlich auf Einrichtungen des iranischen Regimes und Militärs abzielen. Auch der US-Sender CNN und die Nachrichtenagentur AP berichten unter Berufung auf eigene Quellen, Israel nehme vor allem das iranische Militär, Geheimdiensteinrichtungen sowie wichtige Orte der Regierung in den Blick. Die Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.
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Alexander Preker
Wirtschaftsressort
Trump bestätigt US-Einsatz
Die USA haben nach den Worten des US-Präsidenten »große Kampfoperationen« in Iran begonnen. Es gehe darum, Bedrohungen durch das iranische Regime zu beseitigen, sagte Donald Trump in einem rund achtminütigen Clip, den er im Netzwerk Truth Social verbreitete. Es solle verhindert werden, dass das »böse und radikale« Regime US-Sicherheitsinteressen beeinflusse. Er warf der Führung in Teheran vor, weiter an einem Atomprogramm gearbeitet zu haben – aber auch an Raketen, die bald US-Territorium erreichen könnten. »Wir werden seine Raketen zerstören«, kündigte Trump an, die dahinterstehende Industrie werde dem Boden gleich gemacht, die Marine des Landes entmilitarisiert. Iran sponsore Terrorismus, das Regime dürfe »niemals« Atomwaffen in der Hand haben, sagte Trump. Er versprach: »Sie werden niemals über eine Atomwaffe verfügen.«
Trump rechnet offenbar bereits mit einer Antwort aus Iran. »Es könnte Opfer geben«, sagte er mit Blick auf das US-Militär. Das gehöre »im Krieg« dazu. »Wir machen das für die Zukunft.« Der US-Präsident forderte die Führung der Islamischen Republik auf, die Waffen niederzulegen und sich zu ergeben. Gerichtet an das iranische Volk sagte er, viele US-Präsidenten vor ihm hätten mit einem umfassenden Militäreinsatz gezögert, doch er wolle den Menschen nun ermöglichen, die Macht zu übernehmen. »Die Stunde eurer Freiheit ist gekommen«, sagte Trump. Noch solle die Bevölkerung allerdings Schutz in sicheren Gebäuden suchen, riet er. »Überall werden Bomben fallen.«
Trump rechnet offenbar bereits mit einer Antwort aus Iran. »Es könnte Opfer geben«, sagte er mit Blick auf das US-Militär. Das gehöre »im Krieg« dazu. »Wir machen das für die Zukunft.« Der US-Präsident forderte die Führung der Islamischen Republik auf, die Waffen niederzulegen und sich zu ergeben. Gerichtet an das iranische Volk sagte er, viele US-Präsidenten vor ihm hätten mit einem umfassenden Militäreinsatz gezögert, doch er wolle den Menschen nun ermöglichen, die Macht zu übernehmen. »Die Stunde eurer Freiheit ist gekommen«, sagte Trump. Noch solle die Bevölkerung allerdings Schutz in sicheren Gebäuden suchen, riet er. »Überall werden Bomben fallen.«
Präsident Trump bei seiner Ansprache: Bald Raketen mit Reichweite bis in die USA? Foto: US President Trump Via Truth Social / Anadolu / picture alliance
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Video zeigt Explosionen in Teheran
Die Nachrichtenagentur Anadolu bringt die ersten Bilder aus Teheran: Explosionen sind zu hören, und über Teilen der Stadt steigt dichter Rauch auf.
Teheran am 28.2. Anadolu
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Menschen fliehen aus Teheran
In der iranischen Hauptstadt Teheran bilden sich an den Tankstellen offenbar lange Schlangen. Zudem verlassen zahlreiche Menschen die Stadt, wie Augenzeugen der Nachrichtenagentur Reuters berichten.
Foto: Majid Asgaripour / REUTERS
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Airlines umfliegen Region
Die zivile Luftfahrt in der Konfliktregion ist erheblich eingeschränkt. Die Fluggesellschaften meiden den Luftraum nicht nur über Iran und Israel, sondern auch über dem Irak, wie auf Trackingportalen wie Flightradar24 zu sehen ist. Der Irak kündigte nach Beginn der Angriffe an, seinen Luftraum zu schließen. Das Land liegt zwischen Iran und Israel.
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Um 8.17 Uhr schrillten in Israel die Smartphones
Es war 8.17 Uhr am Shabbatmorgen in Israel, als die Smartphones schrillten. »Aufgrund der aktuellen Sicherheitslage sollten Sie sich über den sichersten Ort in ihrer Nähe informieren, die Home Front Command App installieren und unnötige Fahrten vermeiden. Bitte befolgen Sie weiterhin die Anweisungen und informieren Sie sich über die offiziellen Kanäle«, so die Nachricht des Heimatschutzkommandos.
Viele Israelis stürzten aus ihren Betten und auf die Straßen, um dann in die Wohnungen und Häuser zurückzugehen und sich für den Krieg bereitzumachen. Im Zentrum von Tel Aviv waren viele Eltern mit ihren Kindern zu sehen, die noch Schlafanzüge trugen. Ein Vater mit seiner Tochter auf dem Arm sagte mir: »Das ist erst mal nur eine Warnung, aber es geht jetzt tatsächlich los.«
Viele Israelis stürzten aus ihren Betten und auf die Straßen, um dann in die Wohnungen und Häuser zurückzugehen und sich für den Krieg bereitzumachen. Im Zentrum von Tel Aviv waren viele Eltern mit ihren Kindern zu sehen, die noch Schlafanzüge trugen. Ein Vater mit seiner Tochter auf dem Arm sagte mir: »Das ist erst mal nur eine Warnung, aber es geht jetzt tatsächlich los.«
In Tel Aviv heulten die Alarmsirenen. Foto: Oded Balilty / AP
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Explosionen in mehreren iranischen Städten
In Iran gibt es nun Berichte über Explosionen in mehreren Städten. Das lässt darauf schließen, dass sich die Angriffe Israels und der USA nicht nur auf Teheran richten. Explosionen werden derzeit iranischen Nachrichtenagenturen zufolge auch aus Isfahan, Ghom, Karadsch, Kermanschah und Täbris gemeldet.
Rauchsäule über Teheran. Foto: AP
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Ali Khamenei soll angeblich nicht in Gefahr sein
Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet unter Berufung auf einen iranischen Regierungsvertreter, dass Ali Khamenei, Irans oberster Führer, nicht in Gefahr sein soll. Khamenei sei an einem sicheren Ort untergebracht und halte sich nicht in Teheran auf, sagte der Regierungsvertreter dem Bericht zufolge. Unabhängig überprüfen lässt sich das derzeit nicht.
Ali Khamenei am 17. Februar. Foto: Office of the Iranian Supreme Leader / WANA / REUTERS
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Überblick: Wo die USA in der Region präsent sind
In den vergangenen Tagen hat US-Präsident Donald Trump bereits massiv Personal und Kriegsgerät in den Nahen Osten verlegen lassen. Zusätzlich unterhalten die USA in der Region mehrere Militärbasen und Standorte mit US-Truppen. Unsere Karte zeigt, wo:
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Hintergrund: Wie Iran zurückschlagen könnte
Kurz vor Beginn des Angriffs hatte mein Kollege Marc Hasse zusammengetragen, wie und mit welchen Waffen Teheran im Falle eines Angriffs zurückschlagen könnte: Iran könnte amerikanische Militärbasen mit Kurzstreckenraketen angreifen, sagen Experten. Es besteht demnach die Gefahr, dass ein Gegenschlag die US-Flugabwehr zeitweise überfordert. Hier lesen Sie alle Hintergründe.
Raketen in der iranischen Hauptstadt Teheran: »Deutlich verbesserte Genauigkeit« . Foto: Majid Asgaripour / WANA / REUTERS
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Israel ruft Ausnahmezustand aus
Israel hat den Ausnahmezustand im Land ausgerufen. Das teilt Verteidigungsminister Israel Katz mit. In ganz Israel heulten die Sirenen. Auch der Luftraum über Israel wurde geschlossen.
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Medienberichte: USA beteiligen sich an Militärschlägen gegen Iran
Die USA beteiligen sich an den israelischen Militärschlägen gegen Iran. Das berichten die Nachrichtenagentur AP und die »New York Times« übereinstimmend. Wie und in welchem Ausmaß die USA beteiligt sind, ist bislang unklar.
Foto: Atta Kenare / AFP
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USA haben Militär im Nahen Osten versammelt
Der israelische Angriff auf Iran fällt in eine Zeit, in der die USA ihr Militär im Nahen Osten versammelt haben. US-Präsident Donald Trump sprach in den vergangenen Wochen mehrere Drohungen gegen Iran aus.
Gleichzeitig befinden sich die USA und Iran in Verhandlungen über das umstrittene iranische Atomprogramm. Die USA wollen verhindern, dass die Führung in Teheran Atomwaffen entwickelt. Irans Regierung bestreitet entsprechende Absichten, zeigte sich jedoch bereit, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen. Im Gegenzug fordert die Führung in Teheran die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen. Mehr über den Stand der Gespräche lesen Sie hier.
Gleichzeitig befinden sich die USA und Iran in Verhandlungen über das umstrittene iranische Atomprogramm. Die USA wollen verhindern, dass die Führung in Teheran Atomwaffen entwickelt. Irans Regierung bestreitet entsprechende Absichten, zeigte sich jedoch bereit, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen. Im Gegenzug fordert die Führung in Teheran die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen. Mehr über den Stand der Gespräche lesen Sie hier.
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Rauchwolken über Teheran
Über der iranischen Hauptstadt Teheran sind zwei große Rauchsäulen zu sehen gewesen. Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichten zudem, über der Stadt seien Drohnen zu sehen.
Die iranische Nachrichtenagentur Isna berichtet, dass eine der Rauchsäulen in der Nähe eines Viertels im Zentrum zu sehen sei, in dem sich die Residenz des geistlichen Oberhaupts Irans, Ajatollah Ali Khamenei, sowie das Präsidentenamt befinden.
Die iranische Nachrichtenagentur Isna berichtet, dass eine der Rauchsäulen in der Nähe eines Viertels im Zentrum zu sehen sei, in dem sich die Residenz des geistlichen Oberhaupts Irans, Ajatollah Ali Khamenei, sowie das Präsidentenamt befinden.
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Israel startet Militärschlag gegen Iran
Israel hat einen Angriff auf die iranische Hauptstadt Teheran begonnen. Über Teheran sind Rauchwolken zu sehen. Zeugen berichten von Explosionen.
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz bestätigte einen Angriff auf Iran. Es handele sich um einen »Präventivschlag«, um »Bedrohungen zu beseitigen«. Details nannte er nicht. Auch das genaue Ziel des Militärschlags ist bislang unklar.
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz bestätigte einen Angriff auf Iran. Es handele sich um einen »Präventivschlag«, um »Bedrohungen zu beseitigen«. Details nannte er nicht. Auch das genaue Ziel des Militärschlags ist bislang unklar.
Blick auf Teheran im November 2024. Foto: Morteza Nikoubazl / NurPhoto / IMAGO
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Mit Material der Agenturen.







