Sie war das Gesicht von Donald Trumps brutaler Einwanderungspolitik, jetzt muss sie gehen. Heimatschutzministerin Kristi Noem werde mit Wirkung zum 31. März ihren Posten räumen, verkündete der US-Präsident auf seiner Plattform Truth Social.
Noem ist das erste Kabinettsmitglied, das während Trumps zweiter Amtszeit den Job verliert. Zum Abschied lobte Trump aber noch Noems »spektakuläre Ergebnisse« in der Grenzpolitik. Außerdem verkündete er gleich ihren neuen Posten als Sondergesandte zum »Shield of the Americas«, einer neuen Sicherheitsinitiative für die westliche Hemisphäre.
Noem gehörte lange zu den prominentesten Figuren der US-Regierung. Bekannt wurde sie auch dadurch, dass sie nach eigenen Angaben ihren Hund erschossen hat.
Zuletzt geriet Noem bei einer Senatsanhörung unter Druck. Dabei attackierten die Demokraten sie wegen ihres Umgangs mit den Todesfällen bei Einsätzen der Einwanderungs- und Grenzschutzbehörden in Minnesota.
Ihren republikanischen Parteikollegen kritisierten hingegen Noems Selbstinszenierung. Bei einer kürzlich veröffentlichten Werbekampagne gegen illegale Einwanderung war Noem selbst die zentrale Protagonistin. Die Kosten der PR-Offensive: 220 Millionen US-Dollar.
Unter Eid behauptete Noem, der Präsident habe der Kampagne zugestimmt. Doch Trump, der Noem bis zuletzt gestärkt hatte, widersprach dieser Darstellung und wandte sich von ihr ab.
Bei X bedankte sich Noem bei Trump für ihren neuen Job und lobte ihre Arbeit als Heimatschutzministerin: Demnach sei die US-Grenze so sicher wie nie zuvor. Unter ihrer Führung seien drei Millionen illegale Einwanderer abgeschoben worden.
Einen Wunschkandidaten für Noems Nachfolge gab der US-Präsident auch schon bekannt: Markwayne Mullin, ein republikanischer Senator aus Oklahoma.