SpOn 23.02.2026
22:10 Uhr

USA: Top-General warnt Donald Trump vor Angriff auf Iran


Der amerikanische Top-General Dan Caine genießt bei Donald Trump hohes Ansehen. Laut einem Medienbericht hat er dem US-Präsidenten von einem Militäreinsatz in Iran abgeraten.

USA: Top-General warnt Donald Trump vor Angriff auf Iran

Der höchstrangige General des US-Militärs, Dan Caine, soll Präsident Donald Trump und hochrangige Regierungsbeamte vor den erheblichen Risiken eines Militäreinsatzes gegen Iran gewarnt haben. Insbesondere stellte er die Gefahr heraus, in einen langwierigen Konflikt verwickelt zu werden, wie das Nachrichtenportal Axios unter Berufung auf zwei Quellen berichtet , die mit den Vorgängen im Weißen Haus vertraut seien.

Nach Informationen der »Washington Post«  sieht Caine in Engpässen bei wichtigen Waffen und mangelnder Unterstützung durch Verbündete ein erhebliches Risiko für einen Einsatz und für US-Personal. Die Arsenale des US-Militärs seien durch Washingtons Unterstützung Israels und der Ukraine geschmälert worden.

Nach den Berichten wird in der Trump-Administration derzeit intensiv diskutiert, wie mit Iran umzugehen sei und welche Konsequenzen die verschiedenen Optionen hätten. Momentan würden mehrere Stimmen aus Trumps Umfeld zur Vorsicht mahnen. Einige Quellen gehen Axios zufolge allerdings davon aus, dass Trump selbst zu einem Angriff tendiert.

Wie Axios berichtet, hat Trump ähnlich wie bei der Planung der Gefangennahme von Nicolás Maduro in Venezuela ein kleines Expertenteam damit beauftragt, die Situation in Iran zu analysieren und ihm verschiedene Optionen aufzuzeigen. Dazu gehöre auch Caine, der in den vergangenen Wochen der einzige Militärvertreter gewesen sei, der Trump über Iran unterrichtet habe.

Caines Position könnte besonders einflussreich sein, da er Trumps wichtigster Militärberater ist und beim Präsidenten hohes Ansehen genießt. Nach den Quellen von Axios befürwortet niemand in der Trump-Administration einen Einsatz von Bodentruppen. Derzeit ziehen die USA vor allem Luftwaffeneinheiten und Kriegsschiffe in der Region zusammen.

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Trump reagierte auf die Berichte mit Kritik: In den »Fake News Medien« würden zahlreiche Berichte kursieren, dass Caine dagegen sei, dass »wir gegen Iran in den Krieg ziehen«, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Die Geschichte sei zu »100 Prozent falsch«.

Derzeit planen Donald Trumps Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner, sich am Donnerstag in Genf mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghchi zu treffen. Axios zufolge haben beide Trump ihre Einschätzung mitgeteilt, dass die Zeit für ihn arbeite und seine Position mit jedem Tag stärker werde. Trump solle ausloten, was er von den Iranern erreichen könne, und erst dann handeln, wenn er der Ansicht sei, dass die Diplomatie an Schwung verloren habe.

Lesen Sie hier , wie die USA einen Angriff auf Iran vorbereiten.

sei/