Michelle Obama, 62, hat beruflich einiges erreicht. Aus einfachen Verhältnissen in Chicago stammend, schaffte sie es an die Eliteuniversitäten Princeton und Harvard, sie arbeitete als Anwältin und Assistentin des Bürgermeisters ihrer Heimatstadt. Auch später, als First Lady der Vereinigten Staaten, bemühte sie sich darum, eigene Akzente zu setzen.
Doch in der Öffentlichkeit, so erinnert sie sich heute, sei es während ihrer Zeit im Weißen Haus zwischen 2009 und 2017 meist nicht um ihre eigentlichen Leistungen gegangen – sondern um Oberflächlichkeiten. »Plötzlich wurden meine Schuhe zum Wichtigsten an mir«, sagte die Ehefrau von Ex-Präsident Barack Obama in dem Podcast »Call Her Daddy«
Die Berichterstattung über sie in den Medien kritisiert Michelle Obama scharf. »Am Beginn des Artikels stand, was ich damals anhatte, es ging nicht um meine Bildung, nicht um meine berufliche Laufbahn, es fing immer mit meinem Aussehen an.«
»Es gibt Männer da draußen, die niemals eine Frau wählen würden«
Eine mögliche eigene Bewerbung um das Präsidentenamt kommt für Obama eigenen Angaben zufolge nicht infrage. Sie habe als Frau sowieso keine Chance, sagte sie. »Es gibt Männer da draußen, die niemals eine Frau wählen würden.« Und weiter: »Wir müssen endlich ehrlich sein und das thematisieren. Wir müssen uns damit beschäftigen, was dahinter steckt.«
