SpOn 02.12.2025
20:10 Uhr

USA: Michael Dell will 25 Millionen Kindern Sparkapital schenken


Für die Kapitalisten von morgen: Die US-Regierung will im kommenden Jahr Anlagekonten für Neugeborene einrichten. Michael und Susan Dell sagen für die Aktion nun weitere 6,25 Milliarden US-Dollar zu.

USA: Michael Dell will 25 Millionen Kindern Sparkapital schenken

»Das wird jedes neue Kind zu einem Kapitalisten machen«, schwärmte der republikanische Senator Ted Cruz im Mai. Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump will 2026 steuerbegünstigte Anlagekonten für Kinder einrichten. Neugeborene der Jahrgänge 2025 bis 2028 sollen dann vom Staat automatisch 1000 Dollar Startguthaben erhalten. Der US-Technologieunternehmer Michael Dell und seine Frau Susan wollen die Aktion nun durch eine Spende ausweiten. Das Paar will US-Medien zufolge 25 Millionen Kindern in den USA ein Startkapital für neue staatlich geförderte Sparkonten schenken.

Michael und Susan Dell stellen dafür den Berichten zufolge insgesamt rund 6,25 Milliarden US-Dollar bereit, umgerechnet knapp 5,4 Milliarden Euro. Das Geld soll mehr Minderjährigen zu »Trump Accounts«, nach US-Präsident Trump benannten Konten, verhelfen.

Die Anlagen sollen Kindern langfristig Zugang zu Kapital verschaffen und werden mindestens bis zum 18. Lebensjahr in Indexfonds investiert. Mit ihrer Spende wollen es die Dells nun ermöglichen, dass auch ältere Kinder bis zehn Jahre ein Startguthaben von 250 Dollar erhalten. Beschränkt ist die Aktion allerdings auf Regionen mit einem Medianeinkommen unter 150.000 Dollar. Insgesamt sollen so 25 Millionen Kinder profitieren.

Regierung will Kinderkonten im Sommer einrichten

Die Konten selbst existieren bislang nicht, die Regierung beabsichtigt, sie im Sommer einzurichten. Wie die Zuweisung organisatorisch genau erfolgen soll, ist laut der »New York Times«  noch unklar. Das US-Finanzministerium soll geeignete Konten identifizieren und die Gelder weiterleiten.

Arbeitgeber sollen dann laut Gesetz bis zu 2500 Dollar jährlich steuerfrei für die Kinder ihrer Beschäftigten beitragen dürfen. Mehrere große Unternehmen – darunter auch Dell Technologies – haben bereits angekündigt, die staatliche Einmalzahlung für Neugeborene zu verdoppeln.

Das Programm habe parteiübergreifend sowohl bei Demokraten als auch Republikanern Interesse geweckt, sagte Dell der »New York Times« zufolge. Aber erst durch Präsident Trump sei das Vorhaben politisch vorangekommen. Der Vorschlag fand – umbenannt in »Trump Accounts« – Eingang in das in diesem Jahr verabschiedete Steuerpaket der US-Regierung.

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Dell und der Investor Brad Gerstner, Mitinitiator der Kinderkonten, hoffen nun auf weitere große Spenden. Bisher haben Michael und Susan Dell bereits über Jahre hinweg insgesamt rund drei Milliarden Dollar für Bildungs- und Kinderprogramme gespendet. Der 60-jährige Michael Dell hatte Dell Technologies 1984 als Student in einem Wohnheim gegründet. Von dort aus wuchs das Unternehmen zu einem der führenden Computer- und IT-Konzerne der Welt.

ptz/dpa