Das US-Verteidigungsministerium hat nach eigenen Angaben eine Untersuchung gegen den demokratischen Senator Mark Kelly aus Arizona eingeleitet. Der pensionierte Marinekapitän könnte demnach aus dem Ruhestand zurückberufen werden, um strafrechtlich belangt zu werden. Man habe »schwerwiegende Vorwürfe wegen Fehlverhaltens« gegen Kelly erhalten. Konkrete Vorwürfe nannte das Pentagon nicht.
Hintergrund ist ein Video , in dem Kelly und fünf weitere ehemalige Militärangehörige die Soldaten auffordern, »illegale Befehle« zu verweigern. US-Präsident Donald Trump hatte Kelly und anderen demokratischen Abgeordneten daraufhin aufständisches Verhalten vorgeworfen.
We want to speak directly to members of the Military and the Intelligence Community.
— Sen. Elissa Slotkin (@SenatorSlotkin) November 18, 2025
The American people need you to stand up for our laws and our Constitution.
Don’t give up the ship. pic.twitter.com/N8lW0EpQ7r
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In seiner Stellungnahme verweist das Verteidigungsministerium auf ein Bundesgesetz, das den Verteidigungsminister befugt, pensionierte Militärangehörige zurück in den Dienst zu rufen und gegebenenfalls vor ein Militärgericht zu stellen. Kelly ist der einzige der beteiligten Abgeordneten, der offiziell aus dem Militärdienst ausgeschieden ist und somit unter diese Regelung fällt.
Pentagon-Chef Pete Hegseth nannte das Video auf X »verabscheuungswürdig, rücksichtslos und falsch«. Sein Verhalten bringe »die Streitkräfte in Verruf« und werde »entsprechend geahndet«.
Schon vor der Mitteilung des Verteidigungsministeriums teilte Kelly mit, er werde sich nicht von Trump einschüchtern lassen. »Ihre wiederholten Drohungen werden mich nicht einschüchtern oder davon abhalten, meine Arbeit zu tun, zu der auch die Kontrolle der Exekutive gehört«, schrieb er auf X .
Senatorin Elissa Slotkin, die ebenfalls in dem Video zu sehen war, verteidigte sich und ihre Parteikollegen gegenüber ABC News. Sie berichtete, dass sich mehrere junge Offiziere an sie gewandt hätten, weil sie unsicher seien, ob sie bestimmte Befehle ausführen sollten.
