Sie reißen Erzieherinnen aus Kindergärten und nehmen Menschen auf offener Straße fest: Agenten der US-Einwanderungsbehörde setzten Präsident Donald Trumps harten Migrationskurs durch. Nun hat es ein Familienmitglied der White-House-Pressesprecherin Karoline Leavitt getroffen. Es handelt sich um Bruna Ferreira, die Mutter des elfjährigen Neffen von Leavitt. Ferreira wurde laut einem Bericht der »Daily Mail« Anfang November in Revere, Massachusetts, festgenommen.
Ferreira kam demnach als Kind mit ihrer Familie aus Brasilien in die USA und lebte dort seit Jahrzehnten. Sie hat mit Karoline Leavitts Bruder einen Sohn – die Beziehung ist aber seit Jahren vorbei. In einem Statement beklagte Michael Leavitt, sein Sohn habe seit der Festnahme nicht mit seiner Mutter sprechen können.
Als Kind mit einem Visum in die Vereinigten Staaten gekommen
Ferreiras Verteidiger betont, dass sie keine Vorstrafen habe und zum Zeitpunkt ihrer Festnahme gerade versucht habe, eine Aufenthaltsgenehmigung zu erlangen.
»Jeder, der Bruna kennt, weiß, was für ein Mensch sie ist. Sie ist fleißig, freundlich und immer die Erste, die Hilfe anbietet, wenn jemand sie braucht«, schreibt Ferreiras Schwester, die eine Spendenaktion startete , um die Anwaltskosten zu decken.
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Die Familie betont, dass Ferreira 1998 mit einem Visum in die Vereinigten Staaten kam und seither »alles in ihrer Macht Stehende getan hat, um sich hier ein stabiles und ehrliches Leben aufzubauen«. Karoline Leavitt selbst äußerte sich bisher nicht. Sie gilt als entschiedene Befürworterin der Migrationspolitik von US-Präsident Trump.
Leavitt ist erst 28 Jahre alt, doch schon gerissener, professioneller und perfider als alle Trump-Sprachrohre vor ihr. Zur Wahrheit hat die US-Regierungssprecherin ein ähnlich pinocchiohaftes Verhältnis wie ihr Chef. Lesen Sie hier ein Porträt über die »Wahrheitsministerin«.
Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Textes wurde Leavitts Alter mit 27 angegeben. Tatsächlich ist sie 28 Jahre alt. Wir haben den Fehler korrigiert.

