SpOn 07.01.2026
11:20 Uhr

USA: Hotel verweigert ICE-Beamten Aufenthalt – und wird von Hilton aus dem System gestrichen


Ein Hotel in Minnesota hatte die Buchungen von ICE-Agenten storniert, der Fall sorgte für einen Eklat im US-Heimatschutzministerium. Nun hat die Kette Hilton das Hotel aus ihrem System gelöscht.

USA: Hotel verweigert ICE-Beamten Aufenthalt – und wird von Hilton aus dem System gestrichen

ICE-Mitarbeiter waren offenbar unerwünscht in einem Hotel in Minnesota. Ein Hampton Inn Hotel, eine Marke von Hilton, außerhalb von Minneapolis, weigerte sich, ICE-Beamte unterzubringen, teilte das Heimatschutzministerium (DHS) am Montag in einem Beitrag auf X mit. Die Trump-Regierung hat die Zahl der Beamten in der Region nach Vorwürfen des Betrugs durch somalische Einwanderer erhöht.

Das DHS hatte am Montag mitgeteilt, dass ein Mitarbeiter des Hampton Inn am 2. Januar die Reservierungen von ICE-Beamten storniert habe, nachdem diese mit offiziellen E-Mail-Adressen und Tarifen der Regierung Zimmer gebucht hatten. »Wir gestatten keinem ICE- oder Einwanderungsbeamten, in unserem Hotel zu übernachten«, hieß es in einer E-Mail des Hotels, die vom DHS auf X veröffentlicht wurde.

Vorwurf der Diskriminierung

Nun hat Hilton Worldwide Holdings das Hotel aus seinem System entfernt, teilte der Betreiber mit. »Wir ergreifen sofortige Maßnahmen, um dieses Hotel aus unseren Systemen zu entfernen. Hilton ist – und war schon immer – ein Ort, an dem alle willkommen sind«, erklärte das Unternehmen auf X.

Die stellvertretende Ministerin des DHS, Tricia McLaughlin, sagte, das Ministerium begrüße die Entscheidung von Hilton vom Dienstag. »Diskriminierende Geschäftspraktiken, die sich gegen das DHS richten und bewusst die Strafverfolgung durch Bundesbehörden untergraben, sind unamerikanisch und haben reale geschäftliche Konsequenzen«, erklärte sie in einer Stellungnahme auf X.

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Everpeak Hospitality, Betreiber des Hampton Inn, war am Dienstag für eine Stellungnahme zu dem Video nicht sofort erreichbar. Am Montag teilte das Unternehmen mit, dass es mit den betroffenen Gästen in Kontakt stehe, um sicherzustellen, dass sie untergebracht werden. »Wir diskriminieren keine Personen oder Behörden und entschuldigen uns bei den Betroffenen«, hieß es auf seiner Website.

Hilton ist nicht das erste Unternehmen, das nach Kritik der Trump-Regierung und seinen Anhängern einknickt. Die US-Restaurantkette Cracker Barrel wollte ihr Logo modernisieren, machte den Vorgang aber rückgängig, nachdem sich Trump höchstpersönlich in das Design eingemischt hatte. Mehr dazu lesen Sie hier .

esk/Reuters