Die US-Regierung lockert Beschränkungen für venezolanische Ölexporte nach Kuba. Unternehmen können nun Öl aus Venezuela an den Privatsektor in Kuba verkaufen – jedoch weiterhin nicht an die kubanische Regierung, teilt das US-Finanzministerium mit . Das Finanzministerium in Washington teilte mit, es handele sich um eine Maßnahme der »Solidarität mit dem kubanischen Volk«. Die Wirtschafts- und Energiekrise in Kuba hat sich durch die US-Blockade von Öllieferungen aus Venezuela massiv verschärft.
Seit Wochen sind keine Tanker mit Öl- oder Kraftstofflieferungen in Kuba mehr angekommen. Da die Reserven zur Neige gehen, ordnete die Regierung in Havanna umfassende Energiesparmaßnahmen an. Universitäten wurden geschlossen, der Schulunterricht sowie der öffentliche Nahverkehr eingeschränkt und Arbeitszeiten reduziert. Kuba hatte bereits zuvor mit häufigen Stromausfällen sowie Lebensmittel- und Medikamentenknappheit zu kämpfen.
Die kanadische Regierung verkündete unterdessen Lebensmittelhilfen für Kuba im Wert von etwa fünf Millionen Euro, auch Mexiko und Spanien kündigten humanitäre Hilfe an.
US-Präsident Donald Trump hatte im Januar die Öllieferungen aus Venezuela nach Kuba einstellen lassen, nachdem das US-Militär den venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro gefangen genommen hatte. Trump drohte mit zusätzlichen US-Zöllen für Staaten, die Erdöl an Kuba liefern.
Das kommunistisch regierte Kuba steckt in einer der schlimmsten Wirtschaftskrisen seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Der Karibikstaat unterliegt seit 1962 einem US-Wirtschaftsembargo.
