SpOn 28.05.2026
10:47 Uhr

USA: Ex-CIA-Agent soll millionenschwere Goldbarren und Luxusuhren veruntreut haben


Weil er Goldbarren und Bargeld im zweistelligen Millionenbereich für »geschäftliche Ausgaben« beantragt hatte, wurde die CIA stutzig. Eine Hausdurchsuchung bei dem Ex-Geheimdienstmitarbeiter schaffte Klarheit.

USA: Ex-CIA-Agent soll millionenschwere Goldbarren und Luxusuhren veruntreut haben

Er hatte eine Sicherheitsfreigabe für streng geheime Informationen: Ein früherer Mitarbeiter des US-Auslandsgeheimdienstes CIA soll Vermögenswerte von mehreren Millionen Dollar veruntreut haben, wie mehrere US-Medien unter Berufung auf ihnen vorliegende Gerichtsdokumente berichteten.

Bei einer Durchsuchung seines Wohnhauses im Bundesstaat Virginia seien 303 Goldbarren mit einem Gewicht von jeweils etwa einem Kilogramm sichergestellt worden. Allein der Wert des Goldes werde auf mehr als 40 Millionen Dollar (etwa 34 Millionen Euro) geschätzt.

Goldbarren in einem Tresor (Symbolbild)

Goldbarren in einem Tresor (Symbolbild)

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Sven Hoppe / dpa

Mann hat offenbar zu seinem Werdegang bei der CIA gelogen

Es ist unklar, welche Funktion der Mann bei der CIA innehatte oder wann er die Behörde verlassen hat. In den Gerichtsunterlagen wird er lediglich als »ehemaliger leitender Angestellter auf Führungsebene« beschrieben. Nach Informationen der »Washington Post« war er in der Abteilung für Wissenschaft und Technik tätig.

Die Ermittlungen ergaben jedoch, dass er offenbar jahrelang über seine Ausbildung und seinen militärischen Werdegang gelogen hat. Er soll fälschlicherweise behauptet haben, Marinepilot zu sein und einen Abschluss an der Clemson University in South Carolina sowie am Rensselaer Polytechnic Institute in New York erworben zu haben. Stattdessen stellte sich heraus, dass er zwar bei der Marine war, aber keine Pilotenprüfungen absolviert und auch keines der beiden Colleges besucht habe.

Verdächtiger in Untersuchungshaft

Er habe die Goldbarren und eine weitere »beträchtliche« Geldsumme zwischen vergangenem November und März für »geschäftliche Ausgaben« angefordert. Bei einer internen Überprüfung seien große Teile davon aber nicht mehr auffindbar gewesen. Daraufhin wurde die US-Bundespolizei FBI eingeschaltet. Die kommt zu dem Schluss, dass der Mann »Wertgegenstände der Vereinigten Staaten veruntreut, gestohlen, entwendet oder wissentlich zweckentfremdet« habe, um sie für seinen persönlichen Gebrauch zu nutzen. Bei seinen Ermittlungen arbeite das FBI mit der CIA und dem Justizministerium zusammen.

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Bei der Durchsuchung in der vergangenen Woche entdeckten die Ermittler neben den Goldbarren auch zwei Millionen Dollar Bargeld sowie 35 Luxusuhren, darunter zahlreiche Modelle der Marke Rolex. Der Mann sei festgenommen worden und bleibe bis zu seiner Anhörung in Untersuchungshaft. Sein Anwalt lehnte am Mittwoch eine Stellungnahme ab.

jmm/dpa