SpOn 08.12.2025
19:43 Uhr

USA: Donald Trump will Landwirte mit Milliardenpaket unterstützen


Mit seinem Handelskrieg gegen China schadet US-Präsident Trump auch der heimischen Landwirtschaft. Nun schnürt er ein Hilfspaket – und weist die Schuld von sich.

USA: Donald Trump will Landwirte mit Milliardenpaket unterstützen

Landwirte unterstützten Donald Trump im Wahlkampf. Während seiner laufenden Amtszeit haben aber viele mit den Handelskonflikten zu kämpfen, die der US-Präsident forciert. Nun plant die US-Regierung ein Paket in Höhe von zwölf Milliarden Dollar zur Stützung der Landwirte. Trump will es in Kürze offiziell verkünden. Eine Sprecherin des Weißen Hauses sagte, die Ankündigung spiegele das Engagement des Präsidenten wider, den amerikanischen Landwirten zu helfen.

Das meiste Geld, elf Milliarden Dollar, soll an Landwirte gehen, die Mais, Sojabohnen, Weizen, Reis und Baumwolle anbauen. Das Weiße Haus bezeichnete es als Hilfe für die Landwirte, die unter der Vorgängerregierung von Präsident Joe Biden unter hohen Kosten sowie den von der damaligen Regierung unterstützten Programmen für Diversität, Gleichberechtigung und Inklusion gelitten hätten.

Das Onlineportal »Politico«  schreibt, die Ankündigung folge monatelangen Versprechungen der Regierung, Landwirten Hilfe zu leisten, die unter den Auswirkungen der Handelskonflikte des Präsidenten und steigenden Produktionskosten zu leiden hätten. Die amerikanischen Farmer hatten unter anderem Probleme, weil sie kaum noch Soja an China verkaufen konnten. China war ihr Hauptkunde. Mehr über US-Landwirte, die wegen des Handelskriegs um ihre Existenz fürchten, lesen Sie hier. 

China will Soja aus den USA kaufen

Inzwischen hat sich die Lage nach Angaben der Regierung entspannt. China habe sich zum Kauf von Millionen Tonnen Sojabohnen aus den Vereinigten Staaten verpflichtet, hatte US-Finanzminister Scott Bessent Ende Oktober bekannt gegeben. Über die kommenden drei Jahre werde die Volksrepublik 25 Millionen Tonnen US-Soja jährlich kaufen.

Der Sender CNBC hatte aber Mitte November berichtet, dass China laut Daten des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) bisher nur sehr stockend amerikanisches Soja kaufe. Die »Washington Post«  schreibt, Peking habe seit dem Gipfeltreffen zwischen Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping Ende Oktober in Südkorea nur ein Viertel der vereinbarten Menge gekauft. Die Regierung sei aber zuversichtlich, dass es mehr werde.

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Landwirte haben Trump politisch unterstützt, aber seine Handelspolitik und die sich häufig ändernden Zollsätze würden sie besorgen, schrieb die »Post«. Die Milliardenhilfe sei die jüngste Maßnahme der Regierung, um auf die Ängste der Wähler hinsichtlich steigender Kosten zu reagieren.

ptz/dpa