US-Präsident Donald Trump hat sich für einen neuen Atomwaffenvertrag mit Russland ausgesprochen. Trump schrieb am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social, es brauche einen »neuen, verbesserten und modernisierten Vertrag«, der lange Bestand haben könne.
Der Atomwaffenvertrag »New Start« zwischen den USA und Russland läuft heute als letztes großes Abkommen zur nuklearen Abrüstung aus. Er war 2010 vereinbart worden und sah vor, die Arsenale auf 1.550 strategische Atomsprengköpfe und 700 einsatzbereite Trägersysteme für jede Seite zu beschränken.
Vorwürfe aus Moskau, Distanzierung von China
Washington habe bis zuletzt nicht auf den russischen Vorschlag geantwortet, die festgelegten Obergrenzen für ein weiteres Jahr einzuhalten, sagte der außenpolitische Sprecher von Kremlchef Wladimir Putin. Der US-Präsident erklärte wiederum, er lehne eine Verlängerung von »New Start« ab. Es handele sich um ein »schlecht ausgehandeltes Abkommen der Vereinigten Staaten«, das »grob verletzt« werde. Nach Angaben des Weißen Hauses will Trump in den neuen Vertrag auch China einbeziehen.
- Atomwaffenvertrag: »›New Start‹ bietet gute Voraussetzungen für ein neues Abkommen« Ein Interview von Oliver Imhof
- Experte über weltweite Rüstung: »Die Wahrscheinlichkeit für einen Atomkrieg ist gewachsen« Ein Interview von Olaf Stampf
- US-Verbündete in Sorge: Die Bombe, die alles verändert – Ostasiens atomare Versuchung Von Cornelius Dieckmann und Katharina Graça Peters, Hiroshima, Taipeh und Seoul
Peking hatte am Donnerstag eine Einbeziehung in ein neues Abkommen zurückgewiesen. China habe immer betont, dass bei Bemühungen zur Rüstungskontrolle und Abrüstung die »globale strategische Stabilität« im Blick behalten werden müsse, sagte der chinesische Außenamtssprecher Lin Jian. »Chinas nukleare Fähigkeiten sind von ganz anderer Größenordnung als die der Vereinigten Staaten und Russlands«, fügte er hinzu.
Lesen Sie hier, warum »New Start« eine gute Voraussetzung für ein neues Abkommen bietet.
