SpOn 13.12.2025
09:37 Uhr

USA: Donald Trump fordert Mitspracherecht bei Fed-Zinsentscheidungen


US-Präsident Donald Trump setzt die Notenbank Fed weiter massiv unter Druck. In Zukunft erwartet er für sich mehr Einfluss. Das dazu passende Personal hat er bereits im Kopf.

USA: Donald Trump fordert Mitspracherecht bei Fed-Zinsentscheidungen

US-Präsident Donald Trump hat zwei Kandidaten für die Chefposition der US-Notenbank Fed benannt: den früheren Fed-Gouverneur Kevin Warsh und Kevin Hassett, Direktor des Nationalen Wirtschaftsrats. »Die beiden Kevins sind großartig«, sagte der Präsident in einem Interview mit dem »Wall Street Journal« .

Zudem sagte Trump, der künftige Fed-Chef solle ihn bei Zinsentscheidungen konsultieren. »Normalerweise geschieht das nicht mehr. Früher war das Routine. So sollte es sein.« Er sei eine »kluge Stimme, auf die man hören sollte«.

Trumps Äußerung steht im Widerspruch zur Unabhängigkeit der US-Notenbank von der Politik. Dieser Grundsatz gilt schon lange. Gegenüber Reportern bekräftigte Trump jedoch seine Forderung. »Sie müssen nicht befolgen, was ich sage. Aber wir werden in ziemlich naher Zukunft einen neuen Fed-Chef auswählen«, sagte er.

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Trump hat die Fed und ihren derzeitigen Chef, Jerome Powell, wiederholt für zögerliche Zinssenkungen kritisiert. Zuletzt hatte die Notenbank die Zinsen um einen viertel Prozentpunkt gesenkt.

jml/Reuters